Paradigmenwechsel im Rechenzentrum

Wie kommt man ins Software Defined Datacenter?

| Autor / Redakteur: Ulf Schitkowsky / Ulrike Ostler

SDDC bedeuted mehr Dynamik im Rechenzentrum; denn die Infrastrukltur wird programmierbar.
SDDC bedeuted mehr Dynamik im Rechenzentrum; denn die Infrastrukltur wird programmierbar. (Bild: Thomas Zajda/ Fotolia.com)

Virtualisierte Server sind noch kein Software Defined Datacenter (SDDC). Doch zeigt sich, wohin die Reise gehen soll: Vollständige Entkopplung der Anwendungen von ihrer physischen Grundlage auf allen Infrastrukturebenen – mit dem Ziel einer umfassenden Automation im Rechenzentrum. Doch ist noch offen, auf welchem Weg aus der SDDC-Vision Wirklichkeit werden soll.

Auf eine einfache Formel gebracht, dehnt das Software Defined Datacenter die Idee der Servervirtualisierung auf alle anderen Infrastrukturebenen im Rechenzentrum aus: Ähnlich wie virtuelle Maschinen avancieren im SDDC auch Netzwerk, Storage und Security zu reinen Services, die weitgehend unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware sind.

Die konsequente Service-Orientierung sorgt für eine logische Trennung der operationellen von der physischen Infrastrukturebene – und legt so den Grundstein für eine durchgängige Automatisierung des gesamten IT-Betriebs. Dazu kommt, dass sich Kosten- und Flexibilitätsvorteile von SDDC nur entfalten können, wenn sich in der IT-Organisation ein Wandel vollzieht: weg von siloorientierten Rollen, hin zu einer Aufgabenverteilung, die stärker an durchgängigen Serviceprozessen ausgerichtet ist.

Gute Gründe für SDDC

Ein offenkundiger Vorteil der SDDC-Vision ergibt sich aus der Geschwindigkeit, mit der neue Services bereitgestellt werden können. Der Bereitstellungsprozess ist seinerseits über Selbstbedienungsportale mit hinterlegten Templates vollständig automatisierbar bis hin zur Abrechnung aller genutzten Dienste.

Für Unternehmen bedeutet dies zweierlei: Zum einen lassen sich neue Anwendungen innerhalb kürzester Zeit implementieren – genauso schnell sind Geschäftsprozesse an neue Anforderungen anpassbar. Angesichts der zunehmenden Marktdynamik in vielen Wirtschaftszweigen ist das ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil.

Zum anderen geht die Anpassungsfähigkeit der IT mit umfassender Kostentransparenz einher: Im SDDC ist der IT-Kostenanteil jedes einzelnen Geschäftsprozesses genau ersichtlich. Der künftige Kapazitätsbedarf lässt sich vorausschauend planen – IT-Investitionen erhalten somit eine fundiertere Entscheidungsgrundlage.

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