KI-Trends 2027 Gartner warnt vor Kostenrisiken durch KI-Agenten

Quelle: Pressemitteilung Gartner 2 min Lesedauer

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Bei Abrechnung pro Token könnten KI-Agenten die Kostenerwartungen laut Gartner um mehr als 50 Prozent überschreiten. Zugleich prognostiziert das Analysehaus mehr autonome IT-Abläufe und hybride KI-Infrastrukturen.

Immer mehr Unternehmen werden 2027 KI-Agenten im Produktivbetrieb einsetzen. Gartner warnt vor Kostenrisiken. (Bild:  Daniel Schrader / GPT-Image 2 / KI-generiert)
Immer mehr Unternehmen werden 2027 KI-Agenten im Produktivbetrieb einsetzen. Gartner warnt vor Kostenrisiken.
(Bild: Daniel Schrader / GPT-Image 2 / KI-generiert)

Unternehmen, die KI-Agenten im IT-Betrieb über verbrauchsabhängige Tarife ohne Kostenobergrenze einsetzen, würden ihre ursprünglichen Kostenerwartungen bis 2027 um mehr als 50 Prozent überschreiten, prognostiziert Gartner. Mehrstufige Agentenabläufe benötigten deutlich mehr Tokens als einfache Dialoganwendungen. Als Gegenmodell nennt das Analysehaus besser kalkulierbare Abonnements und Paketpreise.

Gartner empfiehlt deshalb, KI-Anwendungen nur einzusetzen, wenn Messdaten zu Verbrauch und Kosten vorliegen. Dies sei insbesondere deswegen relevant, weil Unternehmen immer stärker auf die Einführung agentischer KI setzen: In einer Gartner-Umfrage bezeichneten 58 Prozent die Überführung von KI-Machbarkeitsstudien in den Geschäftsbetrieb als wichtige Priorität für die kommenden zwölf Monate. Befragt wurden zwischen April und Mai 2026 insgesamt 272 Führungskräfte aus Infrastruktur und IT-Betrieb.

Mehr autonome Abläufe, diversere Infrastrukturen

Bis 2030 werde die Hälfte der Unternehmen KI-Agenten mit nur noch geringer menschlicher Beteiligung im IT-Betrieb einsetzen, erwartet Gartner; für 2026 veranschlagt das Analysehaus den Anteil auf nahezu null. Solche zielorientierten Softwareagenten könnten etwa Störungen vorsortieren, Änderungen prüfen und Fehler beheben. Menschen würden die Abläufe zunehmend überwachen, statt jeden Arbeitsschritt unmittelbar zu begleiten.

Parallel werde die KI-Infrastruktur stärker auf unterschiedliche Betriebsumgebungen verteilt. Bis 2029 würden laut Gartner 80 Prozent der Großunternehmen produktive KI-Anwendungen über mindestens drei Infrastrukturumgebungen betreiben, darunter öffentliche Clouds, spezialisierte KI-Clouds, eigene Rechenzentren und Edge-Standorte (Verarbeitung nahe der Datenquelle). Treiber seien unter anderem Datenschutz, Kosten, Leistungsanforderungen und Datenhoheit.

IT-Betrieb und Sicherheit wachsen zusammen

Gartner erwartet außerdem, dass bis 2030 ein Viertel der Unternehmen ihre Leitstellen für Netzwerkbetrieb und IT-Sicherheit zusammenlegen wird; 2026 liege dieser Anteil bei fünf Prozent. Gemeinsame KI-Werkzeuge, Betriebsdaten und Agenten ließen operative Risiken und Cyberrisiken enger zusammenrücken. Durch die Zusammenlegung könnten die Gesamtausgaben für Werkzeuge und Personal laut der Prognose um mehr als 25 Prozent sinken.

Dabei sollen Infrastruktur- und Betriebsteams (I&O) zu umfassenden Orchestrieren der KI-Plattformen avancieren und sich um Architektur, Sicherheit und Steuerung kümmern. Unternehmen, welche diese Funktionen nicht aufbauen, hätten bis 2030 ein mehr als doppelt so hohes Risiko, mit ihren KI-Initiativen zu scheitern. Das Analysehaus empfiehlt deshalb, technische Kompetenzen auszubauen und Altlasten in IT-Systemen abzubauen, statt zusätzliche KI-Aufgaben lediglich auf bestehende Betriebsstrukturen aufzusetzen.

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