Der Untergrund – die unsichtbare Dimension

Siemens ist neuer Konsortiumspartner für Rechenzentren im Untergrund

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Eröffnung des Edge Computing-Prototypen fand im vergangenen September im Versuchsstollen Hagerbach statt.
Die Eröffnung des Edge Computing-Prototypen fand im vergangenen September im Versuchsstollen Hagerbach statt. (Bild: Scaut)

Die Unternehmenseinheit „Smart Infrastructure“ bei der Siemens Schweiz AG verbindet Energiesysteme, Gebäude und Industrien. Ab sofort bringt das Unternehmen sein Know-how in ein Industriekonsortium ein, welches die Weiterentwicklung eines im Untergrund platzierten Rechenzentrums vorantreibt.

Im Herbst 2019 wurde im Versuchsstollen Hagerbach erstmals der Prototyp eines modular konzipierten und für die Platzierung im Untergrund entwickelten Rechenzentrums präsentiert. Das vom Swiss Center of Applied Underground Technologies (Scaut) zusammen mit den Industriepartnern Dätwyler Cabling Solutions und Amberg Engineering geführte Projekt hat zum Ziel, unterirdische Räume für Edge-Datacenter zu nutzen, um nah und energieeffizient am Endnutzer zu sein und den begrenzten sowie teuren Platz an der Oberfläche zu sparen.

Freudige Gesichter beim Kernteam des Projekts „Edge Computing – Underground“ nach der Unterzeichnung des Beitritts von Smart Infrastructure der Siemens Schweiz AG zum Industriekonsortium. (v. links:) Adrian Bolliger, Managing Director Europe, Dätwyler Cabling Solutions AG Beat Schmid, Smart Infrastructure Branch Manager St. Gallen, Siemens Schweiz AG Peter Nebiker, Smart Infrastructure Head Area Zurich, Siemens Schweiz AG Antonia Cornaro, Business Development Manager, Amberg Engineering Klaus Wachter, Managing Director, SCAUT Adrian Burri, Head of Services Europe, Dätwyler Cabling Solutions AG
Freudige Gesichter beim Kernteam des Projekts „Edge Computing – Underground“ nach der Unterzeichnung des Beitritts von Smart Infrastructure der Siemens Schweiz AG zum Industriekonsortium. (v. links:) Adrian Bolliger, Managing Director Europe, Dätwyler Cabling Solutions AG Beat Schmid, Smart Infrastructure Branch Manager St. Gallen, Siemens Schweiz AG Peter Nebiker, Smart Infrastructure Head Area Zurich, Siemens Schweiz AG Antonia Cornaro, Business Development Manager, Amberg Engineering Klaus Wachter, Managing Director, SCAUT Adrian Burri, Head of Services Europe, Dätwyler Cabling Solutions AG (Bild: Siemens)

Automatisierung, 5G, Robotik, Internet of Things und künstliche Intelligenz ermöglichen viele neue Applikationen und Geschäftsmodelle, produzieren aber bereits jetzt eine riesige Mengen an Daten. Damit diese effizient und schnell vor Ort verarbeitet werden können, kommen zunehmend Mini- und Micro-Rechenzentren zum Einsatz, so genannte Edge-Datacenter.

Das Konzept Edge Computing – Underground sieht vor, eine Vielzahl von Rechenzentren im Untergrund zu platzieren. Diese Umgebung bietet Schutz gegen Naturgewalten und dank des stabilen Klimas eine hohe Energie-Effizienz.

Jetzt macht das Projekt „Edge Computing – Underground“ einen weiteren Schritt, um die Platzprobleme zukünftiger „Smart Cities“ zu überwinden und deren Nachhaltigkeitsanforderungen zu erfüllen. Die Unternehmenseinheit Smart Infrastructure der Siemens Schweiz AG ist seit Anfang Februar offiziell als dritter Industriepartner dem Konsortium beigetreten.

Das Unternehmen verfügt über Know-how im Betrieb nachhaltiger Energiesysteme. Da diese auf Technologien auf geschlossenen Kreisläufen basieren, weisen sie einen geringen CO2-Fußabdruck auf. Im Falle von Rechenzentren gilt dies insbesondere für den Energieverbrauch, die Energiespeicherung und die Wiederverwendung.

Das Pilotrechenzentrum im Versuchsstollen

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26.09.19 - Im Versuchsstollen Hagerbach, der am Fuß des Eichbuel bei Flums, Schweiz, liegt, wurde in der vergangenen Woche der Prototyp eines modular konzipierten und für die Platzierung im Untergrund entwickelten Rechenzentrums präsentiert. Das Projekt führt Swiss Center of Applied Underground Technologies (SCAUT) und einer der Hauptpartner ist Dätwyler Cabling Solutions. lesen

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