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Grid vGPU for Xen Desktop macht VDI superschnell Nvidia und Citrix packen VMs direkt auf Grafikprozessoren

| Redakteur: Ulrike Ostler

Schon seit geraumer Zeit dienen Graphical Processor Units (GPUs) als Co-Prozessoren in Server-Hardware dazu, Anwendungen zu parallelisieren, eine Eigenschaft, die insbesondere virtuellen Desktops zu Gute käme. Mit „Grid vGPU for Xen Desktop“ will Nvidia nun virtuelle Desktop Infrastrukturen (VDI) revolutionieren.

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Abbildung 1: So sieht der VDI-Virtualsierungs-Stack mit Nvidia Grid vGPU aus.
Abbildung 1: So sieht der VDI-Virtualsierungs-Stack mit Nvidia Grid vGPU aus.
(Bild: Nvidia)

„Zwei Dinge lassen VDI dahin dümpeln“, sagt Will Wade, Director Nvidia Grid Business. „Das eine sind die Storage-Kosten und das andere die mangelhafte Anwendungsfreundlichkeit. An den Kosten für Speicher können wir nichts ändern.“

Doch mit Grid erlebten die Nutzer virtueller Desktops keine Unterschiede in der grafischen Darstellung ihrer Anwendungen mehr zu herkömmlichem Client-Server-Computing. Fünf Jahre habe Nvidia, der Hersteller von GPUs an der Grid-Entwicklung gearbeitet. „Es ist unser Weg zum Cloud-Computing“, so Wade.

Derzeit findet in die Citrix-Hausmesse „Synergy“ in Los Angeles statt. Das Event hat sich Nvidia ausgesucht, um bekannt zu geben, dass es zusammen mit dem Virtualisierungsspezialisten gelungen ist, mit der neuen Version von „Xen Server“ verschiedene virtuelle Maschinen direkt auf GPUs laufen zu lassen.

Grid VGPU im Xen Server

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Das heißt: In der Hypervisor-Version, die im dritten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommt, lässt sich „Grid vGPU“ in Xen Server integrieren. Denn die „Kepler“-Architektur von Nvidia unterstützt nun eine Hardware-GPU-Virtualsierung (siehe: Abbildung 1).

Die Version 1.0 unterstützt bis zu acht User pro „K2“-GPU; zwei Prozessoreinheiten sind auf einem Board verbaut. Somit lassen sich pro Board bis zu 16 VDI-Anwender unterstützen und 32 User pro Server .

Laut Wade läuft derzeit die Grid-Zertifizierung etwa für Solidworks, Ansys und Siemens NX (siehe: Abbildung 3). Nvidia hat einen Validierungsprozess aufgesetzt, der die Zertifizierung erheblich beschleunigen soll. Nur 45 Tage sollen Independant Software Vendor (ISVs) benötigen.

Cisco als OEM-Partner

Zu denwichtigsten Unterstützern aus der Hardware-Branche kann Nvidia zu diesem Zeitpunkt IBM und Cisco zählen, die ein OEM-Abkommen unterzeichnet haben (siehe: Abbildung 4). HP werde noch in diesem Sommer nachziehen.

Wade sagt: „Nvidia Grid ändert die VDI-Spielregeln.“ Da kann die Virtualsierung per Xen Server nur der Anfang sein. Tatsächlich stellt der Grid-Verantwortliche die Unterstützung weiterer Virtualsierungs-Plattformen in Aussicht: vSphere und „sogar KVM“. „Wir arbeiten daran“, sagt er.

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