GWDG setzt open IT Cockpit ein, modelliert von IT-Novum

Aus der Praxis: Offenes System-Monitoring für die Wissenschaft

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

Erstes Plus und Minus

Problematisch an dieser Umsetzungsvariante war, dass nicht sichergestellt war, dass die E-Mail tatsächlich empfangen und das System nicht nur in der CMDB angelegt wurde. Trotzdem zeigte sich schon zu diesem frühen Zeitpunkt, wie mit der Software Systeme automatisiert übernommen werden können. Dennoch war schon im Rahmen des Proof of Concept klar, dass die Schnittstelle vom Dienstleister in einem Folgeprojekt erweitert werden musste, um sicherzustellen, dass auch alle Systeme der CMDB in das Monitoring mit aufgenommen werden.

Dr. Konrad Heuer, Leiter der Arbeitsgruppe Nutzerservice und Betriebsdienste bei der GWDG
Dr. Konrad Heuer, Leiter der Arbeitsgruppe Nutzerservice und Betriebsdienste bei der GWDG
(Bild: GWDG)

Die GWDG war mit dem PoC sehr zufrieden. Konrad Heuer, Leiter der Arbeitsgruppe Nutzerservice und Betriebsdienste bei der GWDG, kommentiert diesen Projektabschnitt: „Wir waren auf der Suche nach einer Open-Source-Monitoring-Lösung, die sich durch einfache Bedienbarkeit auszeichnet. Schon der PoC zeigte, dass wir mit Open IT Cockpit auf dem richtigen Weg waren.“ Die GWDG beauftragte IT-Novum daher mit der Einführung.

Integration mit Ticketsystem OTRS

In der ersten Projektphase ging es darum, das PoC-System erfolgreich zu migrieren und zu erweitern, ohne dass Funktionen der Infrastruktur, wie ESX Monitoring oder Windows-Eventlog ausfielen. Daneben musste sichergestellt werden, dass die Überwachung des Dateialters und die Kopplung mit dem intern betriebenen Ticketsystem „OTRS“ reibungslos funktionierten.

Große Bedeutung hatte dabei für die GWDG, dass Tickets automatisiert eröffnet, geschlossen und bei Folgenachrichten erweitert werden. Das Team von IT-Novum musste daher entsprechende Konfigurationen und Mechanismen vornehmen, um zu vermeiden, dass eine Flut an Tickets automatisiert erstellt, aber im weiteren Verlauf nicht geschlossen wurde.

Diese Anforderung konnte mit dem System-Monitoring-Modul in OTRS abgebildet werden. So entscheidet OTRS anhand von regulären Ausdrücken logisch, um welche Art von Nachricht es sich handelt.

Die Logik entscheidet

Beispielsweise wird bei einem bereits zu diesem Problem offenen Ticket ein Follow-Up auf das bestehende Ticket generiert und die Statusinformationen in den Ticketverlauf mit übernommen. Erfolgt hingegen eine Wiederherstellungsmeldung durch open IT Cockpit, wird das Ticket automatisiert mit der entsprechenden E-Mail geschlossen (bei neuen Problemen wird selbstverständlich auch ein neues Ticket erzeugt).

Einen zusätzlichen Mehrwert stellten zudem die bidirektionalen HTML-Verlinkungen zwischen den Services in Open It Cockpit und den Tickets in OTRS dar, die das Softwarehaus einrichtete. Sie erleichtern es, einen Bezug zwischen Problem und aktuellem Status herzustellen. Die Integration beider Systeme konnte durch die offenen Schnittstellen von der Open-Source-Software mit wenig Zeitaufwand vorgenommen werden.

Hohe Anwenderakzeptanz

Die erste Projektphase verlief erfolgreich: Die GWDG verfügte innerhalb kürzester Zeit über eine zentrale Überwachungseinheit, die sich durch die Kopplung mit OTRS harmonisch in die Arbeitsabläufe der Wissenschaftsgesellschaft integriert.

Die Anwenderakzeptanz war von Anfang an sehr hoch, weil das Monitoring-Tool als übersichtlich und einfach in der Handhabung wahrgenommen wurde: Die Wizard-gesteuerten Möglichkeiten für die Konfiguration neuer Hosts und Services über die grafische Web-Oberfläche erleichtern den Mitarbeitern die Arbeit.

Auch Personen, die über kein oder nur wenig Linux-Knowhow verfügen, können problemlos mit dem Werkzeug arbeiten und Hosts und Services anlegen. Das trug im Wesentlichen dazu bei, dass sich Open IT Cockpit als zentrales Monitoring-System etablieren konnte.

(ID:42699227)