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Aufzug in die mittleren Etagen
ITler konnten mit der Standalone-Version des Toolsets „Microsoft System Center Virtual Machine Manager“ 2008 (SCVMM) immer eine durchaus signifikante Zahl an virtualisierten Hosts zum Listenpreis von 259 Dollar verwalten. Jetzt gibt es die Version 2012 und Kunden bekommen SCVMM für mehr als zwei Betriebssystem-Umgebungen (OSEs) pro Host, wenn sie die Suite zum Datacenter-Level für 3.607 Dollar und für zwei Prozessoren kaufen.
Auf der VMware-Seite ist zu verbuchen, dass Kunden nach wie vor die Stand-alone-Option haben, eine „vCenter“-Instanz für 4.995 Dollar zu kaufen, plus Anspruch auf Support und Subscription (SnS). In einer Umgebung mit 15 Dual-Socket-Hosts und 150 VMs, kostet die Ausstattung mit Der Standard-Edition bei 995 Dollar pro Prozessor 29.850 Dollar. Kommt vCenter mit den 4.995 Dollar, sowie der jeweilige Support dazu, belaufen sich die Kosten auf 45.784 Dollar. Ein zusätzlicher Faktor sind die 150 Windows-Standard-Lizenzen; in Summe ergeben sich 152.434 Dollar.
Wie VMware Deutschland mitteilt, handelt es sich bei der Annhame von 15 Host mit insgesamt 150 VMs um eine schlechte Ratio –10:1 per Host. „Normalerweise ist unsere Ratio bei 2 VMs per Core. Bei einem Dual Socket Quad Core Server wären dies 16 VMs pro Host. Somit braucht man „nur“ 10 Hosts für diese Rechnung – wir rechnen mal mit 12 Hosts!“, sagen Martin Niemer und Erwin Breneis von VMware.
Teuer ist relativ
„Hier wird zudem wieder mit der Windows Standard Lizenz gerechnet – pro VM 71. In einem solchen Umfeld würde man sicher auf die Datacenter Lizenz (per Socket) gehen: Das aber bedeutete: 24 (12 Host a 2 Sockets) x 2.357 = 56.568 daraus ergibt sich eine Differenz von knapp 50.000 Dollar.

In der Microsoft-Rechnung wären zunächst einmal die 30-Prozessor-Windows-Datacenter-Lizenzen zu verbuchen: 70.710 Dollar, ohne Software Assurance. Die passende Anzahl an Lizenzen für die System-Center-Suite käme auf 54.105 Dollar. Die Lizenzkosten für das Microsoft-Betriebssystem und das Virtualisierungs-Management lägen bei 124.815 Dollar. Inklusive Software Assurance kommen Anwender somit auf einen Listenpreis von 160.155 Dollar.
Anmerkung von VMware Deutschland: „Das muss eigentlich mitsamt der Software Assurrance (SA) verglichen werden, da SA ja auch im VMware im Preis enthalten ist: Das aber hieße: Microsoft ist teurer!“
Ankommen in der Teppich-Etage
Setzt man eine Umgebung mit 500 VMs und 34 Dual-Socket-Hosts voraus (unter der Annahme, dass sich eine 15:1-Konsolidierung für beide Hypervisoren empfiehlt), würde die vSphere-Standard-Lizenz 95.868 Dollar kosten inklusive Support für vSphere und vCenter. Die Lizenz für vSphere Enterprise hingegen kostete unter denselben Voraussetzungen 250.636 Dollar und die Enterprise-Plus-Lizenz 303.336 Dollar.
VMware Deutschland macht aufmerksam: „Hier wird plötzliche eine höhere Ratio verwendet.“ Doch nicht berechnet werde, dass in solchen Umgebungen meist auch leistungsfähigere Serverzum Einsatz kämen und dort die Dichte der VMs per Host ansteige. Die Essenz: „Hier kann MS nicht mithalten.“
Um die Betriebssystem-Kosten hinzu zu fügen, ist davon auszugehen, dass in Installationen dieser Größenordnung verschiedene Betriebssystem zum Einsatz kommen. Als Berechnungsgrundlage soll die Annahme dienen, dass die Hälfte der VMs mit Windows lizenziert sind. Die Kosten dafür summieren sich auf 273.618 Dollar in der Standard-Edition, 428.386 Dollar im Fall der Enterprise Edition und 481.086 Dollar mit Enterprise Plus.
Mit Standrad-Lizenzen kommt man hier nicht weit
VMware Deutschland weist darauf hin, dass hier wieder mit der Windows Standard Lizenz gerechnet wird: 50 Prozent Windows VMs – somit 250x711 – rechne man aber mit der Datacenter Lizenz. Dann wäre ein Unternehmen unter der Annahme „die Hälfte der CPUs“ bei 120.000 statt 177.750 Dollar. Dazu komme noch die höhere Dichte der VMs auf vSphere. Das aber bedeute: weniger Hosts – und schon verschiebt sich das Ergebnis.
Die Windows Datacenter-Lizenz würde auf 160.276 Dollar kommen – bei unbegrenztem Support für Memory und CPU-Ressourcen.
Anmerkung von VMware: Die Rechnung stimmt nicht ganz: 34 Host a 2 CPUs sind 68 CPUs, 68CPUs x 3.535 Dollar (Windows Datacenter Edition mit SA) = 240.380 Dollar.
Rechnen mit Limits
Die VMware Standard-Lizenz hingegen trägt das Limit von 2,1 Terabyte in sich oder 4,35 Gigabyte pro VM, bei gleichmäßiger Verteilung. In der Enterprise-Lizenz steckt die vRAM-Grenze von 4,3 Terabyte oder 8,7 Gigabyte pro VM bei gleichmäßiger Verteilung. Bei Enterprise Plus gilt ein vRAM-Pool von 6.5 Terabyte oder 13 Gigabyte pro VM.
Bei einer Microsoft-Lösung kämen in jedem Fall die System-Center-Kosten noch dazu. Bei 68 Prozessoren läge der Preis bei 122.638 Dollar, Für das Host-Betriebssystem ohne Software Assurance, kämen 282.914 Dollar hinzu, mit SA 33.018 Dollar. Es gäbe aber auch noch eine Ausführung für „Core Infrastructure“ (Enrollment for Core Infrastructure, ECI), ein Bundle von System Center und Windows Betriebssystem für einen Listenpreis von 5.056 Dollar pro Prozessor. Nach diesem Lizenzschema käme ein Unternehmen auf Gesamtkosten von 343.808 Dollar.
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