Garching wird Heimat für einen Quantencomputer-Demonstrator Q-Exa - Quantencomputer-Erweiterung durch Exascale-HPC

Redakteur: Ulrike Ostler

Das internationale Wettrennen im Bereich Quantentechnologien ist in vollem Gange. Deutschland und die Europäische Union wollen, etwa zur Sicherstellung der technologischen Souveränität, hier mit ganzer Kraft mithalten. Deshalb gibt das das Bundesforschungsministerium (BMBF) alleine 40,1 Millionen Euro für das Projekt „Quantencomputer-Erweiterung durch Exascale-HPC (Q-Exa)“ aus.

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Bundesministerin Anja Karliczek überreicht Jan Goetz, CEO von IQM, die Förderurkunde.
Bundesministerin Anja Karliczek überreicht Jan Goetz, CEO von IQM, die Förderurkunde.
(Bild: © BMBF/Hans-Joachim Rickel)

Im Rahmen des Projekts Q-Exa wird ein Forschungsverbunde, der vom deutsch-finnischen Start-up IQM geführt wird, einen Quantencomputer auf der Basis von supraleitenden Schaltkreisen bereitstellen und in das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching integrieren. Am gestrigen Montag ist quasi der Startschuss gefallen, als Bundesministerin Anja Karliczek dem CEO von IQM Jan Goetz die Förderurkunde überreicht hat.

Das Projekt Q-Exa gehört zur Fördermaßnahme „Quantencomputer-Demonstrationsaufbauten“ und ist Teil des Konjunktur- und Zukunftspakets, das im Sommer 2020 von der Bundesregierung aufgelegt wurde. In diesem Kontext investiert das BMBF rund 1,1 Milliarden Euro bis 2025 in die Förderung der Quantentechnologien in ihrer gesamten Breite.

Am Projekt Q-Exa sind neben der IQM Germany GmbH und dem Leibniz-Rechenzentrum das Karlsruher Start-up HQS Quantum Simulations sowie die Science + Computing AG (Atos) aus Tübingen beteiligt. Für das Projekt stellt das BMBF insgesamt 40,1 Millionen Euro bis 2024 bereit (Projektvolumen insgesamt: 45,3 Millionen Euro).

Bundesministerin Anja Karliczek und Jan Goetz, CEO von IQM
Bundesministerin Anja Karliczek und Jan Goetz, CEO von IQM
(Bild: © BMBF/Hans-Joachim Rickel)

Quantencomputer-Demonstratoren sind wichtig, um frühzeitig mit umfangreichen Tests Vor- und Nachteile, systemspezifische Fehlerquellen und technische Besonderheiten unterschiedlicher technologischer Ansätze für das Quantencomputing zu identifizieren. Strukturell legt die Maßnahme den Grundstein für den mittelfristigen Aufbau von Hubs, also Verbünden von unterschiedlichen Akteuren, in denen die wichtigsten Kompetenzen gebündelt werden.

IQM-CEO Goetz äußert: „Wir freuen uns, zusammen mit starken Industriepartnern ein Quantencomputing-System an das LRZ in Garching zu liefern und gemeinsam die Integration in eine professionelle HPC-Umgebung zu entwickeln. Gemeinsam werden wir hart an europäischen Quantencomputing Lösungen arbeiten und die vielversprechendsten Quantencomputer Ansätze hier in Deutschland entwickeln.“

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