Anbieter zum Thema
Der Ritterschlag für Rechenzentren
Doch um als Lagermedium für Server in Frage zu kommen, braucht die Flüssigkeit noch weitere Eigenschaften: Novec ist inert, will heißen: träge, elektrisch nicht leitend und vergleichsweise zähflüssig. Außerdem kann die Flüssigkeit schon bei relativ niedrigen Temperaturen zum Sieden gebracht werden – von 34 Grad bis 128 Grad Celsius, je nachdem wie sich die Flüssigkeit zusammensetzt.
Damit ist Novec bei Raumtemperatur flüssig und lässt sich etwa als Löschmittel in Flaschen lagern und transportieren. Beim Löschen aber wird es im Gaszustand versprüht und löscht komplette Rechenzentren innerhalb von 30 Sekunden.

Erfahrungen und das neue Kühlkonzept
Da Novec nicht-leitend ist, dürfen auch stromführende Medien damit in Kontakt gelangen. Und hier kommt die Kühlung von Servern ins Spiel.
Denn laut Figgemeier hat die Freie Kühlung den Nachteil, dass sie, sobald die IT-Dichte im Rechenzentrum zunimmt, der Effizienzgrad sinkt (siehe auch: Bildergalerie). Kein RZ-Betreiber würde leugnen, dass die Dichte derzeit stark zunimmt.
Auch Figgemeier betont, dass die Alternativen, Kühlung per Wasser oder Glykol-Gemisch, nicht erst seit Novec existriert. Die Grundlage für den MUC-Supercomputer ist etwa „IBM System x iDataPlex Direct Water Cooled dx360 M4“-Cluster.
siehe auch: Bildergalerie „Boston und 3M versenken Supermicro-Server“
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:42382688)