Öffentliche IT-Infrastruktur Landkreis Emsland investiert 3,4 Millionen Euro in Rechenzentrum

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Landkreis Emsland errichtet am Meppener Kreishaus ein neues Rechenzentrum mit Büroflächen. Der Neubau soll die Anforderungen an Kritische Infrastruktur erfüllen und die Ausfallsicherheit erhöhen.

An dieser Stelle soll das Rechenzentrum entstehen (v. l.) Daniel Steffens, Gebäudemanagement, Holger Trossen, Innerer Service und Digitalisierung, Michael Steffens, Kreisentwicklung,  Marc-André Burgdorf, Landrat, Michael Kiehl, Kreisbaurat und Mark Sievers, Leiter der IT-Abteilung, stellen die Pläne vor.(Bild:  Landkreis Emsland)
An dieser Stelle soll das Rechenzentrum entstehen (v. l.) Daniel Steffens, Gebäudemanagement, Holger Trossen, Innerer Service und Digitalisierung, Michael Steffens, Kreisentwicklung, Marc-André Burgdorf, Landrat, Michael Kiehl, Kreisbaurat und Mark Sievers, Leiter der IT-Abteilung, stellen die Pläne vor.
(Bild: Landkreis Emsland)

Der Landkreis Emsland hat mit dem Bau eines Rechenzentrums am Kreishaus in Meppen begonnen. Der Neubau soll die bisherige Unterbringung der IT ablösen, die sich bislang innerhalb des über 40 Jahre alten Verwaltungsgebäudes befindet.

Nach Angaben des Landkreises erfüllt das Projekt die Anforderungen an Kritische Infrastruktur (KRITIS) und soll die Daten- sowie Stromversorgung langfristig gegen Ausfälle absichern.

Das Gebäude entsteht auf einer rund 656 Quadratmeter großen Grundfläche und umfasst drei Etagen. Während zwei Geschosse als Büroflächen dienen sollen, ist eine Ebene für das Rechenzentrum vorgesehen. Die Fassade soll teilweise begrünt werden.

Die vorhandene Infrastruktur zieht das neue Rechenzentrum um

So soll das teils begrünte Datacenter mit Bürofläche in den oberen beiden Stockwerken aussehen.(Bild:  Landkreis Emsland)
So soll das teils begrünte Datacenter mit Bürofläche in den oberen beiden Stockwerken aussehen.
(Bild: Landkreis Emsland)

In das neue Rechenzentrum sollen zahlreiche bestehende Systeme der IT-Infrastruktur umziehen. Ergänzend beschafft der Landkreis neue Komponenten, um den steigenden Anforderungen an die Speicherung, Verarbeitung und Verteilung wachsender Datenmengen gerecht zu werden.

Die Bauarbeiten haben Mitte Juni 2026 begonnen. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen.

Investition von insgesamt 3,4 Millionen Euro

Nach Angaben des Landkreises belaufen sich die Baukosten für das Rechenzentrum einschließlich Bürogebäude auf rund 2,24 Millionen Euro. Weitere etwa 1,2 Millionen fließen in die technische Ausstattung des Standorts. Damit investiert der Landkreis insgesamt rund 3,4 Millionen in das Projekt.

Verfügbarkeitsklasse 2

Das Rechenzentrum entsteht nach den Anforderungen der Verfügbarkeitsklasse 2 (VK2). Diese Klassifizierung definiert Anforderungen an Redundanz und Ausfallsicherheit für Rechenzentren mit erhöhtem Schutzbedarf.

Zur technischen Ausstattung gehören eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und ein Notstromaggregat mit 450 Kilovoltampere (kVA) Leistung. Die zentrale Stromverteilung wird in den Neubau verlagert, um die Netzersatzanlage, wie von der VK2 gefordert, einzubinden. Die Kühlung der IT-Systeme erfolgt über Sidecooler in Kombination mit Freikühlern.

(ID:50890820)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung