Wissenschaftliche Infrastruktur KIT baut KI-Rechenzentrum mit zehn Megawatt Ausbaupotenzial

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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In Karlsruhe entsteht ein Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz (KI) und wissenschaftliches Rechnen: Die Anlage startet mit rund zwei Megawatt Leistung und kann auf bis zu zehn Megawatt erweitert werden.

24 Millionen Euro an Fördermittel vom Bund und dem Land Baden-Würrtemberg: Im  modular aufgebauten Rechenzentrum ermöglichen Hochleistungsverbindungsleitungen die Vernetzung zahlreicher Systeme.(Bild:  © www.kit.edu)
24 Millionen Euro an Fördermittel vom Bund und dem Land Baden-Würrtemberg: Im modular aufgebauten Rechenzentrum ermöglichen Hochleistungsverbindungsleitungen die Vernetzung zahlreicher Systeme.
(Bild: © www.kit.edu)

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) errichtet auf dem Campus Nord ein Rechenzentrum für KI-Anwendungen und wissenschaftliche Simulationen. Die Anlage soll zunächst eine elektrische Leistung von rund zwei Megawatt bereitstellen. Mehrere große Simulationen und KI-Anwendungen können damit parallel betrieben werden.

Das Rechenzentrum wird modular aufgebaut. Ein Stromanschluss von bis zu zehn Megawatt soll ermöglichen, die Rechenkapazität bei steigendem Bedarf schrittweise auszubauen. Das KIT will die Infrastruktur Forschenden, Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen in Baden-Württemberg zur Verfügung stellen.

Gemeinsame Nutzung von KI und Simulationen

Die vorhandene Rechenleistung soll möglichst kontinuierlich ausgelastet werden. Tagsüber sind höhere Kapazitäten für KI-Anwendungen vorgesehen, während die Infrastruktur nachts für rechenintensive wissenschaftliche Simulationen genutzt werden kann. Damit sollen ungenutzte Kapazitäten reduziert werden.

Das neue Rechenzentrum ergänzt zugleich die bestehende Infrastruktur des KIT. Die ersten Rechner sollen 2030 in Betrieb gehen und bestehende Systeme ersetzen sowie zusätzliche Kapazitäten für datenintensive Forschung schaffen.

Abwärme soll Campus versorgen

Auch die Wärmeversorgung ist Bestandteil des Konzepts. Das Rechenzentrum entsteht in unmittelbarer Nähe zum Blockheizkraftwerk auf dem Campus Nord. Die Abwärme der Rechner soll über Wärmepumpen in das Wärmenetz des Campus eingespeist werden. Nach Angaben des KIT kann die Abwärme künftig einen großen Teil des Wärmebedarfs der dortigen Gebäude decken und den Einsatz fossiler Energieträger reduzieren.

Die Bauarbeiten sollen schnellstmöglich beginnen und spätestens Ende 2029 abgeschlossen sein. Das Vorhaben wird mit insgesamt 24 Millionen Euro von Bund und Land Baden-Württemberg gefördert.

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