Nur erneuerbare Energie im Datacenter

Apple baut im großen Stil

| Autor / Redakteur: Bernhard Schoon* / Ulrike Ostler

Bild der Unique Infrastrcture Group (UIG) der vorläufigen Planungen für den Reno Technology Park.
Bild der Unique Infrastrcture Group (UIG) der vorläufigen Planungen für den Reno Technology Park. (Bild: UIG)

Die Wüste im nördlichen Nevada boomt: Gleich mehrere IT-Unternehmen investieren hier Milliarden in neue Betriebe. Auch Apple ist mit einem Rechenzentrum dabei, die zweite große Baustelle des Unternehmens.

Apple muss wieder einmal die Server-Kapazität vergrößern: Bei Reno im US-Bundesstaat Nevada soll das bisherige Datacenter um eine weitere Server-Farm der gleichen Größe erweitert werden. Apple benötigt diese Infrastruktur für die eigenen Online-Dienste wie den „iTunes Store“, den „App Store“, „iMessage“, Landkarten und die Sprachtechnologie „Siri“. Auch die Markteinführung von „Apple TV“ und „Apple Music“ setzt höhere Kapazitäten in den Rechenzentren des Unternehmens voraus.

Wie eine örtliche Tageszeitung aus Reno meldete, befindet sich die neue Anlage von Apple noch in der finalen Planung, die Baugenehmigung könnte schon Ende Januar 2016 beantragt werden. Zunächst hatte es den Anschein gehabt, als wolle Apple das bestehende Rechenzentrum im Tahoe Reno Industrial Center nur vergrößern. Stand heute: Inzwischen ist ein komplett neues Gebäude geplant.

Als „Project Huckleberry“ soll neben der bestehenden Server-Farm „Project Mills“ eine zusätzliche Anlage entstehen, optisch und technisch im Stil der bestehenden Gebäude, jedoch um 90 Grad in Richtung Osten gedreht. Das geplante "Data Cluster” soll eine Fläche von fast einem Hektar belegen.

Steuernachlass

Mit einer Investition von rund 100 Millionen Dollar war das bestehende Rechenzentrum von Apple der Vorreiter eines Bau-Booms in der Region um Reno. 2012 hatte der Stadtrat des Ortes das erste Rechenzentrum von Apple genehmigt - und dem Unternehmen eine Steuererleichterung von 89 Millionen Dollar verschafft.

Bevor das Project Huckleberry in Angriff genommen wurde, bestand das Rechenzentrum aus 14 Gebäuden auf einer Fläche von fast vier Hektar. Mit dem Bau der Anlage wurde Anfang 2013 begonnen, gegen Ende des gleichen Jahres war das erste der Server-Gebäude als Rapid Deployment Module fertiggestellt, dazu kamen Regenwassersammler, Sicherheitszaun und eine Wasserkühlung.

Ein Jahr später standen zwei weitere Gebäude mit jeweils der gleichen Kapazität sowie die Technik- und Verwaltungsgebäude. Für weiteres Wachstum hat Apple zusätzlich 139 Hektar reserviert.

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posted am 03.02.2016 um 16:56 von Unregistriert


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