Submikrosekundengenauigkeit Adava-Timing-Karte sorgt in Open Compute Server für präzise Synchronisierung

Redakteur: Ulrike Ostler

ADVA hatin dieser Woche die „OSA 5400 Timecard“ vorgestellt, die es Betreibern von Rechenzentren und offenen 5G-RAN-Architekturen ermöglicht, eine genaue Synchronisation zu implementieren. Die PCIe-Karte erweitert jeden Server, der den Prinzipien des Open Compute Project entspricht, um Timing-Fähigkeiten.

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Die „OSA 5400 Timecard“ des Adva-Unternehmens Oscilloquartz ist die erste Technik, die auf dem Time Appliance Project des Open Compute Projects (OCP) basiert und PTP sowie NTP unterstützt
Die „OSA 5400 Timecard“ des Adva-Unternehmens Oscilloquartz ist die erste Technik, die auf dem Time Appliance Project des Open Compute Projects (OCP) basiert und PTP sowie NTP unterstützt
(Bild: Adva/ Oscilloquartz)

Mit der OSA 5400 Timecard von Adva werden Funktionen eines PTP-Grandmasters, Boundary Clocks, Slave Clocks oder NTP-Servers ermöglicht. Sie ist nach Herstellerangaben die branchenweit erste, die nach Anforderungen des Time Appliance Project (TAP) im Rahmen des Open Compute Project (OCP) entwickelt und um PTP- und NTP-Funktionen erweitert wurde. Mit ihren Synchronisierungsfunktionen löst sie eine zentrale Herausforderung für Netzbetreiber, die ihre Infrastruktur virtualisieren und speziell angefertigte Hardware durch Standardserver ersetzen wollen.

Gil Biran, General Manager, Oscilloquartz, ein Tochterunternehmen von Adva, erläutert den Hintergrund: „Das Timing in Rechenzentren und anderen offenen Architekturen wie im Open RAN wird immer wichtiger, da die Leistungsfähigkeit von Servern deutlich zunimmt.“ Die für eine effiziente, gemeinsame Nutzung von Ressourcen erforderliche Synchronisierung mit Submikrosekundengenauigkeit sei jedoch etwas, das Standardserver oft nicht leisten könnten.

Verschiedene Optionen zur Verbesserung der Zeitgenauigkeit
Verschiedene Optionen zur Verbesserung der Zeitgenauigkeit
(Bild: Adva/ Oscilloquartz)

Anwender von quellenoffenen Servern benötigten eine Möglichkeit, die fortschrittlichsten Synchronisationsfunktionen in ihre White Box-Hardware zu implementieren.Die Plug-in-PCIe-Karte auf Basis des „OSA 5400 Syncmodule“ des Herstellers in Kombination mit dem „Ensemble Sync Director“ von Adva ermöglichten einfaches und zuverlässiges Timing.

„Unsere leistungsfähige OSA 5400 Timecard erfüllt die Anforderungen des TAP-Designs von OCP und geht darüber hinaus. Für Rechenzentren, Finanz- und 5G-Infrastrukturen ist dieses Einschubmodul der ideale Weg, um eine präzise Synchronisierung im Edge- oder Access-Bereich von virtualisierten Netzen zu realisieren“, beschreibt Biran des Einsatzbereich.

Einsatz für „OSA 5400 Timecard“ zur Synchronisation von Servern
Einsatz für „OSA 5400 Timecard“ zur Synchronisation von Servern
(Bild: Adva/ Oscilloquartz)

Die Timing-Karte wird in einen freien PCIe-Steckplatz eines Standardservers oder PCs eingesteckt. Integriert sind ein GNSS-Empfänger und PTP-/NTP-Zeitserver sowie PTP-Assurance, GNSS-Assurance mit Management-Funktionen. Die Einsteckkarte bietet etwa unterschiedliche Oszillatoroptionen, um kosteneffizient verschiedene Holdover-Anforderungen zu erfüllen.

Im Gegensatz zu ähnlichen Produkten sei „OSA 5400 Timecard“ auf Einfachheit und einen sicheren Betrieb ausgelegt, teilt der Hersteller mit. So lässt sich über eine Management-Schnittstelle auf umfangreiche Geräteinformationen sowie auf Leistungsdaten des Synchronisationsnetzes zugreifen.

Integriert sind ein GNSS-Empfänger und PTP-/NTP-Zeitserver sowie PTP-Assurance, GNSS-Assurance mit Management-Funktionen.
Integriert sind ein GNSS-Empfänger und PTP-/NTP-Zeitserver sowie PTP-Assurance, GNSS-Assurance mit Management-Funktionen.
(Bild: Adva/ Oscilloquartz)

Für die Verwaltung kommt das Adva-Produkt „Ensemble Sync Director“ in Frage. Letztlich sollen die operativen Teams, selbst wenn sie keine besonderen Kenntnisse in der Netzsynchronisation haben, niemals die Kontrolle verlieren, so der Hersteller.

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