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Leistungsfähige Virtualisierungsumgebung mit der Enterprise-Lösung von VMware

Arbeiten mit dem ESXi-Server von VMware

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Aktivierung der Kommandozeile

Auch ESXi verfügt über eine lokale Kommandozeile. Diese ist nur nach der Installation „versteckt“ und ihre Nutzung wird von VMware nicht unterstützt. Sie lässt sich durch einen Druck auf die Tasten „ALT-F1“ (also einen Wechsel vom Standard- zum Eingabebildschirm) und die anschließende blinde Eingabe des Wortes „unsupported“ aktivieren. Danach fragt der ESXi-Server nach einem Passwort. Nach Angabe des Root-Passworts steht die lokale Kommandozeile zur Verfügung. Es ist auch relativ einfach, einen SSH-Zugriff zum ESXi-System einzurichten. Dazu müssen Sie lediglich in der lokalen Shell mit dem vi-Editor die Datei /etc/inetd.conf editieren:

vi /etc/inetd.conf

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dort das führende „#“ in der SSH-Zeile entfernen und dann den Server neu starten. Danach haben Sie nicht nur via ssh Zugriff auf die ESXi-Kommandozeile (beispielsweise von Linux-Systemen aus oder unter Windows mit Putty), sondern können auch Tools wie „scp“ (Secure Copy) nutzen, um auf einfache Art und Weise Daten zwischen dem ESXi-Server und anderen Systemen im Netz zu übertragen, ohne einen externen Datenspeicher zu konfigurieren. So lassen sich unter anderem auch VM-Installationen sichern. Unter Windows bietet die Freeware „winscp“ eine FTP-Client-ähnliche Oberfläche für den Datenaustausch mit ESXi.

Einrichten von NFS-Datastores

In vielen Fällen ergibt es auch Sinn, externe Datenspeicher an den ESXi-Server anzubinden, zum Beispiel um VM-Installationen über eine Linux-Backup-Lösung automatisch zu sichern oder um den Datenspeicher von ESXi auf unkomplizierte Art und Weise zu erweitern. Neben lokalen Festplatten unterstützt ESXi auch den Zugriff auf NFS-Shares (Network File System). NFS-Server stehen auf praktisch alle Unix-Systemen und dank der kostenlosen Windows Services for Unix auch für Windows-Systeme zur Verfügung. In diesem Workshop richten wir jetzt exemplarisch ein NFS-Share unter Centos 5.2 ein und greifen dann mit unserem ESXi-Server darauf zu.

Centos (beziehungsweise Redhat Enterprise Linux) macht das Einrichten der NFS-Freigaben relativ einfach. Unter „Administration/Servereinstellungen/NFS“ findet sich ein Werkzeug, mit dem Sie einen Share-Namen eingeben, ein Verzeichnis zum Export definieren und entsprechende Rechte (lesen/schreiben) setzen können. Außerdem sollten Sie mit Hilfe des NFS-Konfigurationswerkzeugs auch noch die IP-Adresse oder den Namen des ESXi-Servers angeben, der auf das Share zugreifen darf, da es sonst allen Rechnern im Netz offen stehen würde. Bei Bedarf ist es auch noch möglich, unter „Servereinstellungen“ bestimmte Ports für den NFS-Verkehr zu definieren, beispielsweise um den Zugriff auf das Share auch bei aktivierter lokaler Firewall zu ermöglichen. Damit schließt die Konfiguration und das Share steht nach einem Neustart der NFS-Dienste im Netzwerk bereit.

Sollte auf Ihrem Betriebssystem kein Werkzeug zum Einrichten von NFS existieren, so lässt sich der Service relativ einfach auch über die Kommandozeile konfigurieren. Fügen Sie dazu in die Datei /etc/exports folgenden Inhalt ein:

{Sharename} {IP-Adresse des ESXi-Servers}(rw,sync)

Wenn sich das Share unter /opt/nfsshare findet und der zugreifende Host die IP-Adresse 192.168.1.112 hat, so lautet die entsprechende Zeile also:

/opt/nfsshare 192.168.1.112(rw,sync)

Jetzt ist es nur noch erforderlich, die NFS-Dienste neu zu starten und den ESXi-Server mit der NFS-Freigabe zu verbinden. Loggen Sie sich dazu mit dem VI-Client auf dem ESXi-System ein, wechseln Sie nach „Configuration/Storage“ und rufen Sie den Befehl „Add Storage“ auf.

Nun startet ein Wizard, der fragt, ob der Datenspeicher lokal oder über NFS zur Verfügung steht. Wenn Sie nun NFS angeben, so möchte er im nächsten Schritt wissen, wie der Datenspeicher heißen soll, auf welchem Server er liegt und wie der Share-Name lautet. Nach Angabe dieser Parameter schließt der Wizard und das Datastore steht für den ESXi-Server bereit. Dateien lassen sich zwischen den vorhandenen Datastores übrigens auch direkt mit Hilfe des VI-Clients austauschen.

Ein Rechtsklick auf den jeweiligen Datenspeicher öffnet ein Menü, das unter anderem den Befehl „Browse Datastore“ umfasst. Wenn Sie diesen auswählen, so öffnet sich ein Fenster mit einer Explorer-ähnlichen Übersicht, über das Sie Dateien herunterladen, hochladen, zu anderen Datastores verschieben sowie Ordner anlegen und Files löschen beziehungsweise umbenennen können. Es ist also keineswegs immer erforderlich, einen ssh-Zugang zu öffnen, um Daten per scp zu übertragen.

Das Hinzufügen gerade herüberkopierter VMs zum Inventory des ESXi-Systems stellt mit dem Browse-Werkzeug übrigens ebenfalls kein Problem dar. Es reicht, mit der rechten Maustaste auf das VMX-File der jeweiligen VM zu klicken, danach startet ein Wizard, der alle benötigten Parameter abfragt und die VM dann ins Inventory integriert.

Lassen Sie sich nicht verwirren, wenn das Tool nach dem Verschieben einer VM den zusätzlich im Datastore freigewordenen Speicher nicht sofort anzeigt, hier hilft ein Klick auf den Refresh-Befehl unter „Configuration/Storage“.

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