GWDG setzt open IT Cockpit ein, modelliert von IT-Novum

Aus der Praxis: Offenes System-Monitoring für die Wissenschaft

| Autor / Redakteur: Jens Michelsons / Ulrike Ostler

Der Eingang zur Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG). Sie erfüllt die Funktion eines Rechen- und IT-Kompetenzzentrums für die Max-Planck-Gesellschaft und des Hochschulrechenzentrums für die Universität Göttingen.
Der Eingang zur Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG). Sie erfüllt die Funktion eines Rechen- und IT-Kompetenzzentrums für die Max-Planck-Gesellschaft und des Hochschulrechenzentrums für die Universität Göttingen. (Bild: IT-Novum GmbH)

Die Forschungseinrichtung GWDG baut auf „open IT Cockpit“ als zentralem Monitoring System: 2.000 Hosts, 3.000 Services und alle fünf Minuten 280.000 Performance-Daten. Die Software basiert auf „Nagios“, ist Open-Source und wurde von der IT-Novum GmbH auf die Bedürfnisse des Rechen- und IT-Kompetenzzentrums angepasst.

Die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) ist eine gemeinsame Einrichtung der Georg-August-Universität Göttingen und der Max-Planck-Gesellschaft. Die GWDG erfüllt die Funktion eines Rechen- und IT-Kompetenzzentrums für die Max-Planck-Gesellschaft und des Hochschulrechenzentrums für die Universität Göttingen.

Der Leitsatz der GWDG lautet: „Exzellente Forschung und Lehre braucht eine leistungsfähige und innovative IT-Infrastruktur.“ Um diesem Leitsatz auch in Sachen IT-Monitoring gerecht zu werden, benötigte die GWDG eine Software, die die gesamte Infrastruktur, insbesondere „ESX“, Massenspeicher und Netzwerkkomponenten umfasst und alle Teilbereiche der Infrastruktur in einem zentralen System konsolidiert.

Nagios-Wissen vorhanden

Monitoring und „Nagios“ sind für die GWDG keine Fremdworte. Wissen und Erfahrungen mit beiden Themen sind vorhanden, daher wollte die IT eine Nagios-basierte Lösung, um vorhandenes Knowhow weiter nutzen zu können. Wichtig war aber auch eine offene, flexible Architektur, die Anpassungen und Erweiterungen mit geringem Aufwand zulässt.

Bei der Recherche stieß die GWDG auf das Open Source-Projekt „Open IT Cockpit“, das auf Nagios aufbaut, aber mit einer grafischen Web-Oberfläche und verschiedenen Zusatzmodulen für die Überwachung komplexer, heterogener IT-Infrastrukturen ausgestattet ist. Hinter dem Projekt steht der IT-Dienstleister IT-Novum, der die Entwicklung maßgeblich voran treibt und Support sowie zusätzliche Module für anbietet. Die GWDG entschied sich daher dafür, Open IT Cockpit mit dem Hersteller einzuführen.

Proof of Concept in Projektphase 1

Die Einführung von wurde in zwei Schritten realisiert, der Durchführung eines Proof of Concepts (Poc) und der Implementierung und Anpassung. Im Rahmen des PoC richtete IT-Novum grundlegende Eigenschaften wie die Überwachung von Windows- und Linux-Betriebssystemen, der ESX-Farm und des Windows-Eventlog sowie die Umsetzung des Provisioning von Systemen ein. Eine spezielle Herausforderung war der Faktor Zeit, da vor allem das Provisioning aus einer durch die GWDG selbst entwickelten CMDB erfolgen sollte.

Der Prototyp wurde daher zunächst noch sehr rudimentär gehalten: Bei der Aufnahme eines neuen Systems in die CMDB wurde eine E-Mail erzeugt und an open IT Cockpit gesendet. Ein Parsing-Mechanismus übergab die erforderlichen Daten an die Provisioning-Schnittstelle.

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