Server nach Wunsch – für den Provider und seine Kunden

Service-Provider OVH baut seine Server selbst

| Autor / Redakteur: Michael Hatemo / Ulrike Ostler

Die acht Komponenten Gehäuse, On/Off Button, Energieversorgung, Motherboard, Prozessor, RAM, Festplatte und Wasserkühlung sind bei OVH in etwa 15 Minuten zusammengebaut.
Die acht Komponenten Gehäuse, On/Off Button, Energieversorgung, Motherboard, Prozessor, RAM, Festplatte und Wasserkühlung sind bei OVH in etwa 15 Minuten zusammengebaut. (Bild: OVH)

Von Google weiß man es ja: Der IT-Provider und Suchmaschinen-Gigant baut bei Bedarf eigne Rechner. Doch wer weiß schon, dass OVH weltweit der drittgrößte Hersteller von Servern ist? Der Grund sei ganz einfach, so der Service-Provider. Die Wünsche der Kunden können damit schnell und einfach erfüllt werden - und das zu wettbewerbsfähigen Konditionen.

Seit 2002 baut OVH seine Server selbst, mittlerweile sind so rund 200.000 Systeme entstanden. Doch noch ist es in der Branche ziemlich ungewöhnlich, dass ein Provider selber zum Werkzeug greift und die Server baut. OVH nimmt damit eine prädestinierte Position ein, die sich zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit großen Chipherstellern für Beta-Tests bezahlt macht - das bedeutet einen Technologievorsprung.

Zum Service-Angebot gehören dedizierte Server. Diese selbst gefertigten Rechner kann der Dienstleister in weniger als einer Stunde nach Bestelleingang ausliefern. Diese können dann später als Dedicated Server für Shopsysteme, Outsourcing oder Virtualisierung genutzt werden. Viele IT-spezifische Einsatzszenarien sind somit denkbar.

Damit die Server innerhalb von sechzig Minuten nach Bestelleingang verfügbar sind, nutzt OVH eine minutiös durchdachte Logistik. Die Server werden mit jüngsten Technikkomponenten bestückt und im Testlabor auf Qualität und Funktion überprüft.

Nachhaltige Fertigung innerhalb kürzester Zeit

Für die Produktion der Server müssen zunächst die Einzelteile beschafft werden. Etwa drei Tonnen Material kommen jeden Monat allein im kanadischen Rechenzentrum in Beauharnois an. Dabei wird alles zu fast hundert Prozent verwertet: Ungenutzte Kabel, unbrauchbares Rohmaterial oder Verpackungen werden recycelt oder wieder verkauft.

Ein Team von Spezialisten stellt die Server her - fünf Tage die Woche, wenn nötig auch nachts und am Wochenende. Im Durchschnitt werden pro Tag 400 Systeme erstellt, in Spitzenzeiten bis zu 1.000.

Ergänzendes zum Thema
 
Über OVH

Zum Bau eines Servers benötigt OVH Komponenten aus der ganzen Welt. Um die über 130 verschiedenen Server-Modelle herzustellen, muss die Produktionskette unbedingt eingehalten werden. Deshalb hat OVH als Marktführer besondere Bedingungen mit seinen Zulieferern wie lntel und Supermicro verhandelt, um den Status als OEM-Hersteller zu erhalten.

Inhalt des Artikels:

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43515444 / Hardware)