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Server nach Wunsch – für den Provider und seine Kunden

Service-Provider OVH baut seine Server selbst

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15 Minuten pro Server

„Wenn Komponenten für Server an Produzenten ausgeliefert werden, halten die Hersteller größere Bestände für uns zurück, so dass wir unsere Supply Chain sichern können und definierte Ankunftsdaten für Waren im Einklang mit dem Produktionsplan festgelegt sind", so Jean-François Pilot, Manager Einkauf und Produktion.

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Als Ergebnis ist OVH in der Lage, die eigene Lagerverwaltung zu optimieren und schneller zu reagieren. „Wenn die Nachfrage nach einem bestimmten Server-Modell den Bestand überschreitet, können wir die notwendigen Teile nachbestellen und erhalten sie in 24 bis 48 Stunden“, erklärt Jean-François.

Die acht Komponenten Gehäuse, On/Off Button, Energieversorgung, Motherboard, Prozessor, RAM, Festplatte und Wasserkühlung sind in etwa 15 Minuten zusammengebaut.

Das letztgenannte Einzelteil ist eine Innovation von OVH, für die 18 Monate Entwicklungszeit nötig waren und mit der alle 17 OVH Rechenzentren ausgestattet sind: Kühlflüssigkeit wird zu den Komponenten, die heiß werden, zum Beispiel dem Prozessor, geleitet. Bei der „Durchquerung“ des Servers wird dabei 70 Prozent der Wärme aufgenommen.

Umfangreiche Qualitätstests

Diese erwärmte Flüssigkeit wird dann aus den Gehäusen gepumpt und von den Server-Räumen durch die Mauern nach außen geführt. Dort sind Wärmetauscher angebracht, die die Flüssigkeit wieder kühlen. Durch diese und weitere innovative Konstruktionen spart OVH 40 Prozent Energie ein.

Der letzte Schritt ist ein Test auf Qualität und Funktionsfähigkeit im Labor. Der Server wird hochgefahren, über ein Netzwerk an eine temporäre IP-Adresse angeschlossen und die Wasserkühlung aufgefüllt.

Im Rahmen der Qualitätssicherung kontrolliert ein Programm den Betrieb jeder einzelnen Komponente. Der komplette Testlauf dauert etwa eine halbe Stunde. Parallel zu der Produktion wird der Server vorab mit seiner späteren IP Adresse und dem spezifischen Standort im Rechenzentrum versehen und dort installiert.

Server nach Kundenwunsch

Der Kunde kann auf der Internet-Seite von OVH die Art des Servers, den Standort, optionale Einstellungen und nach Auslieferung aus vielen vorkonfigurierten Betriebssystemen wählen. Besonders Kunden aus dem Raum D-A-CH wissen ziemlich genau, welche Hardware-Komponenten, welche Optionen und welche Distributionen sie für ihr spezielles Projekt benötigen.

„Bei Fragen findet eine kompetente Beratung durch das Team in Saarbrücken statt, dass die passende Hardware für den Kundenbedarf feststellt.“, so Peter Höhn, Director Germany bei OVH. „Durch die eigene Serverherstellung bieten wir jedem die passende Infrastruktur für ein erfolgreiches Projekt.“

Ist die Kauf-Order bestätigt und der Bezahlvorgang abgeschlossen, startet der OVH Lieferprozess. Per Mail erhält der Kunde die IP Adresse des Servers, die Nutzer ID und sein Passwort, um sich einzuloggen.

Auch erhält der Kunde per elektronische Post seine Rechnung, auf der steht, wann er den Server erhalten hat. Die Vertragslaufzeit beginnt erst mit endgültiger Zurverfügungstellung des Servers.

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