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Akquisition im Hosting-Markt Anexia erwirbt Netcup

| Autor: Michael Hase

Der österreichische Hoster Anexia kauft den deutschen Mitbewerber Netcup. Das Unternehmen soll künftig als eigenständige Einheit in strategischer Allianz mit der neuen Mutter agieren.

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Anexia-Chef Alexander Windbichler möchte die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens durch den Netcup-Zukauf erhöhen.
Anexia-Chef Alexander Windbichler möchte die Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens durch den Netcup-Zukauf erhöhen.
(Bild: Anexia)

Rückwirkend zum 1. November übernimmt der österreichische Cloud- und Managed-Hosting-Spezialist Anexia den deutschen Provider Netcup. Das Karlsruher Unternehmen, dessen Kernkompetenz im Web-Hosting liegt, betreut aktuell fast 50.000 gewerbliche und private Kunden mit mehr als 60.000 Domains. Durch die Akquisition soll die Marktstellung von Anexia im europäischen Markt gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber großen Providern erhöht werden, wie Alexander Windbichler, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens, erläutert.

Unabhängigkeit wahren

Netcup wird Windbichler zufolge nicht in die neue Muttergesellschaft integriert. Vielmehr soll der Hoster künftig weitgehend unabhängig, aber in strategischer Allianz mit Anexia agieren. Ebenso wird das deutsche Rechenzentrum weiterbetrieben. Ziel der Allianz ist es, gemeinsam neue Produkte und Services aus den Feldern Cloud, Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0 zu entwickeln. Gründe für die Übernahme waren „das große Knowhow und der hohe technische Entwicklungsstand“ des Karlsruher Providers. Das seien „dieselben Gründe, warum Netcup in der bisherigen Form bestehen bleiben soll“.

Anexia wurde 2006 gegründet und beschäftigt heute mehr als 150 Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Klagenfurt verfügt in Deutschland über Standorte in Köln, München und Regensburg.

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 Michael Hase

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