Ausstattung für IT und Marktplatz für Carrier

Interxion eröffnet siebtes Rechenzentrum in Frankfurt

| Redakteur: Ulrike Ostler

Am 17. April hat Interxion sein 7. Frankfurter Rechenzentrum in Betrieb genommen. DataCenter-Insider durfte sich die innerste Technik anschauen. Hier sind zwei Dieselgeneratoren, die den Rechenzentrumsbetrieb sichern, wenn der Strom ausfällt und die USV-Anlagen nicht mehr ausreichen.
Am 17. April hat Interxion sein 7. Frankfurter Rechenzentrum in Betrieb genommen. DataCenter-Insider durfte sich die innerste Technik anschauen. Hier sind zwei Dieselgeneratoren, die den Rechenzentrumsbetrieb sichern, wenn der Strom ausfällt und die USV-Anlagen nicht mehr ausreichen. (Bild: Interxion)

Wer kein eigenes Rechenzentrum betreiben sondern Rechenzentrumsinfrastruktur mieten will, ist bei Anbietern wie der Interxion Holding NV richtig. In Frankfurt hat das Unternehmen in der vergangene Woche das siebte Rechenzentrum auf dem Frankfurter Campus eröffnet: „FRA 7“.

Rund 21 Millionen hat das 29. Interxion-Rechenzentrum gekostet. Geschaffen wurden 1.500 Quadratmeter zusätzliche Netto-Rechenzentrumsfläche sowie 2 Megawatt Stromkapazität für Kunden.

Und das, „RZ-Fläche, sauberen, stets verfügbaren Strom inklusive physikalischer Sicherheit, ist das, womit Interxion Geld verdient“, erläutert Peter Knapp, Geschäftsführer der Interxion Deutschland GmbH, "nicht aber mit irgendeinem ITK-Service." Ansonsten bezeichnet er sein Geschäft als „Flughafen für die digitale Welt“ oder auch als „Hotel für Carrier“.

Peter Knapp, Geschäftsführer der Interxion Deutschland GmbH, bezeichnet sein Geschäft als „Hotel für Carrier“.
Peter Knapp, Geschäftsführer der Interxion Deutschland GmbH, bezeichnet sein Geschäft als „Hotel für Carrier“. (Bild: Interxion)

Dazu trägt unter anderem der Standort bei: Frankfurt ist aufgrund der vielfältigen Netzwerkanbindungen der ideale Standort zur Ansiedlung von Rechenzentren, führt Knapp aus. So beherbergt Interxion auf seinem dortigen Gelände bereits 13 Jahren die Kerninfrastruktur des DE-CIX, den am Peak-Traffic gemessen größten Internet-Austauschknoten der Welt.

Interxion in Europa und Deutschland

Insgesamt pflegt Interxion B.V., dessen Rechenzentren verteilt in 13 Städten untergebracht sind, Beziehungen zu rund 400 Carriern und 18 Internet-Austauschknoten. Das wiederum erlaubt den Kunden eine große Auswahl, bei der Suche nach geeigneter Netzanbindung.

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Für die Anschlüsse stellt auch das neue Rechenzentrum einen „Patching-Raum“ bereit. Dort kommen die Leitungen an, über einen redundant ausgelegten Glasfaserring auf dem Interxion-Campus. Er ist bereits mit leeren Rittal-Schränken bestückt, so dass die Kunden ihr Equipment nur noch anschließen können und entsprechende Verträge mit ihrem Netzanbieter benötigen.

Diese Peering-Optionen (siehe: Abbildung 3) macht Interxion zu einem „Carrier-neutralen“ Anbieter von Rechenzentrumsdienstleistungen und Colocation. Zugleich versteht Knapp sein Haus aber auch als Marktplatz. Denn wo die Angebote verschiedener IT- und Telekommunikationsdienstleitungen so nah beieinander sind, lassen sie sich auch gut vergleichen. „Aufgrund des Konkurrenzdrucks können wir den günstigsten Cloud-Zugang bieten“, sagt der Geschäftsführer.

Die Nachfrage für Clouds nimmt zu

Nicht wenige Carrier gehören zugleich zur Interxion-Kundschaft: BT, Deutsche Telekom, Verizon, KPN, Telefonica. Insgesamt zählt das Unternehmen in Europa rund 1.200 Kunden und verdiente im Geschäftsjahr 2011 rund 244,3 Millionen Euro mit 377 Mitarbeitern. Das entspricht einer Umsatzsteigerung zum Vorjahr um 17 Prozent.

Wenig erstaunlich ist, dass sie Kunden am Finanzplatz Frankfurt auch aus der Finanzbranche kommen. Dazu kommen aber auch digitale Medien, etwa RTL Interactive, Service Provider wie IBM, Terremark, HP, Siemens, Steria und Quality Hosting, sowie große und mittelgroße Unternehmen wie Canon, Bacardi, Pfizer, Sage Software, Schneider Electric und Bechtel.

„Wir können insbesondere beobachten, dass das Cloud-Geschäft wächst“, sagt Knapp. Im März eröffnete Cloudgermany.de ein Cloud Testlab bei Interxion Frankfurt. Auch die Frankfurt Cloud ist hier beheimatet.

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