Zwei teure Appliances für Datenbank- und Middleware-Aufgaben

Oracle lässt die Muskeln Hardware und Software spielen

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Sun löst HP als Hardware ab

Ein Jahr später, 2009, wechselte Oracle mit Version V2 die Hardware aus, migrierte von HP zu Sun und erweiterte das Anwendungsgebiet um OLTP-Aufgaben. Das gelang, weil außer der auch in V1 eingesetzten „Smart-Scan“-Technik (Trennung von Datenbank-Server und Speicherzellen mit Datenbankintelligenz sowie schnellen Bus-Systemen) nun schnelle Flash-Speicher und eine radikale Datenkompression eingeführt wurden. Dazu kamen die evolutionären Verbesserungen bei der Hardware (Prozessoren) und dem doppelt so schnellen Infiniband-Netz.

Ab dem Jahr 2010 wurde der Namen der Datenbankmaschinen geändert: Die ehemalige V2-Version nennt sich jetzt „Exadata X2-2“, die weiterhin mit acht Datenbank-Servern und 14 Zellen mit jeweils zwölf Laufwerken sowie der speziellen Exadata-Storage-Software zu bestücken ist. Jeder der acht Datenbank-Server besteht aus zwei Xeon-CPUs mit sechs Cores und 96 GB Hauptspeicher. Insgesamt rechnen also 96 CPU-Kerne mit 768 GigabyteRAM.

Das Speicher-Grid

Die Speicherzellen, Oracle nennt sie auch „Storage Server Grid“, nutzen bis zu 14 Storage Server, die mit „Xeon-5640“-Prozessoren von Intel, 24 Gigabyte RAM und bis zu 384 Gigabyte Smart Flash Cache arbeiten. Jeder Storage Server betreibt zwölf Highend-SAS-Festplatten à 600 Gigabyte oder zwölf SATA-Laufwerke à 2 Terabyte.

Mittlerweile scheint Oracle die SATA-Drives aber gegen Hochkapazitäts-SAS-Laufwerke mit einer Rotationsgeschwindigkeit von 7200 Umdrehungen in der Minute ausgetauscht zu haben. Die Highend-Platten mit 600 Gigabyte drehen doppelt so schnell.

weiter mit: Exadata X2-8 für Scale-up-Erweiterung – der Bolide

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