Wichtige Fragen zum Mini-RZ

„Mikrorechenzentren sind nicht automatisch Rechenzentren“

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mikrorechenzentren sollen Aufgaben der Großen übernehmen und somit für Schutz und Verfügbarkeit der IT sorgen.
Mikrorechenzentren sollen Aufgaben der Großen übernehmen und somit für Schutz und Verfügbarkeit der IT sorgen. (Bild: gemeinfrei: Bilder Pixabay / CC0)

Thomas Sting, Geschäftsführer der Data Center Group, ärgert sich offenbar. Es konstatiert: „Nicht jeder Server-Schrank ist ein Mikrorechenzentrum.“ Vielen fehlten wichtige Eigenschaften. Welche das sind?

Gerade im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung, Edge-Computing oder IoT müssen die vielfach zunehmenden Daten sicher sein. Damit entstehen Verfügbarkeitsansprüche der Kunden und gleichzeitig Erwartungen hinsichtlich der verwendeten Lösungen. Rechenzentren jeder Größe müssen dies gewährleisten können.

Die Bedeutung von Mikrorechenzentren wächst. Zu der Klientel gehören Unternehmen, die infolge räumlicher oder budgetärer Gründe auf der Suche nach Klein- und Kleinstlösungen sind. Auch Kanzleien und Praxen, die personenbezogene Daten bearbeiten müssen, setzen verstärkt auf Mikro-RZs. Denn: Ihr Einsatz lohnt sich mitunter oder besonders dann, wenn Daten nicht in einer Cloud, sondern vor Ort gesichert werden müssen.

Nicht umsonst werden die autarken Mini-RZ in das Portfolio vieler Anbieter von IT-Infrastrukturen aufgenommen. Jedoch bieten nicht alle Micro-Datacenter all jene Funktionen, die auch ihre großen Pendants erfüllen müssen. Um die Autonomie zu gewährleisten, müssen sie aber wichtige Voraussetzungen erfüllen.

Zum einen beziehen sich diese Anforderungen klar auf den Zugriffsschutz:

  • Hat das Mikrorechenzentrum nicht aushebelbare oder selbstverriegelnde Türen?
  • Wird es durch ein Zahlenschloss vor Einbrüchen respektive unautorisiertem Zugriff geschützt?
  • Ist das Gehäuse so konzipiert, dass es Sicherheit vor Lauschangriffen beziehungsweise Abstrahlung bietet?

Ebenso notwendig sind skalierbare Maßnahmen, um die Verfügbarkeit auch bei gesteigertem Datenvolumen sicherzustellen.

  • Wie viele Höheneinheiten kann das Mikro-RZ überhaupt unterbringen?
  • Kann es bei Bedarf flexibel erweitert werden?
  • Sind USV und Klimatisierung redundant?

Schließlich sind auch Schutzmaßnahmen gegen physikalische Bedrohungen wie Feuer, Wasser, Gas oder Explosion erforderlich. Dazu zählt beispielsweise, wie feuerbeständig das Kompaktrechenzentrum inklusive der Türen und Kabelschotts ist.

  • Welche Normen und Grenzwerte werden eingehalten?
  • Hält das Mini-Data-Center nicht nur korrosiven Brandgasen oder Explosion, sondern auch Löschwasser oder Vandalismus stand?
  • Bietet es eine Brandfrüherkennung oder -löschung oder kann es um solche Ausstattungsmerkmale erweitert werden?

Elementare Voraussetzungen zum Schutz der IT dürfen auch in einem Mikro-RZ nicht fehlen. Wichtig ist dabei stets, dass Lösungen, die im Mikrorechenzentrum eingesetzt werden, den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Unternehmens-IT gerecht werden. Professionelle Mikro-Rechenzentren garantieren zusätzlich auch die Einhaltung aktueller Normen und der Vorgaben des Gesetzgebers, wie zum Beispiel beim Datenschutz oder dem IT-Sicherheitsgesetz.

Ein Mikrorechenzentrum ist mehr als ein Schrank zur Unterbringung der IT-Komponenten. Zu seinen Kernaufgaben zählt auch, Server und Komponenten zu schützen und energie-effizient in einem Gehäuse unterzubringen. Nur dann können IT-Verantwortliche die existentiell notwendige Verfügbarkeit und Sicherheit der Daten ihres Unternehmens gewährleisten. Solche Lösungen realisieren wir seit Jahren für unsere Kunden.“

Was meinen Sie zu diesem Thema?
Diese Meinung kann ich so nicht teilen. Die allgemeine Defintion eines Rechenzentrums (wie er z.B....  lesen
posted am 15.12.2017 um 09:32 von Unregistriert


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