Fokus auf dem Edge-Computing

Vertiv erweitert Plug-and-Play-Portfolio in Sachen Rechenzentrum

| Redakteur: Ulrike Ostler

Eine „Smartmod“-Anlage, hier: „Smartmod Max“, wird bei Vertiv in Form von Modulen angefertigt und vor dem Versand getestet. Diese Module werden dann beim Kunden vor Ort zusammengebaut.
Eine „Smartmod“-Anlage, hier: „Smartmod Max“, wird bei Vertiv in Form von Modulen angefertigt und vor dem Versand getestet. Diese Module werden dann beim Kunden vor Ort zusammengebaut. (Bild: Vertiv)

Mit „Smartmod“ und „Power Module“ erweitert Vertiv sein Angebot an modularen Rechenzentren um zwei Produktfamilien. Sie sollen eine schnelle Bereitstellung von Rechenzentren in der richtigen Größe und Stromkapazität ermöglichen – für Kernrechenzentren und/oder bis an den Netzwerkrand.

Vertiv Smartmod, „Smartmod Max“ und Power Module sind ab sofort in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) erhältlich.

Vertiv Smartmod und Smartmod Max

Die Smartmod-Produktserie von Vertiv sei einfach zu konfigurieren, könne vorkonfiguriert bestellt werden und komme als vorgefertigte, modulare Einheit in Containerbauweise, teilt das Unternehmen mit. So könne neuer Rechenzentrums-Whitespace mit wesentlich geringerem vor-Ort-Installationsaufwand geschaffen werden als mit traditionell gebauten Rechenzentren.

„Smartmod“ kann mit IT-Lastkapazitäten von zwei bis zwölf Racks, mit bis zu 90 Kilowatt IT-Last und Redundanzarchitekturen bis zu 2N konfiguriert werden.
„Smartmod“ kann mit IT-Lastkapazitäten von zwei bis zwölf Racks, mit bis zu 90 Kilowatt IT-Last und Redundanzarchitekturen bis zu 2N konfiguriert werden. (Bild: Vertiv)

Der ‚Plug and Play‘-Ansatz verkürze nicht nur den Zeitaufwand für die Inbetriebnahme und den Aufbau von Wochen oder Monaten auf wenige Tage. Auch potenzielle Qualitätsprobleme ließen sich reduzieren, da die eingebauten Komponenten schon vorher bei Vertiv getestet wurden. Das vorab konfigurierte Design gebe den Kunden zudem mehr Kostensicherheit, weil vor Ort kaum Anpassungen notwendig seien. Außerdem vereinheitliche und erleichtere es die Wartung und den laufenden Betrieb, wenn Kunden mehrere gleiche oder ähnliche Einheiten von Smartmod an verschiedenen Standorten installierten.

Smartmod kann mit IT-Lastkapazitäten von zwei bis zwölf Racks (600 Millimeter und 800 Millimeter), mit bis zu 90 Kilowatt IT-Last und Redundanzarchitekturen bis zu 2N konfiguriert werden. Zu den Optionen gehören unterschiedliche Backup-Zeiten der integrierten unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) „Liebert APM“ und redundante Schemata für Elektrik und Kühlung, einschließlich der Reihenkühlung „Liebert CRV“.

„Smartmod Max“ eignet sich nach Angaben auf der vertiv-Website insbesondere für den Einsatz im Bankwesen, Finanzen und Versicherungen, Rundfunk/TV und Unterhaltung Co-Location/Hosting, Öl und Gas, Handel und Großhandel sowie Telekommunikation.
„Smartmod Max“ eignet sich nach Angaben auf der vertiv-Website insbesondere für den Einsatz im Bankwesen, Finanzen und Versicherungen, Rundfunk/TV und Unterhaltung Co-Location/Hosting, Öl und Gas, Handel und Großhandel sowie Telekommunikation. (Bild: Vertiv)

Für Kunden, die mehr Kapazität benötigen, besteht Vertiv Smartmod Max aus der doppelten Kapazität der Smartmod-Hauptproduktreihe mit bis zu 180 Kilowatt IT-Last und 24 Racks.

Vertiv Power Module

Zusätzlich bringt Vertiv auch Power Module auf den Markt, eine Produktfamilie, die eine vorab integrierte Strominfrastruktur umfasst, die für die Außenaufstellung konzipiert wurde. Die Hochleistungs-USV „Liebert EXL S1“ ist für die Erfüllung einer sicheren Stromversorgung in diesem Konzept mit den notwendigen Batterien implementiert. Das eingebaute Temperatur-Management-System „Liebert PDX“ stellt sicher, dass das Equipment unter optimalen Bedingungen arbeiten kann und erhöht damit seine Lebensdauer.

Wie das Smartmod Max ist auch die Kühlung für das Power Module basierend auf Direktverdampfertechnologie mit den Mikrokanal-Außenkondensatoren „Liebert MC“ ausgestattet. Dadurch entfällt eine Installation externer Kühlung vor Ort und die Zeit von der Lieferung bis zur Inbetriebnahme der Systeme verkürzt sich.

Das Hinzufügen weiterer Einheiten oder einer modularen USV kann geschehen, ohne dass dabei kritische Lasten offline gehen müssen.
Das Hinzufügen weiterer Einheiten oder einer modularen USV kann geschehen, ohne dass dabei kritische Lasten offline gehen müssen. (Bild: Vertiv)

Power Module wurde für den Einsatz in neuen oder bestehenden Anlagen entwickelt, die eine schnelle und flexible Lösung zur Vergrößerung der Stromverteilung und Ausfallsicherheit erfordern. Wenn eine Aufstellung im Außenbereich gewählt wird, ist mehr Platz für das IT-Equipment.

Außerdem ist das Modul flexibel skalierbar: Durch Hinzufügen weiterer Einheiten oder einer modularen USV lässt sie die Kapazität erhöhen, ohne dass dabei kritische Lasten offline gehen müssen. Das System ist mit einer über USV geschützten Leistung von bis zu 600 Kilovoltampere für skalierbare oder modulare Lösungen erhältlich und mit bis zu 1200 Kilovoltampere für Systeme mit fester Kapazität.

Modulares Wachstum

Vertiv Smart Mod and Power Module sind darauf ausgelegt, die steigende Kundennachfrage nach prefabricated modular-Formfaktoren für Rechenzentren (PFM) zu erfüllen, die den Bedarf an traditionell gebauten Anlagen ergänzen und in einigen Fällen vollständig ersetzen können. Reinhard Purzer, Vice President und Managing Director der Region Deutschland, Österreich und Schweiz bei Vertiv, erläutert, wo diese insbesondere notwendig sind: „Flexible Rechenzentrumsinfrastruktur, welche Unternehmen und Rechenzentrumsbetreiber schnell, modular und standardisiert an verschiedenen Standorten implementieren und betreiben können, wird vor allem aufgrund des Edge-Computing-Trends immer stärker nachgefragt.“

Daniel Bizo, Chefanalyst bei 451 Research: „Smartmod und Power Module ergänzen das Vertiv-Angebot zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach zuverlässiger und effizienter Rechenzentrumsinfrastruktur jeder Größe zunimmt.“
Daniel Bizo, Chefanalyst bei 451 Research: „Smartmod und Power Module ergänzen das Vertiv-Angebot zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach zuverlässiger und effizienter Rechenzentrumsinfrastruktur jeder Größe zunimmt.“ (Bild: Vertiv)

Laut den Branchenanalysten von 451 Research wird der Markt für PFM-Rechenzentren bis 2021 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 14,4 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren wachsen und dann 3,9 Milliarden Euro erreichen. Daniel Bizo, Chefanalyst bei 451 Research, dazu: „Die PFM-Methodik wird immer mehr zum bevorzugten Weg, um neue Rechenzentrumskapazitäten, schlüsselfertige oder kritische Subsysteme zu erweitern oder aufzubauen. Unterstützt durch industrielle Prozesse hat das entscheidende Vorteile in Bezug auf Qualitätskontrolle, Installationsgeschwindigkeit und Konsistenz des Aufbaus.“

Vertiv habe sich bereits als Lieferant von kundenspezifischen PFM-Rechenzentren etabliert. Smartmod und Power Module ergänzten dieses Angebot zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach zuverlässiger und effizienter Rechenzentrumsinfrastruktur jeder Größe zunehme.

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