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VMware gegen Microsoft: Preis-Scharmützel
Merke: Sowohl Microsoft als auch VMware bieten große Nachlässe, um ihre Anteile am Virtualisierungsmarkt zu erhöhen. Das jüngste Schlachtfeld tut sich allerdings beim Cloud-Management auf.

Jedenfalls führt Microsoft ins Feld, dass Kunden im High-end für weniger Geld ein komplettes Äquivalent für die vollständige VMware-Management-Suite bekommen, inklusive „vCloud Director“ und „vCenter Operations“. Doch rechtfertigen die Einsparungen, die sich bei Hyper-V gegenüber VMware ergeben einen Wechsel?
VMware wiederum zieht heran, dass die Microsoft-Hypervisor-Qualitäten in Windows 2008 R2 SP1 eher ganz nah an dem liegen, was VMware mit seiner Standard-Lizenz zu bieten hat. Ein solcher Vergleich wäre fairer.
Neue Releases, neue Kalkulation
Jedenfalls mag das Verhältnis von Host und VMs (VM density) noch ein Faktor bei der Evaluierung der Plattformen eine Rolle spielen. De facto sind die großen Unterschiede jedoch mit dem Erscheinen von Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 (SP1) im Jahr 2010 so gut wie verschwunden, als das Feature „Dynamic Memory“ eingeführt wurde.
Zwar gibt es Unterschiede zwischen Dynamic Memory und dem „Memory Overcommit“ von VMware, aber für das Durchschnittsunternehmen, das Hyper-V nutzt, bedeutet Dynamic Memory lediglich einen kräftigen Schubs in Richtung Konsolidierung. Das Verhältnis hängt von den Workloads ab, die bewältigt werden müssen. Anwender berichten von einem 35-zu-1- bis zu 50-zu-1-Faktor, wenn Windows Server 2008 R2 SP1 auf den Hosts läuft, bei 96 Gigabyte RAM.
Allerdings gilt nach wie vor, dass sich für die Anwender, die die Effizienz auf höchste Stufen treiben oder kritische Hochleistungs-Workloads virtualisiert fahren wollen, vSphere 5 empfiehlt. Denn die VMware-Suite punktet (noch) mit der höheren Skalierbarkeit sowie mit dem Memory Overcommit.
Schöne Aussichten
VMware Deutschland sagt über das Feature: „Ja, Microsoft hat hier aufgeholt – doch sind die Werte weiterhin nicht vergleichbar.“ Das Gesamtpaket sei wichtig.
Weitere Punkte wie proaktives Management der VMs, Analyse der Infrastruktur (beides mit vCenter Operations Manager) – intregiert in die vSphere Management GUI. Darüber hinaus gebe es Themen, die hier nie angesprochen werden, etwa Security in dynamischen Infrastrukturen (dafür beiet VMware „vShield“) und die Integration der Infrastrukturkomponenten in die Verwaltung mittels vCenter Server („EcoSystem“).
Bald jedoch kommt Windows Server 2012 heraus. Dann ändert sich das Spiel erneut. Denn schon jetzt lässt die Vor-Version „Release Candidate“ erkennen, dass neue Features eine höhere Skalierung zulassen werden, ein höheres Host-VM-Verhältnis und die Tauglichkeit für unternehmenskritische Anwendungen steigt.
Die Autorin:
Die US-Kollegin Beth Pariseau schreibt für diverse TechTarget-Kanäle (siehe: Kasten).
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