Passive Kühlung im Rechenzentrum Kaltgang-Einhausung von Siemon

Redakteur: Ulrike Ostler

Mit einem neuen System für die Kaltgang-Einhausung im Rechenzentrum will Hersteller Siemon eine kostengünstige Methode bieten, mit der sich die Kühlkapazität ohne zusätzliches Kühlungs-Equipment auf bis zu 13 Kilowatt pro Schrank erhöhen kann.

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Kaltgangeinhausungen verhindern eine Vermischung von Warm- und Kaltluft. Die Kühlsysteme können auf höhere Temperaturen eingestellt werden und sorgen dennoch für eine ausreichende, sichere Kühlung der Geräte.
Kaltgangeinhausungen verhindern eine Vermischung von Warm- und Kaltluft. Die Kühlsysteme können auf höhere Temperaturen eingestellt werden und sorgen dennoch für eine ausreichende, sichere Kühlung der Geräte.
(Biled: Siemon)

Generell verbessern Systeme zur Einhausung die Energie-Effizienz und tragen zu einer Reduzierung der Stromkosten für die Kühlung bei. Zugleich wird eine höhere Gerätedichte in Umgebungen ermöglicht, die sonst aufgrund der begrenzten Kapazität zur Raumkühlung nicht machbar wäre.

Auch mit der Abschottung und damit Abtrennung der Kaltluftzufuhr durch das neue System von Siemon, Anbieter von Infrastrukturlösungen für Rechenzentren, können Geräte zur Raumkühlung effizienter arbeiten. Das senkt die Stromkosten und verbessert die Power Usage Effectiveness-Kennzahlen (PUE). Außerdem kann es dazu genutzt werden, um größere Wärmedichten zu bewältigen und die vorhandene Rechenzentrumsfläche maximal auszunutzen.

Stuart Gray, Produkt-Manager für Energie und Kühlung bei Siemon, erläuter, dass mit der Einhause von Kaltgängen zugleich die Umgebungstemperatur steigen kann, und dass diese Maßnahme widerum ebenfalls die Energiekosten senkt:

„Höhere Temperaturen senken die Energiekosten, da zum einen die Lüfter mit geringerer Geschwindigkeit laufen können, die Temperaturen des Kühlwassers höher sein dürfen und zum anderen vermehrt Freiluftkühlung (durch die Umgebungsluft) genutzt werden kann. Diese zusätzliche Kühlkapazität ermöglicht es ebenso, mit dem vorhandenen Kühlsystem größere Wärmedichten zu bewältigen, ohne weitere Investitionen in zusätzliche kostenintensive Klimatechnik tätigen zu müssen.”

Siemon-Schränke im Siemon-Kaltgang

Das System zur Kaltgangeinhausung eignet sich zur Verwendung mit den Siemon-Schränken „VersaPOD“ und „V600 RZ“. Das robuste System lässt sich schnell und bequem vor Ort montieren. Zu den Hauptbestandteilen zählen Deckenplatten, Füllplatten, Türen und Abschlusswände.

Ergänzend dazu ist eine Reihe von Zubehörteilen erhältlich, wie Halterungen zur Wandmontage und Distanzprofile zum Höhenausgleich für kleinere Schränke (42 HE) innerhalb des eingehausten Ganges. Starke Dichtungen und selbstschließende Türen sorgen für eine noch stärkere thermische Abdichtung.

Nachrüsten ist einfach

Das "Ice Pack Cooling Door"-System von Siemon
Das "Ice Pack Cooling Door"-System von Siemon
(Bild: Siemon)
Das Siemon-System lässt sich bequem nachrüsten, wie Gray erläutert: „Mit minimalem Kostenaufwand und kurzer Installationszeit kann die Effizienz vorhandener Systeme zur Raumkühlung durch Abschottung des Kaltganges verbessert werden.“

Das sei eine „ausgezeichnete Alternative“ zu den vertikalen Abluftkanälen an Stellen, wo kein Rückluftkanal verfügbar ist. Das System lässt sich in andere Kühlsysteme integrieren oder ergänzend dazu verwenden, wie mit der „Ice Pack“-Kühltür von Siemon. In diese ist ein Wärmetauscher integriert, der mit passiver Flüssigkeitskühlung arbeitet.

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