Thinksystem SR670 mit neuem Design

Lenovo-Server für Künstliche Intelligenz und High Performance Computing

| Redakteur: Ulrike Ostler

Im „Thinksystem SR670“ sitzen die bis zu vier GPUs „Nvidia Tesla V100“ vorne im Gehäuse.
Im „Thinksystem SR670“ sitzen die bis zu vier GPUs „Nvidia Tesla V100“ vorne im Gehäuse. (Bild: Lenovo)

Der Lenovo-Server „Thinksystem SR670“ ist von Grund auf neu konzipiert und für den Einbau von Bauteilen, die einen Mehrwert liefern - wie GPUs und Beschleuniger – optimiert und flexibilisiert.

Nach Angaben von Lenovo hat man das das traditionelle Board-Level-Design neu erdacht: Die Bauteile sind nicht mehr festen Positionen auf einem großen, statischen Motherboard zugeordnet. Stattdessen ist das System unterteilt: Verschiedene Funktionen sind über das Gesamtsystem verteilt und für Zugriff, Kühlung und Leistung optimiert. Konkret sind die Speicherplatten im Thinksystem SR670 im hinteren Teil des Servers positioniert und die PCIe vorne.

Von der Spracherkennung über das Training virtueller Assistenten bis zum Erkennen von Fahrspuren auf der Straße und dem Autonomen Fahren stellen sich Datenwissenschaftler mit der Hilfe von Künstlicher Intelligenz immer komplexeren Herausforderungen. Dadurch verändert sich die Erwartungshaltung gegenüber Künstlicher Intelligenz (KI) und insbesondere gegenüber der Hardware, die sie antreibt.

Frontalansicht des Thinksystem SR670: Auf zwei Höheneinheiten arbeiten bis zur vier leistungsstarke GPUs.
Frontalansicht des Thinksystem SR670: Auf zwei Höheneinheiten arbeiten bis zur vier leistungsstarke GPUs. (Bild: Lenovo)

Der Lenovo Thinksystem SR670 mit seinem neuen Designkonzept soll dabei helfen, diese Herausforderungen zu meistern. Der Server bietet Performance für Workloads in den Bereichen KI und High-Performance Computing (HPC). Das System basiert auf den Intel-Prozessoren der „Xeon Scalable“-Familie und unterstützt GPUs wie „Nvidia Tesla V100“.

Zu den Leistungsmerkmalen des Thinksystem SR670 gehören:

Ergänzendes zum Thema
 
Die Technikdaten
  • Bis zu vier GPUs (volle Höhe, volle Länge, doppelte Breite) in einem 2 HE-Formfaktor
  • Bis zu acht 2,5-Zoll-SATA-HDDs/SSDs und M.2 Boot-SSDs für hohe Speicherflexibilität
  • Unterstützung für Mellanox EDR-, Intel 2x 10GbE und Intel 2x 1GbE-Networking
  • Unterstützung von Lenovo intelligent Computing Orchestration (Lico) HPC/AI-Management-Software

Skalierbarkeit

Egal, ob ein Unternehmen die ersten Schritte im Bereich KI wagt oder bereits umfangreiche Erfahrungen gesammelt hat, die eingesetzte Lösung muss den Anforderungen des Unternehmens entsprechend skalierbar sein. Dank Hochgeschwindigkeits-Fabric und -Netzwerkanschluss lässt sich der SR670 in Cluster-Umgebungen einbinden, um horizontale Skalierbarkeit zu ermöglichen, wenn die Workload-Anforderungen steigen. Außerdem gestattet es die Lico-Plattform von Lenovo verschiedene Benutzer sowie Skalierungen in einer einheitlichen Cluster-Umgebung zu unterstützen.

Lico ist eine Management-Software, die Cluster-Ressourcen sowohl für HPC- als auch KI-Anwendungen in einem einfachen und übersichtlichen Tool darstellt und administrierbar macht. Sie bietet vordefinierte Workflows und unterstützt unterschiedliche KI-Frameworks wie „Tensorflow“, „Caffe“, „Neon“ und „MXNet“. Anwender können so einen zentralen Cluster für verschiedene Workload-Anforderungen nutzen.

Einfach einmal ausprobieren - im KI Innovation Center, Stuttgart

Damit Interessenten die ersten Schritte in die Welt der Künstlichen Intelligenz möglichst leicht fallen, hat Lenovo so genannte KI Innovation Center gegründet. Hier können Interessenten Lenovo-Technik mit einem eigenen Proof-of-Concept testen, ehe sie sich für ein System entscheiden.

Das KI Innovation Center in Stuttgart: Hier können Interessenten KI-Anwendungen mit einem eigenen Proof-of-Concept vorab testen.
Das KI Innovation Center in Stuttgart: Hier können Interessenten KI-Anwendungen mit einem eigenen Proof-of-Concept vorab testen. (Bild: Lenovo)

Dabei stehen ihnen sowohl Datenforscher als auch KI-Architekten von Lenovo zur Seite. Eines von weltweit drei KI Innovation Center steht in Stuttgart, am deutschen Firmensitz von Lenovo.

Zukunftsmusik

Die Technologien rund um die Server-CPU werden sich in Zukunft noch schneller weiterentwickeln und massive Leistungssteigerungen für viele Arten von Workloads ermöglichen. Durch die Entwicklung der Thinksystem SR670-Plattform mit integrierter Modularität will Lenovo dieser Erkenntnis Rechnung tragen.

Der Hersteller kündigt an, dass das Systemdesign weiterentwickelt wird, um Kunden die Möglichkeit und die Flexibilität zu bieten, ihrem System schnell und unkompliziert neue Technologien hinzufügen zu können. Kunden sollten nicht durch ein System gebremst werden, das sich nicht verändern lässt und nicht mit ihnen wachsen kann, wenn sie ihre Intelligenzplattformen der Zukunft aufbauen.

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