Lustre und Co.

Im HPC-Cluster müssen Filesysteme parallel arbeiten

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Die neuen Lustre-Editionen von Intel

Kein Wunder, dass Intel auf dieser lukrativen Baustelle rasch vorankommen will und schon im dritten Quartal zwei neue Lustre-Editionen auf den Markt bringt. Auf der seit März 2015 verfügbaren Lustre-Version 2.7 baut Intels Lustre Enterprise Edition 2.3 auf. Sie unterstützt mehrere parallel geschaltete Metadaten-Server sowie die Betriebssysteme Red Hat (RHEL 7) und Suse (SLES 12). Die gleichzeitig veröffentlichte Cloud Edition 1.2 für das beliebter werdende Hochleistungsrechnen in der Cloud bietet verbesserte Funktionen für Disaster Recovery, Datenverschlüsselung und das rasche Einrichten von Lustre auf Client-Rechnern.

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Im Frühjahr 2016 soll die nächste Version 3.0 der Enterprise Edition folgen. Sie soll verbesserte Sicherheit mit Kerberos und „SELinux“ bietet, File-System-Snapshots mit „OpenZFS“ speichern können und allgemein eine höhere Performance aufweisen. Da Lustre in sechs von zehn Supercomputern verwendet wird und alle Supercomputer ihre Leistung steigern müssen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen, sind leistungssteigernde Neuerungen von großer Bedeutung für den jeweiligen Betreiber. Am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart beispielsweise ist der Autohersteller Porsche beteiligt und daher stark daran interessiert, dass die bestmöglichen Rechner Aufgaben wie Crash-Simulationen und Modell-Prototyping optimal unterstützen.

Stefan Gillich, Director HPC and Workstation EMEA bei Intel. (Bild:  iscevents)
Stefan Gillich, Director HPC and Workstation EMEA bei Intel.
(Bild: iscevents)

„Die neuesten Lustre-Lösungen von Intel“, sagt Stephan Gillich, Director HPC bei Intel, „bieten signifikante Leistungs- und Kapazitätssteigerungen für HPC-Cluster und IT-Organisationen großer Unternehmen, vom Einsatz in der Cloud bis zu Big Data.“ Unter anderem sei Lustre für eines der größten US-amerikanischen HPC-Projekte (Aurora) auf diesem Gebiet ausgewählt worden.

Allianz von Intel und HP

Im Juli hat Intel mit HP eine enge Allianz geschlossen. Diese soll Innovationen bei Kunden vorantreiben und Unternehmen aller Größen den Zugang zu HPC-Lösungen ermöglichen (siehe: Abbildung 4). „Lustre ist für HP auf jeden Fall wichtig“, sagt etwa Frank Baetke, Global HPC Business Development Manager bei Hewlett-Packard. „Es ist eine strategische Komponente im Bereich paralleler Filesysteme für HPC-Umgebungen, aber wir sehen auch die Möglichkeit, dass Lustre mehr im kommerziellen Bereich eingesetzt wird.“

Innerhalb der neuen Allianz mit Intel bietet Hewlett-Packard sein HPC Solutions Framework an, das auf „HP-Apollo“-Servern basiert. Die neuen Branchen-Lösungen sollen den Einsatz von Supercomputing für Kunden aus Branchen wie Öl und Gas, Life Science und Finanzdienstleistungen deutlich vereinfachen.

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