Kleiner Preis, für virtualisierte Umgebungen geeignet

Im Test: Igel One, Thin Client für kleine Umgebungen

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Die Feineinstellungen

Sobald die Session-Konfiguration vorgenommen wurde und alle Verbindungen zufriedenstellend laufen, kann es daran gehen, die restlichen Funktionen des Thin Clients an die Gegebenheiten der jeweiligen Umgebung anzupassen.

Dazu stellt das Setup-Tool den Anwendern eine Vielzahl weiterer Konfigurationsoptionen zur Verfügung. So haben die Mitarbeiter zum Beispiel unter „Accessories“ Gelegenheit, Software-Terminals wie Xterm zu aktivieren, das ICA-Verbindungscenter anzuzeigen (bei der Arbeit mit Citrix-Terminalservern), Card Reader einzurichten, Smartcard-Passwörter zu ändern und den bereits angesprochenen Applikationsstarter zu konfigurieren, der den Benutzern das Aufrufen von Sessions und Programmen erleichtert.

Dazu kommen noch Optionen zum Einschränken der Benutzerrechte beziehungsweise zum Zugriff auf den Sound Mixer, den Java Manager und ähnliches. Dieser Bereich des Setup-Werkzeugs ist klar gegliedert und wird niemanden vor unüberwindbare Hindernisse stellen.

Netzwerkkonfiguration

Die Netzwerkkonfiguration bietet neben der Standardeinstellung als DHCP-Client die Möglichkeit, das Gerät auch mit fixer IP-Adresse zu konfigurieren. Zusätzlich ist es auch möglich, Wählverbindungen über ADSL mit PAP, CHAP und MS-CHAP zu definieren und NFS- sowie SMB-Laufwerke in das System einzubinden.

Dank der ADSL-Verbindungsoption eignet sich der Thin Client auch für den Einsatz in Kleinst- und Home-Offices. Es wird sicher in vielen Fällen sinnvoll sein, in solchen Umgebungen Thin Clients einzusetzen, schon weil dann der Administrationsaufwand für die IT-Abteilung im vertretbaren Rahmen bleibt.

Drucker

Unter „Geräte“ findet sich eine Geräteinformation, die dem Windows-Gerätemanager ähnelt. An gleicher Stelle lassen sich CUPS-, LPD- oder TCP/IP-kompatible Drucker einrichten. Entsprechendes gilt für serielle, parallele und USB-Drucker. Möchte ein Anwender einen seriellen oder parallelen Drucker am Thin Client betreiben, so stellt Igel optional entsprechende Adapter für die USB-Schnittstellen bereit. Ebenfalls im Gerätemenü erfolgen die Konfiguration der Smartcard-Kommunikation und das Einrichten von USB-Speichergeräten. Im Test erkannte das System unsere USB-Speicher sofort, es existiert sogar eine Option zum Aktivieren eine Automount-Funktion, so dass die Arbeit mit USB-Storage-Komponenten auch für nicht technisch versierte Benutzer problemlos möglich sein sollte.

Die beiden letzten Menüs des Setup-Werkzeugs sind schnell erklärt. Das erste befasst sich mit der Sicherheit und ermöglicht die Vergabe von Passwörtern für Anwender und Administratoren, die Kerberos-Konfiguration und das Zulassen beziehungsweise Unterbinden von Remote-Zugriffen auf den Client.

Das zweite stellt alle zum Vornehmen der Systemkonfiguration erforderlichen Befehle bereit. Dazu gehören die Zeit- beziehungsweise Datumseinstellungen, das Einschalten der Funktion zum Spiegeln des Bildschirms mit VNC, Settings zu Firmware-Updates und Informationen über die vom Igel One bereitgestellten Dienste, nämlich CUPS, Java, LDP, TCP/IP-Print und ICA (oder – je nach Modus – andere Protokollservices wie Power-Term Web-Connect). Sämtliche Dienste lassen sich an dieser Stelle auch anhalten.

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