Automatisierung im Rechenzentrum

Was ist ein Playbook?

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

Die „Ansible“-Comunity gehört derzeit zu den größten und aktivsten, weil sich mit der technik etwa in Kombination mit „OpenShift“ Datacenter-IT in großem Umfang automatisieren lässt. Eine bedeutsame Rolle spielen dabei Playbooks. Autor Thomas Joos hat also gute Gründe Ansible als Erläuterungsbeispiel für Playbooks zu wählen.
Die „Ansible“-Comunity gehört derzeit zu den größten und aktivsten, weil sich mit der technik etwa in Kombination mit „OpenShift“ Datacenter-IT in großem Umfang automatisieren lässt. Eine bedeutsame Rolle spielen dabei Playbooks. Autor Thomas Joos hat also gute Gründe Ansible als Erläuterungsbeispiel für Playbooks zu wählen. (Bild: © djama - stock.adob.com)

Bei einem Playbook handelt es sich am Beispiel der Automatisierungssoftware Ansible, um ein Skript, mit dem sich Konfigurationen und Bereitstellungen von Servern und Anwendungen automatisieren lassen. Playbooks sollen im Allgemeinen Handlungen nach vorgegebenen Rahmenbedingungen vorgeben.

Playbooks werden für Ansible auch zum Download bereitgestellt, um zum Beispiel bestimmte Konfigurationen zu übernehmen, ohne diese selbst entwickeln zu müssen. Bei Ansible werden Playbooks mit YAML formatiert. YAML ist ein einfaches Format, um strukturierte Informationen in Textdateien zu speichern. Die Playbooks haben ein Minimum an Syntax, die bewusst keine Programmiersprache oder Skript sein soll, sondern ein Modell einer Konfiguration oder eines Prozesses, der durch Ansible umgesetzt wird.

Playbooks sind also die Konfigurations-, Bereitstellungs- und Orchestrierungssprache von Ansible. Auf der grundlegenden Ebene können Playbooks verwendet werden, um Konfigurationen und Implementierungen auf Remote-Computern zu verwalten. Playbooks sind so konzipiert, dass sie lesbar sind. Die Playbooks werden in einer grundlegenden Textsprache entwickelt. Es handelt sich dabei also um keine eigene Programmiersprache, sondern einer Sammlung von Anweisungen, die in einer YAML-formatierten Datei vorliegen. In Ansible werden die Playbooks mit „ansible-playbook“ ausgeführt.

Ein Playbook besteht in Ansible aus einzelnen Plays, die die Tasks enthalten, die auf den Computern ausgeführt werden, die Ansible verwaltet. Tasks sind in Ansible die Aufgaben, die auf einem Host durchgeführt werden sollen, zum Beispiel das Starten eines Dienstes. Ein Play kann auch mehrere Tasks zusammenfassen und auf einer Gruppe von Hosts ausführen.

Playbooks gibt es nicht nur in Ansible

Playbooks werden aber nicht nur im Zusammenhang mit Ansible genutzt, auch wenn das einer der am meisten verbreiteten Verwendungen darstellt. Bei Playbooks kann es sich auch in anderen Bereichen um Leitfäden für wiederkehrende sich ähnelnde Situationen handeln, die automatisiert werden sollen. Auch im Vertrieb spricht man von Playbooks. Hier sollen diese dabei unterstützen den Vertriebsprozess durch Verwendung von Best Practices zu optimieren. Mitarbeiter oder Anwender erhalten Anleitungen, wie sie in bestimmten Situationen reagieren und argumentieren sollen.

Bei Playbooks kann es sich auch um Leitfäden für bestimmte Aktionen handeln, zum Beispiel für den Umstieg in die Cloud. Mit bewährten Methoden sollen Anwender Probleme oder Herausforderungen meistern, und erhalten dazu Hinweise für die Vorgehensweise.

Auch für die digitale Transformation, zum Beispiel zum Internet of Things (IoT) gibt es Playbooks, die dabei helfen den Umstieg so ideal wie möglich durchzuführen. Dabei wird auch hier auf bereits bewährte Methoden zurückgegriffen.

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