Loft Labs vereinheitlicht Management von vcluster- und Bare-Metal-Installationen Open-Source-Projekt soll die Verwaltung virtueller Kubernetes-Cluster vereinfachen

Von Ulrike Ostler

Das Venture-finanzierte Startup Loft Labs entwickelt Tools und Multi-Tenancy-Software im Kubernetes-Umfeld. Das Unternehmen hat nun mit „vcluster“ ein neues Open-Source-Projekt initiiert, mit dessen Hilfe die Bereitstellung von virtuellen Clustern genauso erfolgen kann wie die Bereitstellung von physischen Kubernetes-Clustern auf einer Cloud-Plattform, an der Edge oder in einem Rechenzentrum vor Ort.

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Harmonisierung im Management von Bare-Metal- und virtuellen Kubernetes-Clustern - das ist das Ziel des von Loft Labs initiierten Open-Source-Projekts.
Harmonisierung im Management von Bare-Metal- und virtuellen Kubernetes-Clustern - das ist das Ziel des von Loft Labs initiierten Open-Source-Projekts.
(Bild: gemeinfrei: QuinceCreative / Pixabay )

Das „Cluster API“-Projekt hilft, die Kubernetes-Infrastruktur ganzheitlich mit Automatisierung und Standardisierung zu verwalten. Lukas Gentele, Mitbegründer und CEO von Loft Labs, erläutert: „Cluster API macht das Cluster-Lifecycle-Management geradezu langweilig, indem es sich wiederholende Aufgaben vereinfacht und gleichzeitig Konsistenz und Wiederholbarkeit gewährleistet." Neben Loft Labs hat das Cluster API-Projekt technische Beiträge von einer Vielzahl von Unternehmen erhalten, darunter VMware, Microsoft, Weaveworks, Google, Mattermost, IBM, Red Hat, D2iQ, Equinix, Apple, Talos Systems, Spectro Cloud, Daimler TSS, Ericsson, Giant Swarm, Appscode, Intel, Twilio, New Relic, Amazon und viele mehr.

Senior Principal Engineer Kris Nóva und J. Brandt Buckley, Principal Engineer von Twilio berichteten im CNCF-Blog über ihre Erfahrungen mit der Cluster API. „Bei Twilio betreiben wir mehr als 100 produktive Kubernetes-Cluster auf Bare-Metal-Servern, die über verschiedene geografische Rechenzentren verteilt sind.“ In der Gesamttopologie von Cluster APIs biete dem Unternehmen insbesondere das Paradigma eines Management-Cluster einen Mehrwert. „Wir nutzen Management-Cluster als unsere dedizierte Infrastruktur, auf der das Team die Suite von Anwendungen erstellen, verwalten und sichern kann, die die wachsende Flotte von Kubernetes-Clustern unseres Unternehmens verwalten.“

Die Open-Source-Software vcluster wächst schnell mit mehr als 3 Millionen Downloads und über 1.500 Sternen auf GitHub in weniger als einem Jahr nach der ersten Veröffentlichung. Erstmals im April 2021 vorgestellt, wird sie verwendet, um leichtgewichtige Kubernetes-Cluster zu erstellen, die innerhalb der Namespaces der zugrunde liegenden Kubernetes-Cluster laufen.

Virtuelle Cluster werden häufig als Entwicklungsumgebungen verwendet, wenn Ingenieure Cloud-native Software erstellen, testen und debuggen. Sie dienen aber auch häufig als ephemere Umgebungen für die Ausführung von Pipelines für die kontinuierliche Integration/kontinuierliche Bereitstellung (CI/CD). Nach Darstellung von Loft Labs löst die Verwendung von virtuellen Clustern die meisten Multi-Tenancy-Probleme von Kubernetes, da sie Folgendes bieten:

  • bessere Isolierung als einfache Namespace-basierte Mandantenfähigkeit
  • geringere Cloud-Computing-Kosten, da virtuelle Cluster viel leichter und ressourceneffizienter sind als die Einrichtung separater Single-Tenant-Cluster
  • logische Trennung und Kapselung von Anwendungs-Workloads von den gemeinsam genutzten Infrastruktur-Workloads des zugrunde liegenden Clusters, zum Beispiel gemeinsam genutzte Ingress-Controller oder Netzwerk-Plug-ins.

Gleichzeitig können die Nutzer von virtuellen Clustern erwarten, dass sie sich wie 'normale' Kubernetes-Cluster verhalten, da vcluster eine zertifizierte Kubernetes-Distribution ist. Damit besteht sie alle von der CNCF geforderten Konformitätstests.

Weitere Informationen im: Kubernetes-GitHub-Projekt, das den Cluster-API-Provider für vcluster hostet.

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