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Consol mahnt Managed-Service-Provider müssen sich grundlegend wandeln

Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Florian Karlstetter

IT-Dienstleister Consol sieht die Branche vor einem Wandel: MSP sind gezwungen, ihre Rolle grundlegend neu zu definieren: „Nur so werden sie im Spannungsfeld von großen Cloud-Playern und veränderten Kundenanforderungen überleben können.“

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Um im Spannungsfeld von großen Cloud-Playern und veränderten Kundenanforderungen überleben zu können, müssen MSP ihre Rolle grundlegend neu definieren.
Um im Spannungsfeld von großen Cloud-Playern und veränderten Kundenanforderungen überleben zu können, müssen MSP ihre Rolle grundlegend neu definieren.
(Bild: gemeinfrei, geralt / Pixabay)

Der Cloud-Markt hat in den Augen von Peter Hotter, Leiter IT-Operations bei Consol, einen massiven Wandel vollzogen. Große Player wie Amazon, Google oder Microsoft nehmen einerseits eine dominierende Rolle ein, Kunden stellen andererseits neue, höhere Anforderungen an Cloud-Angebote.

Damit und mit dem Einzug von DevOps und agilen Methoden hätten sich die Rahmenbedingungen für den Betrieb im Allgemeinen und für Managed-Services im Besonderen grundlegend geändert. Auf diese Veränderungen müssen die Managed-Service-Provider nach Ansicht Hotters reagieren, um ihre Marktposition zu behaupten.

Peter Hotter, Leiter IT-Operations bei Consol
Peter Hotter, Leiter IT-Operations bei Consol
(Bild: Consol)

„Zum einen muss der Managed-Service-Provider sein Angebot auf die geänderten Kundenanforderungen ausrichten. Dazu zählt vor allem, dass Unternehmen weniger ‚horizontale‘ Services auf Basis von Infrastruktur- oder Middleware-Betrieb nachfragen als vielmehr das Management einer ‚kompletten‘ Lösung“, so Hotter. „Es findet somit ein Wandel in Richtung Vertikalisierung von Dienstleistungen statt. Der Grund dafür ist, dass durch die Nutzung von Cloud-Services großer Anbieter typische Infrastruktur-und Middleware-Betriebsaufgaben für den ‚klassischen‘ Managed-Service-Provider wegfallen. Hat er früher vielleicht Datenbanken und Web-Middleware auf Systemen des Kunden betrieben, so werden diese inzwischen vielfach von AWS und Co. bereitgestellt.“

Zum anderen müsse der Managed-Service-Provider auch die generell zunehmende Nutzung von Cloud-Services im Blick haben, die die Komplexität der Systemlandschaft in der Regel deutlich erhöht. Um Unternehmen auch zukünftig unterstützen zu können, sollte ein Managed-Service-Provider folglich weg vom „isolierten“ Service-Angebot gehen und sein Dienstleistungsportfolio eher auf Komplettlösungen für den Betrieb von Applikationslandschaften eines Unternehmens ausrichten.

Immer noch erhebliches wirtschaftliches Potenzial

Trotz aller Veränderungen und Herausforderungen, wie der generellen Transition hin zu Cloud-basierten Angeboten, bietet der Markt für Managed-Service-Provider nach Einschätzung von Hotter immer noch ein erhebliches wirtschaftliches Potenzial: „Angesichts der stetig wachsenden Menge an Cloud-Dienstleistungen gehört zu den wichtigen Aufgaben eines Anbieters von Betreibermodellen künftig auf jeden Fall die Beratung des Kunden bei der Auswahl von Services, die die Unternehmensanforderungen am besten abdecken. Dabei geht es nicht nur um die technischen Rahmenbedingungen, sondern vor allem auch um die Kostenoptimierung und die kontinuierliche Kostenkontrolle. Konkret sollte das Angebot eines Managed-Service-Providers beinhalten: die auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmte Vertragsgestaltung, die Steuerung von Betriebsprojekten in einem agilen Umfeld sowie die Berücksichtigung von rechtlichen Vorgaben und Sicherheitsanforderungen.“

Neben der stärkeren Cloud-Nutzung und neuen Unternehmensanforderungen verändere auch der zunehmende Einsatz von DevOps-Modellen das Tätigkeitsfeld von Managed-Service-Providern. Nutze ein Unternehmen DevOps-Prozesse bei der Erstellung und Bereitstellung von Applikationen, etwa agile Prozesse in der Software-Entwicklung mit kurzen Sprints anstatt quartalsweisen Major Releases, sei auch der Betrieb unmittelbar betroffen. Für einen Managed-Service-Provider besteht dadurch die Notwendigkeit, sein Lösungsangebot um die Bereitstellung und den Betrieb funktionierender CI- und CD-Pipelines (CI = Continous Integration, CD Continous Development) zu erweitern.

„Die derzeitige Dynamik in der Wirtschaft, Stichwort Time-to-Market, erfordert auch von Managed-Service-Providern eine schnelle Anpassung an sich ändernde Rahmenbedingungen“, so Hotter. „Die Chance für den Dienstleister liegt in unseren Augen im Betrieb mit einer Gesamtverantwortung für die Lösung, etwa auch mit konkreten Maßnahmen zur Optimierung von Cloud-Kosten und -Aufwänden.“

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Über den Autor

Dr. Dietmar Müller

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Journalist