Maintenance als Service

Wer macht und überwacht eigentlich die Wartungsverträge?

| Autor / Redakteur: Birgit Lehmann* / Ulrike Ostler

Im Fall von Datacenter-Wartung beziehungsweise SLAs zeigt sich Birgit Lehmann von Axians überzeugt, dass es nicht heißen muss: Neue Besen kehren gut, sondern externe.
Im Fall von Datacenter-Wartung beziehungsweise SLAs zeigt sich Birgit Lehmann von Axians überzeugt, dass es nicht heißen muss: Neue Besen kehren gut, sondern externe. (Bild: gemeinfrei - jackmac34/Pixabay / CC0)

Ordentliche Wartung kostet viel Zeit, die die IT-Abteilungen oft nicht haben. Ein externer Dienstleister kann einspringen: Er behält die Wartung im Blick und könnte gar Kosten sparen.

In allen Lebensbereichen spielen das Internet und IT allgemein immer entscheidendere Rollen. Vor allem in der Geschäftswelt werden nahezu alle Prozesse über die IT abgewickelt. Bei einem Ausfall steht dann die Arbeit still – eine präzise und gründliche Wartung der Systeme ist daher unverzichtbar.

Früher war alles ganz einfach: Man setzte im Rechenzentrum Produkte von vorwiegend einem Hersteller ein und bezog die Wartung direkt über ihn – heute sieht das anders aus: Oft setzen Unternehmen Lösungen diverser Hersteller ein.

So entstehen mit der Zeit Insellösungen mit der Begleiterscheinung, dass sich individuelle Wartungsverträge mit voneinander abweichenden Endzeiten sukzessive anhäufen. Bei diesem bunten Strauß an Verträgen und Variablen ist es nicht verwunderlich, wenn Unternehmen den Überblick verlieren, Verträge unbemerkt ablaufen und die zugehörigen Systeme nicht mehr unter Wartung stehen.

Immer unpassend: End of Service

End-of-Service-Termine, also die Zeitpunkte, an denen Hersteller für Systeme keine Wartung mehr anbieten, sorgen für zusätzlichen Zündstoff. Diese Situation stellt ein großes Sicherheitsrisiko dar: Bei einer Störung leistet der Hersteller nach Ablauf des Vertrags nur noch einen „Break and Fix“-Support, aber nur, wenn das Unternehmen schriftlich bestätigt, für sämtliche anfallenden Kosten aufzukommen – bei einem Software-Problem muss sogar ein neuer Wartungsvertrag abgeschlossen werden, bevor der Hersteller tätig wird.

Aber auch schon viel früher kann bei der Wartung einiges schiefgehen: Vor dem Abschluss eines Wartungsvertrages mit einem Hersteller, gilt es, den für das Unternehmen optimalen Vertrag auszuwählen: Einzelne Hersteller bieten Verträge mit bis zu 15 verschiedenen Service Levels.

Die passenden Service Level Agreements (SLAs) zu finden, wird schnell zur Sisyphusarbeit. Hinzu kommt, dass die Prüfung, ob alle Systeme auf dem neusten Stand sind oder Updates benötigt werden, ebenfalls in den Bereich Wartung fällt und mit hohem Zeitaufwand verbunden ist.

Dienstleister kann für Abhilfe sorgen

IT-Abteilungen sollen sich auf Innovationen und auf das Vorantreiben des Geschäftserfolgs fokussieren. Dank eines externen Dienstleisters, der sich auf die Wartung des Datacenter spezialisiert hat, lassen sich beide Anforderungen in Einklang bringen.

Über den zertifizierten Partnerstatus bei den relevanten Herstellern kann die IT-Abteilung sicherstellen, dass der gewählte Wartungsdienstleister die erforderlichen Fachkenntnisse mitbringt. Die Experten müssen ihr Know-how in speziellen Schulungen erwerben, ansonsten bleibt ihnen dieser Status verwehrt. Er sichert zu, dass der Dienstleister in der Lage ist, umfassend zu beraten, gute Konditionen auszuhandeln und schnell auf Probleme zu reagieren.

Ein zertifizierter Dienstleister kümmert sich um die einzelnen Wartungsthemen und das Unternehmen kann sich darauf verlassen, dass alle Systeme mit den erforderlichen Wartungsverträgen abgedeckt sind. Er wählt, basierend auf den Anforderungen des Unternehmens, geeignete Verträge und Laufzeiten aus. Bei Bedarf kann er Verträge konsolidieren.

Entlastung und die richtigen Konditionen

So werden mehrere Verträge zu einem einzigen Vertrag mit einem gemeinsamen Start- und Endtermin zusammengeführt. Das spart während der Vertragslaufzeit erheblichen organisatorischen Arbeitsaufwand ein. Unabhängig davon kann der Dienstleister überwachen, ob SLAs auch eingehalten werden und Sonderkonditionen mit einem Hersteller aushandeln, wenn das Unternehmen mehrere Verträge mit diesem hat.

In seiner Funktion als Berater unterstützt der Dienstleister auch, wenn es um die schwierige Entscheidung zwischen einer Verlängerung eines Wartungsvertrages und der Anschaffung eines neuen Systems geht. Trotz der entstehenden Migrationskosten kann sich der Austausch bezahlt machen.

Denn gemessen am Leistungsumfang werden Systeme in der Tendenz immer preiswerter, die Verlängerung der Wartung dafür dagegen eher immer kostspieliger. Hier hilft der Dienstleister mit seiner genauen Kenntnis der Hersteller-SLAs Licht ins Dunkel zu bringen und ein gutes Angebot auszuwählen.

Transparenz ist der Schlüssel

Birgit Lehman beantwortet die Frage „Wie bekomme ich die Wartung von Servern verschiedener Hersteller unter einen Hut?": Mithilfe eines Dienstleisters.
Birgit Lehman beantwortet die Frage „Wie bekomme ich die Wartung von Servern verschiedener Hersteller unter einen Hut?": Mithilfe eines Dienstleisters. (Bild: Axians)

Ein guter Dienstleister schafft Transparenz und löst die Komplexität auf: Der Spezialist handelt stets im Interesse des Kunden und ist bestrebt, die für ihn beste Lösung zu finden. Gemeinsam mit dem Unternehmen wägt der Ansprechpartner die Vor- und Nachteile der zugrunde liegenden Angebote ab und wählt die für den Individualfall beste Lösung aus.

Generell erscheint es lohnenswert, bei Wartungsservices auf einen externen Dienstleister zurückzugreifen. Anstatt eigene Mitarbeiter abstellen zu müssen, die sich das ganze Jahr über mit den verschiedensten Verträgen und Laufzeiten beschäftigen, kümmern sich dann Experten darum.

Diese verfügen im besten Fall gleichermaßen über Durch- und Überblick in den diversen Vertragsdschungeln, kennen die Vor- und Nachteile aller Varianten im Detail und kommen so viel schneller und fundierter zu belastbaren Ergebnissen. Währenddessen sparen Unternehmen Zeit, Kosten und Ressourcen und können sich mit ihren fachlichen Tätigkeiten voll auf die Unterstützung des Geschäftserfolgs konzentrieren.

* Birgit Lehmann ist Business Leader für den Bereich Wartung & Service bei Axians IT Solutions.

Was meinen Sie zu diesem Thema?
Nicht unabhängig, eigeners Interesse - das braucht kein Kunde - netter Versuch, aber als bist Du...  lesen
posted am 05.11.2018 um 23:06 von Unregistriert


Mitdiskutieren
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45578706 / Services)