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Datacenter-Ökonomie und Umwelt in Dänemark, Irland und Schweden Wirtschaftsförderung per Facebook-Rechenzentren

| Autor: Ulrike Ostler

Mittlerweile verfügt Facebook mitsamt seiner Marken Instagram, WhatsApp, Messenger und Oculus über 15 Rechenzentren, drei davon an europäischen Standorten. Facebook hat das Marktforschungsunternehmen IHS Markit beauftragt, den wirtschaftlichen Beitrag in diesen Ländern von 2011 bis 2018 zu bewerten. Hier sind die Ergebnisse:

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Die wirtschaftliche Entwicklung mit den europäischen Facebook-Rechenzentren im Zeitraum von 2011 bis 2018.
Die wirtschaftliche Entwicklung mit den europäischen Facebook-Rechenzentren im Zeitraum von 2011 bis 2018.
(Bild: © 2019 IHS Markit)

Die Studie von IHS Markit konzentriert sich auf die Frage, wie Facebook durch seine Investitionsausgaben -Bau und Ausrüstung -, Betriebsausgaben und direkten Löhne den die dänische, irische und schwedische Wirtschaft stimuliert hat. Darüber hinaus liefert der Bericht Einblicke in andere Bereiche wie die Auswirkung der Facebook-Ziele hinsichtlich erneuerbaren Energien durch Stromabnahmevereinbarungen (Power Purchase Agreements - PPA). Die die 2018 angekündigte nordische Windenergielösung - in Verbindung mit dem lokalen Community Action Grant Programm haben etwa zusätzliche lokale und regionale Wirtschaftsaktivitäten generiert.

Die Community Action Grant Programme generieren Zuschüsse für lokale, soziale und kulturelle Projekte gewährt, insbesondere wurde die lokale MINT-Ausbildung verbessert.

Der Hintergrund für die Studie ist klar: Täglich nutzen 2,1 Milliarden täglich aktiv und 2,7 Milliarden monatlich Facebook-Services. Der Konzern muss sicherstellen, dass seine Kerninfrastruktur jedes Foto, Video, Kommentare, Nachrichten, Gruppen- und Geschäftsseiten zuverlässig und schnell liefern kann. Und die Nachfrage nach Server- und Netzwerkkapazität steigt weiter an. Dafür braucht er Rechenzentren, Mammutrechenzentren, und das gefällt nicht jeder Nachbarschaft.

Tabelle 1: Die kumulierten Facebook-Wirtschaftsbeiträge in Dänemark, Irland und Schweden von 2011 bis 2018 (Angaben in Millionen Euro)
Tabelle 1: Die kumulierten Facebook-Wirtschaftsbeiträge in Dänemark, Irland und Schweden von 2011 bis 2018 (Angaben in Millionen Euro)
(Bild: @ IHS Markit)

Die Standorte in Europa befinden sich in Odense, Dänemark, Clonee, Irland, und Luleå, Schweden; das Datacenter in Luleå ging 2013 in Betrieb, Clonee ist seit 2018 online und Odense wird voraussichtlich 2019 live gehen. In den drei Ländern hat Facebook von 2011 bis 2018 Waren und Dienstleistungen im Wert von insgesamt 2,8 Milliarden Euro direkt beschafft (siehe: Tabelle 1). Das entspricht einem Jahresdurchschnitt von 348,6 Millionen Euro. Diese Ausgaben generierten einen zusätzlichen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro und unterstützten 2.816 Arbeitsplätze jährlich.

Das Rechenzentrum in Nordschweden

Das erste Facebook-Rechenzentrum außerhalb der USA sorgte für hohe Aufmerksamkeit, unter anderem weil es am Polarkreis liegt. Luleå mit insgesamt 77.8324 Einwohnern liegt rund 900 Kilometer nördlich von Stockholm, ist die Hauptstadt der Grafschaft Norrbotten sowie Sitz der Technischen Universität Luleå. Die Wirtschaft ist stark forschungs- und dienstleistungsorientiert.

Zu den weiteren Standortbedingungen zählen, dass Konnektivität und Nutzung von sozialen Medien zunehmend in der schwedischen Wirtschaft verankert sind. Nach Daten von 2017 Daten von Statistics Sweden aus dem Jahr 2017 nutzen 63 Prozent der Unternehmen Social Media - hauptsächlich für das Marketing und das Rekrutierung. Informations- und Telekommunikationsunternehmen dominierten die geschäftliche Nutzung von Social Media mit fast 85 Prozent, während Einzelhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe ebenfalls mit Raten von über 75 Prozent an den sozialen Medien teilhaben.

Im Jahr 2017 nutzen 66 Prozent der Schweden Social Media und 74 Prozent dieser Nutzer griffen auf Facebook zu. Telekommunikation, Daten- und Informationsdienste generierten 2018 rund 7 Prozent des schwedischen Bruttoinlandsprodukts (BIP), 20 Prozent der schwedischen Exporte beziehungsweise 12,9 Milliarden Euro.

Mit den durch Facebook angeregten, zusätzlichen Jobs wurde ein durchschnittliches Arbeitseinkommen von 44.500 Euro erzielt. Das lag 1,4 mal höher als der durchschnittliche Jahreslohn von 32.352 Euro, den "Arbeiter " in Schweden in dem betrachteten Zeitraum verdienten.
Mit den durch Facebook angeregten, zusätzlichen Jobs wurde ein durchschnittliches Arbeitseinkommen von 44.500 Euro erzielt. Das lag 1,4 mal höher als der durchschnittliche Jahreslohn von 32.352 Euro, den "Arbeiter " in Schweden in dem betrachteten Zeitraum verdienten.
(Bild: © 2019 IHS Markit)

2011 machte Facebook seine Pläne bekannt, 2012 folgte der erste Spatenstich, 2013 die Inbetriebnahme. Es folgte 2014 eine Erweiterung des Campus durch den Bau eines zweiten Gebäudes. 2018 kündigte Facebook ein dritten Gebäudes an. Insgesamt hat der Social-Media-Konzern bisher 367 Millionen Euro für Bauleistungen schwedischer Unternehmen ausgegeben, im Durchschnitt 46 Millionen Euro jährlich. Die meisten in Schweden erbrachten Bauleistungen wurden von 2011 bis 2013 und 2015 erbracht.

Von 2011 bis 2018 kaufte Facebook Luleå für 632 Millionen Euro Ausrüstung (Industriegüter und Großhandelswaren) von schwedischen Verkäufern, im Durchschnitt also für 79 Millionen Euro pro Jahr. Weitere 105 Millionen Euro an Waren und Dienstleistungen, wie Rechts- und Management-Dienstleistungen im Wert von durchschnittlich 13,2 Millionen Euro pro Jahr gingen an schwedische Firmen.

Der Campus in Luleå beschäftigte 85 lokale Mitarbeiter als das Rechenzentrum 2013 online ging. Die Anzahl stieg bis 2018 schrittweise auf 343.

IHS Markit schätzt, dass durch die 1,2 Milliarden Euro, die Facebook von 2011 bis 2018 für den Aufbau und Betrieb des Rechenzentrums in Luleå ausgegeben hat, durchschnittlich 1.461 Arbeitsplätze pro Jahr entstanden sind, was insgesamt 1,16 Milliarden Euro zum BIP (durchschnittlich 145 Millionen Euro pro Jahr) beigetragen hat, und 520 Millionen Euro an Arbeitseinkommen generiert wurde.

Also: Von den insgesamt 2,3 Milliarden Euro an Verkaufsaktivitäten wurden fast 30 Przent - oder 700 Millionen Euro - durch zusätzliche Aktivitäten innerhalb der Lieferkette in Schweden unterstützt (indirekte Auswirkungen). Für jede 100 Euro, die Facebook in Schweden für Bau und Betrieb ausgab, wurden 93 Euro zusätzlich für den BIP der schwedischen Wirtschaft angeregt.

Facebook in Irland

Die Investitionen in Irland reichen noch weiter zurück: Im Jahr 2009 hatte Facebook seinen internationalen Hauptsitz in Dublin errichtet. Die Dienstleistungen sind 2011 bis 2018 um 170 Prozent gewachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 13 Prozent entspricht. Der Anteil der Informationsdienste in Irland an der Gesamtproduktion in Westeuropa sind 5,8 Prozent im Jahr 2011 auf 11,9 Prozent im Jahr 2018 gestiegen.

Im gleichen Zeitraum konnte Irland seinen weltweiten Anteil erhöhen - von 1,7 Prozent auf 3,2 Prozent. Im Jahr 2011 wurden 48.500 Beschäftigte gezählt, die in der IT- und Telekommunikationsbranche angesiedelt waren, im Jahr 2018 waren es 83.000. Das entspricht einem Durchschnittswachstum von (CAGR) 8 Prozent. Im gleichen Zeitraum ist der gesamte Anteil der IT-Arbeitsplätze in Irland von 2,5 Prozent auf 3,6 Prozent gestiegen.

Im Januar 2016 kündigte Facebook an, seine Präsenz in Irland zu erweitern und ein Rechenzentrum in der Nähe des Dorfes Clonee, Grafschaft Meath, rund 16 Kilometer außerhalb von Dublin, zu eröffnen. Das Clonee-Rechenzentrum hat also den bereits lebendigen und wachsenden ITK-Sektor des Landes noch verstärkt.

Die Rahmenbedingungen

Zugleich hat die Facebook-Präsenz zum Wirtschaftswachstum der Grafschaft Meath beigetragen. In den Jahren 2011 bis 16 wuchs die Bevölkerung dort um 5,9 Prozent und damit etwas stärker als in der benachbarten Grafschaft Dublin (5,7 Prozent). Irland hat zudem die jüngste Bevölkerung in der EU – das Bevölkerungswachstum im Jahr 2017 war fünfmal höher als in der EU. Das hat etwa dazu beigetragen, einen zuverlässigen Arbeitsmarkt im Land zu schaffen. Die Beschäftigung in der Grafschaft stieg um 6,1 Prozent, während die Arbeitslosenzahlen von 2011 bis 2016 um 35,0 Prozent sanken.

Der Bau des Clonee-Datacenter begann 2015. Die Website wurde 2018 in Betrieb genommen und 2019 kündigte Facebook an, die Größe des Anwesens fast zu verdoppeln. Seit 2018 arbeiten 500 Vollzeitbeschäftigte dort.

  • Direkt für den Clonee-Campus hat Facebook in Irland bislang 912 Millionen Euro ausgegeben per Warenbeschaffung und Dienstleistungen, an denen jährlich insgesamt 1.316 Arbeitsplätze hängen.
  • Von 2015 bis 2018 waren das für Baumaßnahmen rund 596 Millionen Euro - durchschnittlich 149 Millionen Euro pro Jahr.
  • Für das Clonee-Rechenzentrum wurde während der Bauzeit Ausrüstung im Wert von 108 Millionen Euro von irischen Lieferanten beschafft.
  • Die Investitionen generierten zusätzlich Güter und Dienstleistungen von insgesamt 209 Millionen Euro.

Die direkten Ausgaben von Facebook im Zeitraum 2015 bis 2018 trugen insgesamt 599 Millionen Euro zum irischen BIP bei, ein Jahresdurchschnitt von 150 Millionen Euro, und bedeuteten 358 Millionen Euro an Einkommen. Die Gesamtausgaben beliefen sich also auf 912 Millionen Euro, die zu weiteren 628 Millionen Euro an indirekten und induzierten Ausgaben führten. Die Gesamtsumme von 1,5 Milliarden Euro bedeutet somit, dass der Multiplikator 1,7 beträgt im Verhältnis zu den direkten Ausgaben von Facebook.

Auswirkungen der Facebook-Rechenzentren auf den Output (Verkaufsaktivität) in Irland, Angaben in Euro
Auswirkungen der Facebook-Rechenzentren auf den Output (Verkaufsaktivität) in Irland, Angaben in Euro
(Bild: © 2019 IHS Markit)

Die Facebook-beschäftigten verdienten im Berechnungszeitraum von 2015 bis 2018 pro Jahr durchschnittlich 68.002 Euro - 1,7 Mal mehr als das 2018 landesweites durchschnittliche Jahreseinkommen von 38.87115 Euro.

Facebook in Dänemark

Das Investment in Dänemark ist das jüngste europäische Präsenzprojekt. Im Januar 2017 gab Facebook bekannt, in Odense, der drittgrößten Stadt in Dänemark mit einer Bevölkerung von 202.300 Einwohnern im Jahr 2018, ein Rechenzentrum zu errichten.

Im vergangenen Jahrzehnt ist die Beschäftigung in der Region etwas schneller gewachsen als in Dänemark insgesamt. 2017 entfielen 73 Prozent der Arbeitsplätze auf drei Industriezweige: öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheit (37 Prozent); Handel und Verkehr (25 Prozent) sowie Unternehmensdienstleistungen (12 Prozent). Im Jahr 2017 betrug der Anteil der Arbeitsplätze im Bereich Informations- und Kommunikationsdienste bezogen auf die Region 4,4 Prozent - 3,7 Prozent für ganz Dänemark. Die höhere Konzentration von ICT-Kräften habe den Entschluss, sich in Odense anzusiedeln gefördert, so die Studie zu Facebook.

Zwar fiel der erste Spatenstich in Odense 2017, doch zwischen 2016 und 2018 gab Facebook 554 Millionen Euro bereits für Bauleistungen dänischer Unternehmen aus, 185 Millionen Euro pro Jahr. Die von diesen Investitionen beeinflussten Investitionen betrugen im Jahr 2016 rund 1,2 Milliarden.

Die indirekten Ausgaben, auch bekannt als Supply-Chain-Ausgaben, beliefen sich im Zeitraum 2016 bis 2018 auf insgesamt 362 Millionen Euro. Für je 100 Euro, die Facebook bei Bauzulieferern in Dänemark ausgab, wurden 10 Euro im Groß- und Einzelhandel für lokal bezogene Waren und Dienstleistungen wieder ausgegeben.

Wirtschaftliche Auswirkungen von Facebook in Dänemark im Zeitraum 2016 bis 2018, geordnet nach Branchen
Wirtschaftliche Auswirkungen von Facebook in Dänemark im Zeitraum 2016 bis 2018, geordnet nach Branchen
(Bild: © 2019 IHS Markit)

1.843 Arbeitsplätze schufen die Facebook-Investitionen in einem Jahr beziehungsweise ein Einkommen an 315 Millionen Euro. Damit liegt der Verdienst einzelner bei 56.923 Euro pro Jahr, 2,3 mal höher als im nationalen Durchschnitt und 2,6 mal höher als 2017 in Odense.

Facebook und der Klimaschutz

Da der Klimawandel die Herausforderungen der Zukunft dominiert, hat Facebook Anstrengungen unternommen, um seine eigenen Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, seine globalen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 75 Prozent zu reduzieren. Dies entspricht den Zielen der EU für 2020 und 2030, die Emissionen um 20 Prozent beziehungsweise 40 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken. Weltweit hat Facebook seine Treibhausgasemissionen zwischen 2017 und 2018 um 44 Prozent reduziert.

Der durchschnittliche PUE beträgt laut Facebook 1,11 über alle Rechenzentren hinweg. In seinen europäischen Rechenzentren verwendet der Konzern zwei Arten der Kühlung: direkte Luftkühlung in Luleå und indirekte adiabatische Kühlung in den Rechenzentren von Clonee und Odense. Darüber hinaus ist Odense mit einer Infrastruktur für die Wärmerückgewinnung ausgestattet, so dass es entweder mit indirekter Luftkühlung betrieben werden kann oder im Wärmerückgewinnungsmodus.

Prozess der Wärmerückgewinnung in Odense-Rechenzentrum von Facebook
Prozess der Wärmerückgewinnung in Odense-Rechenzentrum von Facebook
(Bild: © 2019 Facebook/IHS Markit/Shutterstock: 1747421)

Zudem hat sich der Hyperscaler das Ziel gesetzt, seine Aktivitäten im Jahr 2020 zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Im Jahr 2018 nutzte das Unternehmen zu 75 Prozent erneuerbaren Energien. Die europäischen Datacenter werden schon komplett durch saubere und erneuerbare Energien unterstützt, angefangen von Windparks in Irland an Wasserkraftwerke in Schweden.

Der Strom soll aus der Region kommen, in der auch das jeweilige Rechenzentrum angesiedelt ist, zum Beispiel umfasst das nordische Stromnetz und der damit verbundene North-Pole-Markt das Baltikum, Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden. Einkauf von erneuerbarer Energie innerhalb dieses Marktes soll sicherstellen, dass die Erzeugungsressourcen länderübergreifend zum Nutzen aller Verbraucher und der Umwelt optimiert werden.

Versorgungsbeispiele

So ermöglicht eine kürzlich auf Facebook eingegangene Verpflichtung gegenüber der Vermögensverwaltungsfirma Luxcara, in zwei norwegische Windparks zu investieren. In Luleå hat Facebook eine15-Jahres-Vereinbarungen über den Kauf von Strom abgeschlossen, um zu 100 Prozent Energie aus den beiden neuen Windprojekten Eikeland-Steinsland und Gravdal Skinansfjellet, eine eine 400-Millionen-Euro-Investition, zu beziehen. Die zwei Windkraftprojekte sind zusammen als Bjerkreim-Cluster bekannt und werden 294 Megawatt an erneuerbaren Energien der Kapazität dem nordischen Stromnetz hinzufügen.

Für die Versorgung von Clonee schloss Facebook 2016 ein langfristiges Abkommen über die Lieferung erneuerbarer Energien mit Brookfield Renewable Irland. Brookfield stimmte zu, das Clonee Datacenter und die irischen Büros von Facebook zu beliefern. Der Strom, 378 Megawatt, stammt aus Onshore-Windkraftanlagen in der Republik Irland.

Facebook fördert

Die Gemeinden, in denen Facebook Rechenzentren gebaut hat, profitieren aber auch von direkten Investitionen und Fördermaßnahmen. So hat der Konzern in Luleå ein Stipendienprogramm aufgelegt, in das zwischen 2014 und 2018 n 49 Projekte 428.466 Euro geflossen sind. Profitiert haben etwa Luleå Makerspace, Teknikens Hus und Ung Scen Norr sowie viele lokale Schulen.

Der etwa 200 Hektar große Clonee-Rechenzentrums-Campus von Facebook befindet sich am Rand eines landwirtschaftlichen Gebietes der Grafschaft Meath. Während der Bauarbeiten in den Jahren 2016 und 2017 erfuhr Facebook, dass die irischen Biene dort vom Aussterben bedroht ist, weil Nahrungsquellen und sichere Ei-Ablageplätzen fehlen.

Zusammen mit dem Nationalen Biodiversitäts-Datacenter initiierte Facebook ein Programm zur Ausweitung der lokalen einheimischen Pflanzenvielfalt und führte ein lokales Imkerprogramm ein. Heute umfasst dieses zehn Bienenstöcke und beherbergt mehr als 500.000 Bienen. Jeder Bienenstock wird von mindestens drei Mitarbeitern betreut und Schulungen ermutigten Mitarbeiter zu eigenen Bienenstöcken. Im landesweiten Bemühen,die Bienenanzahl zu erhöhen, auch um die Ernte-Erträge der lokalen Bauern zu steigern, erhielt Facebook die Akkreditierung als Geschäftspartner des Plans „All-Ireland Pollinator“.

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Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin DataCenter-Insider, DataCenter-Insider