Fjords, Fische und das Internet IT-Monitoring im Rechenzentrum und auf hoher See

Autor / Redakteur: Samira Liebscher* / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Um seine IT-Infrastrukturen und -Netzwerke immer im Blick zu behalten, setzt der norwegische Energie- und Internet Provider Tafjord auf Netzwerk-Monitoring mit „PRTG“. Neben den reinrassigen IT-Umgebungen behält Tafjord damit nun auch Umgebungsparameter, wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur sowie die aktuellen Angelbedingungen im Blick.

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Angelglück durch Angelsensor: Stein Erik Høybakk, Senior Network Engineer bei Tafjord setzt PRTG auch zur Planung seiner Angelfreizeit ein.
Angelglück durch Angelsensor: Stein Erik Høybakk, Senior Network Engineer bei Tafjord setzt PRTG auch zur Planung seiner Angelfreizeit ein.
(Bild: Tafjord / Paessler)

Laut UN-Index ist Norwegen das höchstentwickelte Land der Welt. Daher haben auch die Einwohner hohe Ansprüche an das Thema Konnektivität. Doch wer schon einmal im norwegischen Dorf Tafjord war – oder sich die isolierte Lage über Google Maps ansieht –, der weiß, dass ein schneller und zuverlässiger Internet-Zugang insbesondere an einem solch abgelegenen Ort von großer Bedeutung ist, sowohl für die Bewohner als auch für ortsansässige Unternehmen. Internet-Anbieter wie den norwegischen Energie- und Internetprovider Tafjord stellt dies vor eine große Herausforderung.

Tafjord hat seinen Hauptsitz in Ålesund, etwa 100 Kilometer westlich von Tafjord. In seinen mehr als hundert Jahren Firmengeschichte hat sich das Unternehmen als regionaler Energie- und Internet Provider etabliert. Stein Erik Høybakk arbeitet als Senior Network Engineer bei Tafjord und ist für ca. 25.000 Privatkunden verantwortlich, die an ihren abgelegenen Wohnsitzen TV- und Internet-Zugang benötigen. Darüber hinaus ist er für 1.500 Unternehmen jeglicher Größe zuständig, die natürlich trotz ihres abgelegenen Standorts reibungslos ihre Geschäftstätigkeiten betreiben möchten.

Für Tafjord bedeutet dies, dass seine IT-Infrastruktur und -Netzwerke rund um die Uhr ohne Fehler oder Ausfälle funktionieren müssen. Kommt es doch einmal zu Störungen, muss Stein Erik Høybakk sofort alle erforderlichen Informationen erhalten, um das Problem schnellstmöglich beheben zu können und so Ausfallzeiten zu vermeiden. Um dies zu gewährleisten, nutzt Høybakk das Monitoring-Tool „PRTG Network Monito“.

Mit einer Anwendung alles im Blick

Bisher kamen bei Tafjord die Monitoring-Systeme Solarwinds, „Cacti“ und „SNMPC“ zum Einsatz, um unter anderem Server, Hardware, Bandbreite, Anwendungen, Cloud-Dienste, LAN/WAN, Ports und E-Mails zu überwachen. Neben den virtuellen Umgebungen galt es zudem, auch Umgebungsparameter, wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur – und die Angelbedingungen – im Blick zu behalten.

„Mit Solarwinds, Cacti und SNMPC benötigten wir drei verschiedene Monitoring-Systeme, um einen Überblick über all unsere Systeme und Geräte zu erhalten“, sagt Stein Erik Høybakk. „In keiner der bisherigen Anwendungen gab es mobile Apps, was unsere Arbeit deutlich erschwerte. Dies war schließlich mit einer der Hauptgründe, weshalb wir zu Paesslers PRTG Network Monitor wechselten. Als wir dann herausgefunden haben, dass PRTG alle drei Lösungen für unsere Anforderungen vollständig ersetzen kann, war das natürlich ein riesiges Plus für uns. Auf diese Weise sparen wir nicht nur Zeit, sondern auch Geld.“

Mobile Apps spielten für Tafjord bei der Auswahl eines geeigneten Monitoring-Tools eine wichtige Rolle. Als Senior Network Engineer arbeitet Høybakk nicht nur an seinem Schreibtisch, sondern auch in Rechenzentren oder ist als Internet Provider in einem ländlichen Gebiet oft unterwegs im Außeneinsatz.

Daher sind Android- und iOS-Apps, die Push-Benachrichtigungen ermöglichen, für seinen Job eine wichtige Unterstützung. „Ich habe eine große Verantwortung gegenüber meinen Kunden, aber ich bin auch ein leidenschaftlicher Angler. Deshalb muss ich auf meinen Angelausflügen immer erreichbar sein und Benachrichtigungen über den aktuellen Status unserer IT erhalten“, sagt Høybakk.

Die Bedeutung des Monitoring

Für Høybakk und sein Team liegt der Hauptnutzen von PRTG darin, die Kontrolle über die IT zu behalten, indem Probleme sofort und überall sichtbar gemacht werden. Über das zentrale Dashboard haben die Verantwortlichen immer die Leistung und Verfügbarkeit im Auge, um rechtzeitig bei auftretenden Problemen reagieren zu können. „Langfristig betrachtet helfen uns die Monitoring-Daten bei der Kapazitätsplanung. So können wir die erforderlichen Ressourcen sowohl für unsere eigenen Systeme als auch für unsere Kunden bereitstellen, ohne dabei unnötig Geld für Redundanzen auszugeben.“

Høybakk betreibt eine PRTG-Installation mit etwa 7.000 Sensoren auf einem virtuellen Server. In erster Linie überwacht er die Verfügbarkeit und Brandbreite, aber auch den Status von Servern und Services, Firewalls, E-Mail-Warteschlangen und Details wie den Batteriestand der Unterbrechungsfreien Stromversorgung. Zudem prüft er Umgebungsparameter wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur an Knotenpunkten und in Rechenzentren.

Insbesondere auf die Gerätetemperatur zu achten ist wichtig, um Ausfälle und Erosion aufgrund erhöhter Temperatur zu vermeiden. Behält Høybakk die Temperatur der Serverräume im Auge, kann er frühzeitig reagieren, zum Beispiel wenn die Raumtemperatur steigt. Dann kühlt er den gesamten Raum ab, um zu verhindern, dass Geräte einem kritischen Temperaturbereich ausgesetzt werden.

Bei seiner täglichen Arbeit stellt Høybakk oft fest, dass viele seiner Business-Kunden die Notwendigkeit von Monitoring noch nicht erkannt haben. „Wir überwachen die Verfügbarkeit und die Brandbreitennutzung für unsere Kunden und haben dadurch natürlich einen Einblick in ihre IT. Treten Probleme auf, stellen wir oft fest, dass viele Kunden – auch wenn es erfahrene IT-Experten sind – ihre IT nicht zusätzlich selbst überwachen. Insbesondere da ich sehe, wie viele Auffälligkeiten durch den Einsatz von PRTG für das IT-Monitoring gar nicht erst zu Problemen werden, ist dieses Thema meiner Meinung nach ein Muss für jedes Unternehmen.“

Das Tafjord-Headquarter in Ålesund
Das Tafjord-Headquarter in Ålesund
(Bild: Tafjord)

And what about the fish?

Die meisten Norweger sind leidenschaftliche Angler. Auch Stein Erik Høybakk ist hier keine Ausnahme. Doch da schönes Angelwetter in Westnorwegen selten ist, muss er jede Chance nutzen.

Aus diesem Grund hat Høybakk für PRTG einen eigenen „Angelsensor“ geschrieben, der die Wettervorhersage abfragt und ihn frühzeitig darüber informiert, wann er einen halben Tag frei nehmen und in den Gewässern rund um Ålesund nach Kabeljau und Heilbutt fischen sollte. „PRTG hilft mir nicht nur dabei, die beste Zeit für einen Angelausflug zu finden, sondern es ist auch meine berufliche Absicherung, da ich mein Handy mit der PRTG-App immer dabeihabe. So kann ich sicher sein kann, dass ich informiert werde, wenn etwas Unerwartetes in unserem Rechenzentrum passiert.“

Fazit

Für alle Unternehmen, deren Geschäftsabläufe von ihrer IT abhängen, ist es von großer Bedeutung, dass alle IT-Geräte und -Systeme zuverlässig funktionieren. Mithilfe des Monitoring-Tools PRTG ist es dem norwegischen Energie- und Internet Provider Tafjord möglich, alle wichtigen Systeme, Geräte sowie Umgebungsparameter mit nur einer Lösung zu überwachen. Mittels App hat der Senior Network Engineer Stein Erik Høybakk auch unterwegs alles im Blick und kann frühzeitig auf Probleme reagieren – selbst beim Angeln auf offener See.

* Samira Liebscher ist freie Journalistin.

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