Flüssigkeit im Server

Liquid Cooling von Asetek im Primergy CX halbiert die Energiekosten

| Redakteur: Ulrike Ostler

Traumhafte Energie-Effizienzgrade lassen sich durch Flüssigkeitskühlung in den Servern erreichen.
Traumhafte Energie-Effizienzgrade lassen sich durch Flüssigkeitskühlung in den Servern erreichen. (Bild: Fujitsu)

Kühle Server statt heißer Luft: Die Flüssigkühlung des Fujitsu-Technologiepartners Asetek reicht bis an den Chip, erlaubt gezieltes Abführen von Abwärme und den Betrieb von bis zu 160 „Intel Xeon“-Prozessoren und 1.280 Speichermodulen pro Standard-Rack bei einem PUE-Wert unter 1,06.

Mit zwei Cluster-Nodes der „Primergy CX“-Reihe erweitert Fujitsu das Portfolio von Hochleistungs-Servern, die sich insbesondere für große Scale-Out-Umgebungen, Cloud- und High Performance Computing (HPC) eignen. Das Schmarkerl hierbei ist die „Cool-Central Liquid Cooling“-Technik von Asetek, mit der die Server ausgestattet werden. Die prämierten Kühltechnologie erlaubt Kosteneinsparungen von bis zu 50 Prozent.

Gut erkennbar: die Kalt und Warmwasseranschlüsse für die Asetek/Fujitsu-Technik "Cool-Central Liquid Cooling"
Gut erkennbar: die Kalt und Warmwasseranschlüsse für die Asetek/Fujitsu-Technik "Cool-Central Liquid Cooling" (Bild: Fujitsu)

Stromverbrauch gesenkt, Rechenleistung erhöht

Ein typisches Rechenzentrum verbraucht bis zu 40 Prozent seines Strombedarfs für die Kühlung. Um die Betriebskosten zu senken, ist folglich die Senkung des Stromverbrauchs essentiell. Für Hochleistungsrechner (HPC) ist es außerdem von hoher Priorität, die Rechenleistung auf Grund von limitiertem Platz auf jedem verfügbaren Quadratmeter zu maximieren.

Die neuen flüssigkeitsgekühlten Fujitsu-Server-Modelle „Primergy CX400 M1“ und ihre Cluster Nodes erreichen dieses Ziel, indem sie die Packdichte um ein Vielfaches erhöhen. Bei der Verdichtung der Rechenleistung können nun bis zu 160 Intel Xeon-Prozessoren und 1.280 Speichermodule pro Standard-Rack zum Einsatz kommen.

Der daraus resultierende Stromverbrauch von über 30 Kilowatt pro Rack rückt eine leistungsfähige Flüssigkeitskühlung in den Fokus, um möglichst geringe Betriebstemperaturen zu gewährleisten. Da der Stromverbrauch nach Schätzungen von Fujitsu im kommenden Jahr auf bis zu 50 Kilowatt pro Rack ansteigen wird, benötigen Rechenzentrumsbetreiber schon heute eine modulare und erweiterbare Kühltechnologie.

Das kann keine Luftkühlung

Das Cool-Central Liquid Cooling bietet für die genannten Herausforderungen eine effiziente technische Basis: Während die Rack-Dichte bei sinkenden Kühlungs- und Energiekosten erhöht wird, ist für das Errichten neuer Rechenzentren ein deutlich geringeres Investment nötig. Dies gilt insbesondere im Vergleich mit traditionell luftgekühlten Infrastrukturen.

Uwe Romppel, Head of Product Management Server bei Fujitsu, erläutert: Fujitsu revolutioniere mit diesem System die Rechenzentrumsplanung und sei der erste große Hersteller, der eine Direct-to-Chip-Flüssigkühlung für die effiziente Errichtung und den Betrieb von Scale-Out-Rechenzentren liefere.

Er sagt: „Das Erreichen eines PUE-Wertes von knapp 1,0 bekräftigt unser Vorhaben eine optimale Energie-Auslastung im RZ zu erreichen.“ PUE-Werte von 1,3 seien bereits ausgezeichnet und bedeuteten, dass nur 30 Prozent der eingesetzten Energie ineffektiv verbraucht würden. „Die Fujitsu Cool-Central Liquid Cooling-Lösung erlaubt den Betreibern von Rechenzentren das Erreichen einer PUE von weniger als 1,06 und erleichtert die Zweitverwertung von Abwärme an anderer Stelle.“

Die Verwertung der Abwärme

Denn ein positiver Nebeneffekt der Flüssigkeitskühlung ist, dass sich die Abwärme in Form von 60 Grad warmem Wasser relativ einfach zum Heizen oder Kühlen von Büroräumen oder anderen Einrichtungen nutzen lässt. Durch die Kooperation mit dem dänischen Kühlungs-Spezialisten Asetek ist Fujitsu dazu in der Lage, eine Server-Infrastruktur anzubieten, die der Flüssigkühlung „Direct to Chip“ die Abwärme von zentralen Komponenten wie CPUs, Grafikprozessoren und Speichermodulen in Servern quasi reibungslos abführt.

Preise und Verfügbarkeit

Die neuen Cool-Central Liquid Cooling-Lösungen auf Basis des „Fujitsu Primergy CX400 M1“ Server sowie den Cluster Node „Primergy CX2550 M1“ und „CX2570 M1“ sind bereits heute auf Projektbasis verfügbar. Die generelle globale Verfügbarkeit ist für September 2015 geplant. Die Preise variieren nach Konfiguration und Region.

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Kommentar aus Linkedin: Cool stuff von Erhard Raible, Managing Director at GLOBAL SWITCH *...  lesen
posted am 27.07.2015 um 18:13 von Unregistriert


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