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The Green Grid zeigt Richtlinien und deren Wirkung auf die Datacenter-Branche Alles grün? Vorschriften und Gesetze für RZ-Betreiber

| Redakteur: Ulrike Ostler

Wie sich vorhandene Richtlinien sowie neue und geplante Entwicklungen auf den Bau und Betrieb von Rechenzentren auswirken, zeigt ein Report von The Green Grid. Er liefert Hilfestellungen, damit sich Betreiber von Rechenzentren auf die politischen Rahmenbedingungen einstellen können.

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Auszug aus der so genannten "Energy Policy Map" von The Green Grid
Auszug aus der so genannten "Energy Policy Map" von The Green Grid
(Bild: The Green Grid)

The Green Grid ist ein offenes Industrie-Konsortium, das sich die Verbesserung der Ressourceneffizienz von Rechenzentren und Business-IT zum Ziel gesetzt hat. Der nun veröffentlichte Bericht „Energy Policy Research & Implications For Data Centres In EMEA“ steht den Mitgliedern des Zusammenschlusses kostenlos, Nicht-Mitgliedern gegen eine Gebühr zur Verfügung.

Der Report portraitiert die wesentlichen Mechanismen der Energiepolitik in einem Dutzend wichtiger europäischer und nordafrikanischer Länder: Großbritannien, Spanien, Frankreich, Niederlande, Deutschland, Schweiz, Italien, Russland, Südafrika, Saudi Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate - sowie EU- und internationale Politik. Es wurden vier Faktoren erforscht, die sich auf Rechenzentren auswirken:

  • Gesetzliche Regelungen (in der Regel obligatorisch),
  • relevante, freiwillige Mechanismen,
  • finanzielle Anreize für Investitionen in den jeweiligen Ländern sowie für den Einsatz von Kohlendioxid-armen Technologien und
  • Verfahren sowie die Regelungen, die in Bezug auf Energie und Kohlendioxid typischerweise zu zusätzlichen finanziellen Belastungen führen.

Die Notwendigkeit des Berichts

Den Grund für den Bericht liefert der deutsche Sprecher von The Green Grid, Bernd Kosch: „Neben den außergewöhnlich schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, müssen Betreiber von Rechenzentren auch mit einem einzigartig komplizierten regulatorischen Umfeld, das sich ständig weiterentwickelt, kämpfen.“

Laut Kosch biete der Bericht Transparenz für Regelungen in allen behandelten Ländern und zeige, inwiefern die Betreiber immer anspruchsvolleren Bauvorschriften hinsichtlich niedrigerem Energieverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß unterliegen. Das gelte vor allem in der EU, wo die Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) weiterhin auf eine Entwicklung in Richtung „nahezu klimaneutral“ abziele. „Hinzu kommt, dass es zahlreiche freiwillige Regelungen gibt, die gravierende Auswirkungen auf die Marke und Reputation einer Organisation haben können“, so Kosch.

Beispiele für relevante deutsche Bestimmungen sind:

  • Gesetzliche Verpflichtungen, zum Beispiel die Bestimmungen der Bundesregierung im Rahmen des Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms (IEKP). Diese Bestimmungen verlangen zunehmend höhere Standards zur Energie-Einsparung. Dadurch werden neugebaute Rechenzentren wirtschaftlicher und ältere Anlagen weniger wettbewerbsfähig.
  • Finanzielle Anreize, wie das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz, das kommerzielle Möglichkeiten und Anreize für Rechenzentren bietet, insbesondere für Kälte-Kopplung zur Kühlung des Rechenzentrums.

Kosch wirbt für den Bericht: „Den Überblick über alle Gesetze, Rechtsvorschriften, Kosten und Incentives rund um Ressourceneffizienz zu behalten – und herauszufinden, wie sie sich auf die Rechenzentrums-Branche und das jeweils eigene Unternehmen auswirken – ist eine große und zeitraubende Aufgabe. The Green Grid hat diesen Report für die Branche entwickelt, als zentrale Ressource und Informationsquelle für geschäftliche Entscheidungen und zur Vorbereitung von Rechenzentren auf die Auswirkungen der aktuellen und anstehenden Veränderungen im regulatorischen Umfeld.“

Das Werk stelle sicher, dass sich die Unternehmen im Rahmen ihres Budgets auf diese Richtlinien einstellen und sie nutzen können, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Der vollständige Bericht steht Green Grid-Mitgliedern kostenlos, Nicht-Mitgliedern gegen eine Gebühr zum Download zur Verfügung.

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