Ein Vergleich der Lizenzkosten von Hyper-V und vSphere, Teil 1

Wer bietet Virtualisierung billiger? VMware oder Microsoft?

| Autor / Redakteur: Beth Pariseau / Ulrike Ostler

Lizenzkosten für Virtualisierungsprodukte von VMware und Microsoft nachzurechnen ist eine Fleißarbeit
Lizenzkosten für Virtualisierungsprodukte von VMware und Microsoft nachzurechnen ist eine Fleißarbeit

Gemeinhin herrscht die Meinung “Hyper V von Microsoft kommt billiger als vShpere von VMware, aber vSphere wartet mit mehr und ausgefeilteren Features auf.“ Doch ist das tatsächlich so? Schließlich mag mehr von der Größe der Installation und der Art des virtualisierten Workload abhängen als vermutet und die Einschätzung wird falsch. Hier der Vergleich.

Beide Anbieter bieten lizenzfreie Hypervisoren für den Standalone-Betrieb zum Download an; beide Produkte haben einen eingeschränkten Funktionsumfang. Der vShpere-Hypervisor kostet erst einmal nichts, wenn er für die Konsolidierung auf einem Single-Host installiert wird und ohne Live-Migration oder andere Funktionen auskommt.

Hyper-V Server, nun in der 2012er Version erhältlich, besteht aus einer abgespeckten Code-Basis, die lediglich den Windows-Hypervisor, das Windows-Server-Treiber-Modell und Virtualisierungs-Komponenten enthält. Der Standalone-Hypervisor enthält genau dieselben Features, die Hyper-V für das Windows-Betriebssystem mitbringt, inklusive Live-Migration. Trotzdem gibt es laut der Microsoft-Website fallweise Beschränkungen für Windows-Umgebungen. Der Hersteller schlägt deshalb den Einsatz für Linux, VDI, Tests und Entwicklung vor.

Wenn man unten anfängt ….

Ein Einstieg in die Virtualisierung mit vSphere Starter Kit kostet weniger als die Windows-Lizenzen, die typischer Weise gebraucht werden, um eine Hyper-V-Umgebung aufzubauen. Das „VMware vSphere Essentials Plus” Kit beispielsweise, das für drei Hosts mit zwei Prozessoren gedacht ist, schließt die Funktion High Availability ein, “vMotion” und das Backup-Utility „VMware Data Recovery“. Wenn die Infrastruktur größer wird, kann der Kunde jederzeit seine bestehende Umgebung erweitern - durch weitere Lizenzen.

Das Paket ist gedacht für 20 virtuelle Maschinen (VMs), aber die Anwender können so viele VMs aufsetzen, wie das „vRAM“-Limit erlaubt, also bis zu 192 Gigabyte. Der Kostenpunkt liegt bei 5.619 Dollar inklusive Support auf ein Jahr für die Produktivumgebung.

Zur Zeit können Anwender drei Varianten des Microsoft-Betriebssystems „Windows 2008 R2“ lizenzieren. Die Standard Edition kostet im Volumenlizenzprogramm, „Open License Program (OLP), 711 Dollar pro Server. Damit hat der Käufer einen Anspruch auf eine virtuelle Maschine. Drei Server zu diesem Standard-Level lizensiert, würden also drei VMs erlauben.

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