Wiederverwerter Stratodesk

No-Touch-Endpunkt für VMware Horizon View

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Stratodesk bietet Admins mit "No Touch"-Produkten an: Weg vom Desktop-Management, hin zu Server-based oder Thin-Client-Computing.
Stratodesk bietet Admins mit "No Touch"-Produkten an: Weg vom Desktop-Management, hin zu Server-based oder Thin-Client-Computing. (Bild: © Y. L. Photographies - Fotolia)

Nicht ohne gesundes Selbstbewusstsein strebt der Klagenfurter Hersteller Stratodesk an, die weltweit leistungsstärkste und zugleich am einfachsten zu verwendende Thin-Client-Software und das ausgereifteste -Management zu schaffen. Jüngst auf der „VMworld“ in Barcelona „No Touch Desktop“ für „VMware-View“-Umgebungen demonstriert.

Wie bereits im September angekündigt, hat der österreichische Hersteller Stratodesk auf der VMworld in Barcelona sein Thin-Client-BetriebssystemNo Touch-Desktop sowie seine Thin-Clients-Sicherheitssoftware „No Touch Hight Security“ und weitere Produkte aus seinem Portfolio vorgestellt.

Stratodesk bietet seine Thin-Client-Produkte wahlweise zusammen mit Hardware-Partnern als Bundle aus Hard- und Software unter dem Namen „Liscon Thin Clients oder als reine Software unter dem Label NoTouch Desktop“ an. Letzteres ist dazu konzipiert, alte PCs oder vorhandene Thin Clients anderer Hersteller wieder- oder weiterverwenden zu können.

Stets die optimale Lösungen für Server-Based Computing

So oder so strebt Stratodesk mit seiner Lösung an, Kunden stets die beste Möglichkeiten zu bieten, um auf sämtliche unternehmensweiten Daten und Applikationen zugreifen zu können und zwar …

  • mit dem für das jeweilige Szenario optimalste Protokoll
  • der größtmöglichen Sicherheit
  • und dem besten Komfort.

Das Produkt wird laut Stratodesk durch nutzerfreundliche und flexible Management Lösungen zur Fern-Administration des Client Netzwerkes flankiert. So soll Thin Client Computing mit No Touch Desktop Support und Administrationsaufwand und damit IT-Kosten senken, bei gleichzeitiger Erhöhung der Sicherheit im Unternehmen.

Was für Thin-Clients spricht

In seiner Argumentation Pro-Thin-Client greift der Hersteller allerdings zunächst bekannte Fakten auf: Thin und Zero Clients oder mittels einer Software wie No Touch Desktop wiederverwendete Alt- PCs sind demnach durch den Verzicht auf lokal gespeicherte Dateien oder Anwendungen prinzipbedingt sicherer als konventionelle IT-Infrastrukturen.

NoTouch Desktop, ein u. a. für VMware View optimiertes Thin-Client-OS
NoTouch Desktop, ein u. a. für VMware View optimiertes Thin-Client-OS (Bild: Stratodesk)

Bei vorhandenen Thin Clients sieht das Security-Konzept darüber hinaus vor, dass lokale Daten, die dennoch auf dem Client gespeichert würden, wie IP-Adressen, Zertifikate, WLAN-Passwörter oder Konfigurationsdaten nach aktuellen Standards verschlüsselt werden. Unbefugte hätten dann bei Diebstahl oder Verlust eines Clients keine Möglichkeit, auf solche Informationen zuzugreifen.

Ferner ermöglicht es die VPN-Unterstützung, mit No Touch High Security betriebene Clients für die Verbindung zu Cisco-VPN- oder „Open VPN“-Systemen zu nutzen. So lassen sich in größeren Unternehmen mit mehreren Niederlassungen die Endgeräte in Außenstellen besonders sicher an die zentrale IT anbinden.

Für Terminal-Server und VDI

Nutzer, die in irgend einer Form auf eine zentralisierte IT, wie Server Based Computing, VDI/ Virtuelle Desktops (VMware View, Citrix) oder Terminal-Server oder Kombinationen davon (die Produkte der führenden Hersteller wie „XenApp oder „Horizon“/„View„“ unterstützen ohnehin mehrere Technologien einschließlich Remote Apps) umsteigen wollen, stehen in der Argumentation des Herstellers dann vor der Frage, was mit bestehenden PCs und deren Fülle von Hardware- und Betriebssystemgenerationen passieren soll, möchten Sie den Kostenfaktor eines Neukaufs von Thin Clients vermeiden.

NoTouch brint Treiber und Protokolle für alles wichtigen VDI- und Terminalserver-/Session-Host-Lösungen mit.
NoTouch brint Treiber und Protokolle für alles wichtigen VDI- und Terminalserver-/Session-Host-Lösungen mit. (Bild: Stratodesk)

Woraus besteht No Touch Desktop?

Technisch betrachtet besteht No Touch Desktop aus drei Komponenten:

  • Der „No Touch Receiver“ ist das von Stratodesk entwickelte Betriebssystem, das wahlweise ein bereits am Gerät installiertes Windows komplett ersetzt oder darauf aufsetzt und sofortige Konnektivität zu VDI-Umgebungen beziehungsweise Terminal-Services herstellt.
  • Das „No Touch Center“ ist eine Web-basierte, zentrale Administrationsumgebung, die Technologien wie Vererbung, Update, Konfiguration, Monitoring und Reporting unterstützt.
  • Dazu gesellt sich die „Stratodesk Virtual Appliance“, ein System mit vorinstallierter Management-Console und einer PXE-Server-Umgebung
  • Start-Optionen

Die virtuelle Appliance von NoTouch Desktop.
Die virtuelle Appliance von NoTouch Desktop. (Bild: Stratodesk)

Laut Hersteller unterstützt No Touch alle wichtigen Protokolle, um zu den branchenführenden VDI-Umgebungen und Terminal-Services wie VMware, Citrix oder Quest zu verbinden. Konkret enthält No Touch Desktop Treiber und Protokolle für VMware View, „Quest vWorkspaces“, „Xephyr, VNC“, „ICA“, „No Machine NX“, „Spice“, „Go Global“, „RSH/REXEC“, „Citrix VDI-in-a-Box“, „Desktone“, SSH, FreeRDP, „Kavizia“, „2X“, „Leostreram“, „Extended“ und einen gewöhnlichen Firefox-Browser. Mit diesem wäre es beispielsweise via VMRC auch problemlos möglich, auf die Konsolen laufender „vSphere“-VMs zuzugreifen oder diverse HTML5/Java-Plugins für „Hyper-V“, „RHEV“-, „Proxmox VE“ und andere Virtulisierungstechniken zu nutzen.

Das Starten von No Touch Desktop kann bei echten (plattenlosen) Thin-Clients von USB, PXE/Netzwerk oder CD-ROM installationsfrei erfolgen oder im Parallelbetrieb mit einem bestehendem Windows (bei PCs). Beim Installieren können Nutzer entscheiden, No Touch Desktop auf Festplatte oder Flash zu installieren.

Eine freie Testversion von No Touch Desktop steht zum kostenlosen Download zur Verfügung, einschließlich fünf Lizenzen. No Touch Desktop ist VMware-zertifiziert.

* Thomas Drilling ist freier Autor und blogt auf DataCenter-Insider: Drillings Open-Source-Eck

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