Neuer Fujitsu-Server Primequest 3800B knackt Bestmarke

Weltrekord im SAP-Benchmark-Test

| Autor: Ludger Schmitz

Weltrekord im SAP-Benchmark-Test: Fujitsu Primequest 3800B
Weltrekord im SAP-Benchmark-Test: Fujitsu Primequest 3800B (Bild: Fujitsu)

Bei dem kürzlich vorgestellten Server Primequest 3800B hat es Fujitsu offenbar geschafft, die Komponenten optimal auf hohe Leistung abzustimmen. SAP bestätigt hervorragende Messergebnisse im Leistungstest.

Dass Fujitsu den Server Primequest 3800B vorstellte, ist ist jetzt vier Wochen her. Damals war von Nutzung für In-Memory-Datenbanken, Datenbankanalysen in Echtzeit und geschäftskritische Anwendungen die Rede. Kurz: Dafür muss so ein Rechner schon reichlich Performance bieten. Dass dieser Server die auch mitbringt, hat sich jetzt bestätigt.

Die Latte liegt jetzt bei 562.100 SAPS-Punkten

Ein Primequest 3800B mit maximaler Ausstattung hat, wie Fujitsu meldet und SAP zertifiziert einen neuen Weltrekord für „SAP Standard Application Benchmarks“ aufgestellt. Der Rechner kam auf eine durchschnittliche Dialog-Antwortzeit von 0,78 Sekunden. Die Zahl der „Fully processed order line items per hour“, dies ist https://www.sap.com/about/benchmark/measuring.html der entscheidende Faktor, betrug 11.242.000. Damit erreichte das System 562.100 SAPS nach dem SAP Application Performance Standard (SAPS).

Der getestete Server lief mit Windows Server 2012 R2 Standard Edition, SQL Server 2012 und dem „SAP enhancement package 5 for SAP ERP 6.0“. Die durchschnittliche Antwortzeit der Datenbank im Dialog betrug übrigens 0,008 Sekunden. Der Rechner war bestückt mit acht Prozessoren des Typs Intel Xeon Platinum 8180. Diese haben pro CPU 28 Cores, insgesamt also 224 Rechenkerne, 64 KB Level-1-Cache, 1024 KB Cache auf dem Level 2 und 38,5 MB auf dem Level 3. Das Testsystem hatte ferner 3072 GB Hauptspeicher.

Technische Daten

Die Primequest-Reihe beginnt bei zwei Prozessor-Sockets. Der Speicher lässt sich mittels 96 DIMMS (DDR4, 2,666 MHz) auf 12 TB aufblasen. 16 PCIe 3.0 Slots stehen zur Verfügung. Das Ganze ist in ein Chassis von 5U Bauhöhe gefasst. Das System verwendet den UltraPath Interconnect (UPI) ohne externe Verkabelung. Die Stromversorgung ist optional doppelt redundant möglich. Zur Installation und Einrichtung sowie zum Monitoring bietet der Hersteller die „Fujitsu Server View Suite“ an, die sich auch in andere Management-Umgebungen integrieren lässt.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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