Stromversorgung für KI-Rechenzentren Vom Netz bis zum Rack – Siemens investiert in Skeleton Technologies

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Wechselnde GPU-Lasten stellen neue Anforderungen an die Stromversorgung von KI-Rechenzentren. Siemens investiert in Skeleton Technologies, um Systeme für die Energieversorgung der KI-Infrastruktur zu entwickeln.

V.l.: Markus Grabmeier, President of Electrical Products at Siemens AG, Taavi Madiberk, CEO and Mitgründer von Skeleton Technologies und Barry Powell, President and Regional CEO of Siemens Electrical Products Nordamerika bei der Vertragsunterzeichnung in San Jose.(Bild:  Skeleton Technologies)
V.l.: Markus Grabmeier, President of Electrical Products at Siemens AG, Taavi Madiberk, CEO and Mitgründer von Skeleton Technologies und Barry Powell, President and Regional CEO of Siemens Electrical Products Nordamerika bei der Vertragsunterzeichnung in San Jose.
(Bild: Skeleton Technologies)

Der Hersteller von Superkondensatoren Skeleton Technologies will seine Fertigung in den USA ausbauen. Dafür erhält das Unternehmen eine strategische Investition von Siemens, wie Skeleton mitteilt. Die Investition bewertet das Unternehmen mit mehr als einer Milliarde US-Dollar.

Skeleton plant, mehr als 200 Millionen Dollar in den Ausbau seiner Forschung, Produktion und Entwicklung im Silicon Valley zu investieren. Geplant ist auch eine eigene Zellenfertigung in den USA. Damit soll die Wertschöpfungekette vollständig in den USA liegen – und zwar von den Zellen bis hin zu den fertigen Systemen.

40 Prozent Energieeinsparung durch Superkondensatoren

Die Zusammenarbeit zielt vor allem auf die Stromversorgug von KI-Rechenzentren ab: Da die GPUs innerhalb von Millisekunden zwischen den verschiedenen Leistungszuständen wechseln, entstehen darauf schnelle Lastwechsel, was eine erhöhte Anforderung an die Stromversorgung verursacht.

Skeleton entwickelt Hochleistungssysteme auf Basis von Superkondensatoren. Diese sollen laut Hersteller die Leistungsschwankungen ausgleichen und Oberschwingungen reduzieren. Nach Angaben des Unternehmens ermögliche das Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent und zweistellige Leistungssteigerungen bei GPUs.

Vom Stromnetz bis zum Server-Rack

Die Investition baut eine bestehende Partnerschaft aus. Siemens unterstützte Skeleton bereits 2023 bei seiner Expansion. Siemens Digital Industries plante und automatisierte zudem die „SuperFactory“ des Unternehmens in Leipzig.

Die Unternehmen wollen ihre Kompetenzen bei elektrischer Infrastruktur und schnell reagierenden Stromversorgungssystemen verbinden. Gemeinsam sollen sie Produkte für die nächste Generation von KI-Rechenzentren entwickeln und vermarkten. Der Ansatz reicht laut Mitteilung vom Stromnetz bis zum Server-Rack.

Skeleton Technologies wurde vor mehr als zehn Jahren gegründet und entwickelt Hochleistungssysteme auf Basis eines eigenen Graphenmaterials und der Superkondensator-Technologie. Das Unternehmen adressiert neben Rechenzentren auch Anwendungen in Stromnetzen, Mobilität sowie Luft- und Raumfahrt.

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