Zunächst einmal für Notstromsysteme der Marke Liebert

Vertiv setzt auf Lithium-Batterien für USV-Anlagen

| Autor: Ludger Schmitz

USV-Anlage derr Seibert-Reihe von Vertiv
USV-Anlage derr Seibert-Reihe von Vertiv (Bild: Vertiv)

Möglichst bald soll das gesamte dreiphasiger USV-Portfolio von Vertiv mit Lithium-Ionen-Batterien arbeiten. Den Anfang machen zwei Notstromspeicher der Marke Liebert.

Sie sind kleiner, leichter und halten länger als herkömmliche ventilgesteuerte Bleisäure-Batterien (VRLAs): Lithium-Ionen-Batterien. Im Kleinen, bei Handys, Notebooks und Kameras längst Standard, sind sie für USV-Anlagen in Rechenzentren auf dem Markt, aber noch nicht so gängig. Hier geht es um ganz andere Dimensionen.

Vertiv, ehemals Emerson Network Power, bietet ab sofort Lithium-Ionen-Batterien für die USV-Analgen Liebert EXL S1 und Liebert Trinergy Cube an.Nach einer Mitteilung des Unternehmens arbeiten seine Ingenieure derzeit daran, „dieses Angebot auch auf das gesamte dreiphasige USV-Portfolio auszudehnen“.

Vorteile sprechen klar für Lithium-Batterien

Die Vorteile solcher Batterien gegenüber ventilgesteuerten Bleisäure-Batterien sind ähnlich wie bei den den schon alltäglichen kleinen Energiespeichern: Sie entladen sich langsamer, brauchen also weniger Ladezyklen und halten daher wesentlich länger, nämlich nach Vertiv-Angaben dreimal so lange wie VRLA-Batterien. Das reduziert die Kosten und den Aufwand für den Batterietausch. Daraus resultiert laut Vertiv über eine Lebensdauer von zehn Jahren eine Kostenersparnis von „bis zu 40 Prozent“.

Des Weiteren sind die Lithium-Ionen-Batterien rund 70 Prozent kleiner und wiegen 60 Prozent weniger als die traditionellen Energiespeicher. Damit erfordern sie weniger Platz in Batterieschränken. Folglich sollte ein höhere Packungsdichte möglich sein. Denn Lithium-Ionen-Batterien vertragen , so Vertiv, höhere Betriebstemperaturen. Ergo könnte man bei den Batteriekühlkosten sparen. In einigen Fällen sei die Reihenanordnung der Batteriespeicherung möglich.

Eine erste größere Anwendung

Um welche Größenordnungen es in USV-Systemen geht, zeigt ein Beispiel: Vertiv hat nach eigenen Angaben kürzlich ein Projekt bei einem ungenannten, „weltweit führenden“ europäischen Modeunternehmen abgeschlossen. Hier wurden zwei 800-kVA-USV-Anlagen des Typs Liebert Trinergy Cube mit acht Lithium-Ionen-Batteriesträngen installiert. Diese Anlage ist für eine Erweiterung auf 2,4 MW konzipiert, um den möglichen künftigen Bedarf des Rechenzentrums decken zu können.

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