Jessica Schwarz erhält den Dissertationspreis der TU Dortmund Preis für adaptive Mensch-Maschine-Kommunikation

Redakteur: Ulrike Ostler

Für ihre Doktorarbeit über adaptive Mensch-Maschine-Interaktionen wurde Jessica Schwarz, Wissenschaftlerin am Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE), ist jetzt mit dem Dissertationspreis der TU Dortmund ausgezeichnet worden.

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FKIE-Wissenschaftlerin Dr. Jessica Schwarz hat den Dissertationspreis der TU Dortmund erhalten.
FKIE-Wissenschaftlerin Dr. Jessica Schwarz hat den Dissertationspreis der TU Dortmund erhalten.
(Bild: Fraunhofer FKIE)

Schwarz ist die Preisträgerin der Dortmunder Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung. Ihre Arbeit trägt den Titel „Multifaktorielle Echtzeitdiagnose des Nutzerzustands in adaptiver Mensch-Maschine-Interaktion“.

Das Besondere an dem Ansatz der promovierten Psychologin ist neben der Multidimensionalität ihres Diagnosemodells die Tatsache, dass Einflussfaktoren auf die Leistungsfähigkeit des Menschen umfassend berücksichtigt werden. „Wenn man technische Systeme auf den Menschen abstimmen will, ist es notwendig, den mentalen Zustand des Nutzers kontinuierlich zu erfassen“, beschreibt Schwarz den Ausgangspunkt ihrer Forschung. Erst dadurch könne ein System auf den aktuellen Zustand des Menschen reagieren und bei kritischen Zuständen Unterstützung leisten und etwa und Leistungseinbußen ursachenbezogen entgegenwirken.

Das Konzept berücksichtigt sechs mentale Zustände, die nachgewiesener Weise Einfluss auf die menschliche Leistungsfähigkeit haben: Beanspruchung, Müdigkeit, Motivation, Aufmerksamkeit, Situationsbewusstsein sowie der emotionale Zustand. Umsetzung und Validierung erfolgten bereits für die drei potenziell kritischen Nutzerzustände hohe Beanspruchung, falsche Aufmerksamkeitsverteilung und passive aufgabenbezogene Müdigkeit.

Der im Rahmen ihrer Arbeit entstandene Prototyp der Echtzeitdiagnose „Rasmus“ (Real-Time Assessment of Multidimensional User State) ist für den Einsatz bei der maritimen Luftraumüberwachung entwickelt, lässt sich aber ebenso etwa an Flughäfen oder in Leitzentralen einsetzen werden. Das System kann Nutzer überall dort unterstützen, wo anstrengende, langanhaltende Überwachungstätigkeiten erfüllt werden müssen und eine dauerhaft gute Aufmerksamkeit gefordert ist.

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