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Kühlen durch Kochen

3M und Boston schicken Supermicro-Server zum Tauchen

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To do: nachdenken und testen

Nach Darstellung von 3M-Ingenier Figgemeier hat es bisher in den Test- und Show-Systemen noch keine Ausfälle gegeben. Doch die Erfahrungen sind ja auch noch begrenzt.

Ungeklärt ist es, wie im Betrieb mit Verunreinigungen auf den Knoten umgegangen werden soll, die etwa durch Lötpaste und Fette entstehen. Wie oft muss überhaupt die Flüssigkeit komplett ausgetauscht werden, wann wie viel nachgefüllt? So führt etwa der Extraktionsprozess (Sieden und Kondensieren) zu einer Verteilung der Verunreinigungen auf andere Bau-Elemente und zu einer Vermischung der Verunreinigungen.

Erste Materialverträglichkeitstest jedenfalls ergaben, das PVC-Stecker „wenig hilfreich“ sind, wie der 3M-Experte es ausdrückt. Die Weichmacher lösen sich auf und das Material wird bröselig.

Die ersten Pilotprojekte

Eines der Pilotprojekte mit Novec findet in Honkong statt. Jetzt Ende dieses Monats iist der Übergang zu Phase 2 avisiert.
Eines der Pilotprojekte mit Novec findet in Honkong statt. Jetzt Ende dieses Monats iist der Übergang zu Phase 2 avisiert.
(Bild: 3M)
Dennoch hat das Versenken der Server in Novec bereits das reine Versuchsstadium hinter sich gelassen. Laut Figgemeier sieht 3M die Anwendung der Zwei-Phasen-Flüssigkeitskühlung vor allem im High-Performance-Computing beziehungsweise bei den Supercomputern.

In Hongkong (siehe: Biild) geht Ende dieses Monats ein Pilotprojekt in eine zweite Phase mit 500 Kilowatt über. Was jetzt schon besteht ist eine 60 Kilowatt-Prototyp. Darin stecken 6048 Devices.

Hier vertraut man bereits auf einen ziemlich hochtemperierten Siedepunkt. Der liegt bei 61 Grad, ausgelegt auf vier Liter Novec pro Kilowatt. Der PUE-Wer wird mit 1.02 angegeben, was nach den Projektverantwortlichen einer Einsparung von 6.500 Dollar monatlich entspricht.

Das Konstrukt des "Ice X"-Computers mit Novec-Kühlung von Silicon Graphics.
Das Konstrukt des "Ice X"-Computers mit Novec-Kühlung von Silicon Graphics.
(Bild: 3M)
Silicon Graphics peilt mit „Ice X“, ein Projekt unter der federführung der Lawrence Berkeley National Labs, ebenfalls eine zweite Phase an. In dem Aufbau stecken “Sandybridge”-Prozessoren von Intel. Auf einem halben Rack sind 36 Slots für Knoten untergebracht. Während der ersten Pahse wurden nur 18, also 72 Sockets genutzt. Die Außenmaße des Systems betragen 1,68 ×1,12 × 0,97 Meter.

siehe auch: Bildergalerie „Boston und 3M versenken Supermicro-Server

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