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Nun rauscht der Datacenter-Verkehr nicht nur zwischen Nord und Süd, sondern auch zwischen Ost und West Software-Defined Networking – Warum eigentlich?

| Autor / Redakteur: Frank Kölmel / Ulrike Ostler

Das macht doch jeder… über sein mobiles Gerät Bilder oder Filme herunterzuladen, Video Streaming uns so. Und genau das ist das Problem.

Rechenzentrumsnetze müssen nicht nur den Nord-Südverkehr bewältigen können. Dank M2M und Virtualisierung nimmt der Ost-West Verkehr stark zu.
Rechenzentrumsnetze müssen nicht nur den Nord-Südverkehr bewältigen können. Dank M2M und Virtualisierung nimmt der Ost-West Verkehr stark zu.
(Bild: Dell/Fotolia.com)

Zwar verdienen Netzwerk-Betreiber an all den neuen Diensten, aber sie stellen auch ein Risiko und eine Herausforderung dar: Die Funkfeldbelastung steigt, die Nachfrage von Millionen von Anwendern und ein exponentielles Wachstum im IP-Verkehr müssen bewältigt werden – vom Problem der monatlichen Abrechnung pro User mal ganz zu schweigen.

Dazu kommt noch das viel genannte Internet der Dinge: Bei Machine-to-Machine-Kommunikation kommunizieren die Server untereinander – ein Datenverkehr, der die klassische Client-Server-Kommunikation um ein 10faches übersteigt.

Der Engpass ist immer derselbe: das Netzwerk. Kein Wunder also, dass immer mehr Server und virtuelle Maschinen aufgesetzt werden. Nur, eine echte Lösung ist das nicht, schafft es doch mehr Aufwand für Verwaltung und Betrieb des Netzwerks.

Die Grenzen der Klassik – Paradigmenwechsel programmiert

Der Grund dafür liegt in der klassischen Architektur von Netzwerken. Sie sind in Stufen unterteilt und unterstützen nur den Nord-Süd-Traffic – eine relativ statische Punkt-zu-Punkt-Verbindung vom Client zum Server oder in die andere Richtung. Der Datenverkehr fließt damit durch alle Tiers hindurch bis in das Rechenzentrum oder zum Client. Das belastet das ganze Netzwerk und führt schnell zu Engpässen.

Ein Beispiel: Netzwerk-Betreiber verwalten heute riesige Rechenzentren mit Hunderttausenden von physikalischen, hoch-virtualisierten Servern. Millionen von virtuellen Maschinen und ihre Mobilität müssen kontrolliert und gesteuert werden. Layer-2 Domains sind beispielsweise limitiert auf 4.000 VLANs und der Layer-2 Traffic ist gebunden an die Grenzen der VLANs.

Wird eine VM umgezogen, ist ihre Applikation nicht erreichbar, solange das Netzwerk die MAC-Adressliste aktualisiert. Bei der signifikanten Größe der Rechenzentren können diese Updates zu spürbaren Unterbrechungen im Service führen.

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