Experten-Kommentar über Windows Intune, die neue cloud-basierte Webkonsole von Microsoft

Microsoft Windows Intune ante portas

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Fazit

Windows Intune ist ein bedeutendes Produkt für und von Microsoft, welches cloud-basiertes Client-Management, lokale Tools aus dem Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP) sowie Windows (Client OS) als Aboservice vereint. Ein zentrales Leistungsversprechen von Windows Intune ist es, IT-Spezialisten die Möglichkeit zu geben, ein Management von PCs von jedem beliebigen Ort möglich zu machen.

Bindung von Anwendern und Partnern

Für Microsoft bedeutet Windows Intune neben einer weiteren Einnahmequelle insbesondere die Bindung von Anwendern und Partnern. Anwender, die sich für Intune entscheiden, binden sich auch gleichzeitig mittel- bis langfristig an die Microsoft Windows-Plattform. Partner, die auf Intune setzen, und Services sowie Lösungen konzipieren, werden ihre Aktivitäten im Umfeld von Drittanbieterlösungen reduzieren bzw. nicht weiter forcieren.

Anreiz zur Migration auf Windows 7

Gleichfalls kann Intune als ein Migrationskatalysator für Windows 7 verstanden werden. Für Unternehmen, die noch auf Windows XP kleben, und auf Intune setzen, ist es aus monetärer Sicht – durch die Upgrade-Rechte – nur ein kleiner Schritt zu Windows 7.

SaaS versus On-Premise

Unternehmen, die bereits auf lokale Managementlösungen setzen, sollten in einem Kostenvergleich zwischen den bestehenden Systemen und dem Produktpaket Windows Intune ihren individuellen Favoriten ermitteln. Hierbei gilt es auch in einer Compliance-Matrix die unterschiedlichen Funktionalitäten zu bewerten. Anwender, die noch keine Lösung einsetzen, sollten in einer Nutzenanalyse die Vorteile von Intune und den von Dienstleistern angebotenen Services ermitteln. In einem weiteren Schritt gilt es den Vergleich zu On-Premises-Angeboten zu ziehen. Hierbei geht es neben direkten Kosten insbesondere um Funktionalitäten und personelle Ressourcen.

Bei allen Vorteilen sollten Anwender aber auch beachten, dass, wenn sie sich auf Windows Intune einlassen, sie einem starken Vendor-Lock-in-Effekt ausgesetzt sind. So könnte sich eine Änderung der aktuellen Situation zu einem Zeitpunkt X – beispielsweise ein Intune-Ausstieg nach drei Jahren – durch die dann notwendigen Buy-Out-Szenarien, als unwirtschaftlich erweisen.

* Der Autor

Axel Oppermann ist als Senior Advisor bei der Experton Group tätig. Sein Interessensschwerpunkt liegt im Bereich der Analyse und Bewertung der marketingstrategischen Einführung ICT-basierter Produkte und Dienstleistungen. Ferner liegt sein Augenmerk im Gebiet der Untersuchung ICT-basierter Prozessintegration in Anwenderunternehmen.

Thematischer Fokus seiner Arbeit sind (Enterprise) Applications, Software-Lizenzmanagement sowie Lizenzstrategien, Servicekonzepte und RFID-Strategien. Herr Oppermann unterstützt ICT-Anbieter in Fragen der strategischen Marketingberatung (insbesondere die Bereiche Marktsegmentierung, Wettbewerbsanalysen und Wettbewerbsstrategien, Prozessoptimierung im Kunden-/Partner-Management sowie Markt- und Image-positionierung bilden hierbei den Tätigkeitsschwerpunkt).

Ferner ist Herr Oppermann Microsoft-Certified Licensing Professional.

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