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Leistungsfähige Virtualisierungsumgebung mit der Enterprise-Lösung von VMware

Arbeiten mit dem ESXi-Server von VMware

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Virtuelle Maschinen kopieren und umwandeln

Gehen wir nun zum Schluss noch darauf ein, wie sich bestehende virtuelle Maschinen zwischen dem ESXi-Server, dem VMware Server 2 und VMware Workstation 6.5 austauschen lassen. Es reicht keinesfalls, einfach die jeweiligen Files auf das gewünschte Zielsystem zu kopieren und die VM zu starten, da die einzelnen VMware-Produkte unterschiedliche Formate verwenden und deswegen den Dienst mit einer Fehlermeldung verweigern würden. Zunächst einmal funktioniert auf ESXi der klassische, im Internet häufig beschriebene Weg, VMs mit Hilfe des Kommandozeilenwerkzeugs vmkfstools zu importieren. Nach Angabe des Befehls

vmkfstools -i {Name der Quell-VMDK-Datei} {Name der Ziel-VMDK-Datei}

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wandelt der Server die Festplatte der VM um. Um diesen Weg zu gehen, muss die Quellfestplatte allerdings auf SCSI aufsetzen und mit vorallokiertem Speicherplatz kommen, mit virtuellen HDDs dynamischer Größe und IDE-Systemen kommen die vmkfstools nicht zurecht. Nach der Umwandlung ist es dann erforderlich, mit Hilfe der Verwaltungswerkzeuge eine neue virtuelle Maschine mit den gleichen Hardware-Parametern zu erstellen, die die Quell-VM hatte, und dann die neu erstelle Festplatte in diese VM einzubinden. Danach sollte das virtuelle System problemlos laufen.

Generell vermeiden Sie viele Probleme beim Verschieben virtueller Maschinen in ESX-Umgebungen, wenn Sie gleich beim Anlegen der VMs darauf achten, dass sie ESX-kompatibel sind. Das geht unter VMware Workstation durch die Selektion der Checkbox „ESX Server Compatible“ und die gleichzeitige Wahl der Hardware-Version 4 oder 5. Unter VMware Server selektieren Sie beim Anlegen einer VM mit dem „New-Virtual-Machine“-Wizard des Web-Interfaces unter „Guest Operating System“, „Product Compatibility“ die Hardware-Version 4. Wurde eine VM von Anfang an ESX-kompatibel angelegt, so lässt sie sich problemlos für den ESX-Server umwandeln, da der Kompatibilitätsmodus dafür sorgt, dass die virtuelle Maschine keine Hardware verwendet, die einer erfolgreichen Konvertierung im Wege stehen würde.

Oft ist es aber nicht möglich, VMs von vornherein ESX-kompatibel auszustatten, etwa weil die relativ umfangreichen Beschränkungen der doch recht alten Hardware-Versionen nicht gewünscht sind oder weil bei der Installation der VM keiner daran gedacht hat, dass sie mal auf einer ESX-Umgebung laufen könnte. In solchen Fällen hilft das von VMware kostenlos bereitgestellte Tool „VMware Vcenter Converter Standalone“ weiter. Diese Lösung war zum Zeitpunkt des Workshops in der Version 4.0 erhältlich. Sie unterstützt in dieser Variante das Umwandeln von VMs mit den Gastbetriebssystemen Windows 2000, Windows XP Professional, Windows Server 2003, Windows Vista und Windows Server 2008. Darüber hinaus arbeitet das Tool auch mit Linux (Redhat Enterprise Linux, Suse sowie Ubuntu).

Die Arbeit mit der Lösung gestaltet sich verhältnismäßig einfach. Gehen wir zunächst auf die Umwandlung einer ESX-VM ins VMware-Server-Format ein: Nach dem Aufruf des Conversion Wizards fragt die Lösung nach dem Typ der Quelle (physikalischer Computer, ESX-System, virtuelle Appliance, virtuelle Maschine von Microsoft, VMware-VM oder Image) und möchte im Fall einer ESX-Quelle gleich auch noch die Login-Daten des Servers wissen. Jetzt können Sie die gewünschte Maschine selektieren (diese muss zuvor heruntergefahren werden) und angeben, ob das Produkt die virtuellen Disks so belassen soll, wie sie sind, oder ob es deren Größe anpasst sowie die Page- und Hibernation-Dateien der VM ignoriert.

Danach geht es an die Auswahl des Ziels (ESX-System, VMware-Standalone, Virtual Appliance), den Typ der virtuellen Hardware (Version 4, 5 oder 6) und das Format der zu erstellenden Zielfestplatte (expandable, mit vorab zugewiesenem Speicherplatz, aufgeteilt in Zwei-GByte-Dateien). Zum Schluss kommt die Netzwerkkonfiguration an die Reihe und die Konvertierung läuft durch. Auf dem umgekehrten Weg, also beim Umwandeln einer VM ins ESX-Format, fragt die Lösung nach den Zugriffsdaten des ESX-Systems, das das Ziel der Konvertierung sein soll, kopiert die Daten gleich auf den Server und fügt die virtuelle Maschine dem ESX-Inventory hinzu. Darüber hinaus können Sie bei diesem Schritt über den Converter auch die Installation der VMware-Tools im virtuellen System veranlassen und dafür sorgen, dass das System den Hostnamen, die Netzwerkeinstellungen und ähnliches modifiziert.

Während der Arbeit mit der Convert-Utility ergaben sich bei uns keine Schwierigkeiten. In manchen Fällen war es erforderlich, die Netzwerkkonfiguration der Guests nachträglich noch anzupassen (beispielsweise unter Linux statt des Interfaces „eth0“ die Schnittstelle „eth1“ zu verwenden), ansonsten liefen die konvertierten Guests aber auf allen Systemen von Anfang an ohne Fehl und Tadel. Zum Schluss noch ein Tipp für Administratoren, die ihre VMware-Umgebung gerne mit einem einheitlichen Interface nutzen möchten: Der VI-Client unterstützt nicht nur die Zusammenarbeit mit dem ESX-Server, sondern kann auch mit dem VMware-Server kommunizieren. Loggen Sie sich dazu mit der IP-Adresse des Servers und dem Port 8333 bei dem VMware-Server-System ein, zum Beispiel 192.168.1.115:8333.

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