Maxi-Campus in Brandenburg 150-Hektar-Rechenzentrum bei Freyenstein geplant

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Ein anonymer deutscher Investor will nahe Freyenstein eines der flächenmäßig größten Rechenzentren Europas errichten. Ob das Projekt kommt, entscheidet der Netzbetreiber 50Hertz Transmission.

Ein Acker in Brandenburg: Das geplante Rechenzentrum soll auf einem 150 Hektar großen Areal entstehen. Wer hinter dem Vorhaben steckt, ist noch unbekannt.(Bild:  Brandenburg /Hossam el-Hamalawy / CC BY-SA 2.0)
Ein Acker in Brandenburg: Das geplante Rechenzentrum soll auf einem 150 Hektar großen Areal entstehen. Wer hinter dem Vorhaben steckt, ist noch unbekannt.
(Bild: Brandenburg /Hossam el-Hamalawy / CC BY-SA 2.0)

Nahe Freyenstein in Brandenburg plant ein noch anonymer deutscher Investor den Bau eines Rechenzentrums auf rund 150 Hektar, wie die Märkische Allgemein berichtet. Der Standort wurde wegen einer nahegelegenen 380-kV-Leitung gewählt, die die nötige Netzkapazität bereitstellt.

Eine verbindliche Stromzusage des Netzbetreibers 50Hertz-Transmission fehlt jedoch noch. Laut Projektbeteiligten ist sie die entscheidende Voraussetzung für die Realisierung.

Fläche und Bebauung

Nicht die gesamte 150-Hektar-Fläche zwischen Neu Cölln und Freyenstein wäre bebaut. Vorgesehen sind zwei- und dreigeschossige Gebäude mit Rechentechnik sowie Pufferzonen, auf denen unter anderem Agri-Photovoltaikanlagen entstehen könnten.

Zum Vergleich: Das kürzlich in Nauen gestartete Rechenzentrum umfasst fast 15 Hektar bei einem Investitionsvolumen von zehn Milliarden Euro.

Die Energieversorgung

Als Standortvorteil gilt das hohe Aufkommen erneuerbarer Energien in der Region. Laut Landwirt Hans-Heinrich Grünhagen aus Wernikow, der das Projekt in die Region vermittelt hat, könnte der gesamte Strom aus Wind- und Solaranlagen im Umkreis von 20 Kilometern ins Rechenzentrum fließen.

Bei dieser Projektgröße kommt es allerdings auch zu Gegenwind: Ortsvorsteherin Christa Ziegenbein äußert Bedenken gegenüber der Märkischen Allgemeine: „Ich bin mir bisher nicht im Klaren darüber, was ich davon halten soll“, sagt sie. Die Dimensionen könne sich ein „Otto-Normalverbraucher gar nicht vorstellen“.

Klarheit soll die Bürgerveranstaltung am 21. April schaffen: Der Investor will sich erstmals auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Stadthalle Wittstock vorstellen.

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