Unter dem Aspekt Kohlenstoffneutralität Huawei präsentiert auf der MWC 2022 ein vorgefertigtes Rechenzentrum

Quelle: Pressemitteilung

Kohlenstoffneutralität wird zur dringlichsten Aufgabe der Welt. Die Nachfrage nach Rechenzentren, die von der Produktion bis zum Betrieb möglichst wenig Energie verschwenden steigt. Huawei wird auf der Mobilfunkmesse „MWC 2022“, die vom 28. Februar bis zum 3. März in Barcelona stattfindet, ein vorgefertigtes modulares Rechenzentrum vorstellen.

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Die Huawei-Rechenzentrumsmodule lassen sich nahezu beliebig zu komplexen Gebilden zusammensetzen.
Die Huawei-Rechenzentrumsmodule lassen sich nahezu beliebig zu komplexen Gebilden zusammensetzen.
(Bild: Huawei)

Zur Bewältigung der Herausforderungen, mit denen herkömmliche Rechenzentren konfrontiert sind, hält sich Huawei an das Konzept des modularen und 'intelligenten' Designs und gestaltet die Architektur, die Kühlung, den Betrieb und die Stromversorgung neu, um vereinfachte, umweltfreundliche, intelligente und sichere Rechenzentren anzubieten. Das System von Huawei wird häufig beim Bau von Rechenzentren eingesetzt, die für reduzierte CO2-Äquivalente verantwortlich sind. Das System adressiert Netzbetreiber, die ihre Ziele hinsichtlich der Kohlenstoffneutralität erreichen und zugleich die Leistung des Rechenzentrums zu optimieren wollen.

Aufbau eines Rechenzentrums in vier Schritten

Die Ausweitung digitaler Dienste zwingt Rechenzentren dazu, die Infrastruktur zu vergrößern und die Architektur zu verkomplizieren. Bau, Einrichtung, Betrieb und Verwaltung sind zeitaufwändig und arbeitsintensiv. Die lange Bauzeit, der hohe Energieverbrauch, der schwierige Betrieb und die geringe Zuverlässigkeit herkömmlicher Rechenzentrumslösungen bereiten den Betreibern Probleme.

Die modularen Rechenzentren von Huawei gibt es mittlerweise in vielen Ausprägungen: „Fusion DC 1000A“ zum Beispiel gibt es als 40- oder 20-Fuß-Container.
Die modularen Rechenzentren von Huawei gibt es mittlerweise in vielen Ausprägungen: „Fusion DC 1000A“ zum Beispiel gibt es als 40- oder 20-Fuß-Container.
(Bild: Huawei)

Das vorgefertigte modulare Rechenzentrum ermöglicht quasi in Lego-Bauweise eine flexible Konfiguration und Montage. Auf diese Weise können Rechenzentren relativ schnell gebaut und erweitert werden, was nicht nur die Bauzeit verkürzt, sondern auch die Kosten senkt. Somit lässt sich das Prinzip auch auf große Rechenzentren anwenden, die häufig skaliert werden müssen, insbesondere Rechenzentren von Netzbetreibern.

Huawei hat vier Schritte entwickelt, die bei der Planung, dem Bau und der Verwaltung der Rechenzentren helfen sollen, darunter die Umgestaltung der Architektur, die Umgestaltung der Kühlung, die Umgestaltung der Betriebs- und Wartungsabläufe und die Umgestaltung der Stromversorgung.

„Fusion DC 1000C“ –hier lässt sich das Lego-Prinzip gut erkennen.
„Fusion DC 1000C“ –hier lässt sich das Lego-Prinzip gut erkennen.
(Bild: Huawei)

1. Neugestaltung der Architektur: Ein modularer und vorgefertigter Ansatz ermöglicht eine vereinfachte Lieferung, wodurch der Bauzyklus von mehr als 18 Monaten auf weniger als sechs Monate verkürzt wird. Nach Unternehmensangaben hat das vorgefertigte Rechenzentrum hat eine Montagerate von 97 Prozent.

Zudem würden produziert während des Baus keine flüssigen, gasförmigen oder festen Abfälle produziert. Zudem könnten der Bauwasserverbrauch und die Abfälle werden um 80 Prozent reduziert werden. Die Rückgewinnungsquote liegt bei über 80 Prozent. Letzlich würden die Kohlenstoffemissionen werden um 90 Prozent gesenkt.

2. Neugestaltung der Kühlung: Der größte Teil des Stroms in einem Rechenzentrum wird durch das Kühlsystem verbraucht, das daher im Mittelpunkt der Bemühungen um Energie-Einsparung und Emissionsreduzierung steht. Die digitale „Icooling“-Technik von Huawei und die indirekte Verdunstungskühlung, die die Nutzung freier Kühlquellen maximiert, reduzieren den PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) von Rechenzentren um 8 bis 15 Prozent, so die Angaben von Huawei.

3. Neugestaltung der O&M: Die Huawei-Rechenzentren von Huawei erlauben eine autonome Betriebs- und Wartungsfunktion für Rechenzentren. Nach Unternehmensangaben lassen sich die Betriebs- und Wartungskosten dadurch um etwa 35 Prozent senken. Darüber hinaus verbessere ein Kapazitäts-Management die Ressourcennutzung um etwa 20 Prozent.

4. Neugestaltung der Stromversorgung: Trotzdem müssen Rechenzentrumsbetreiber nicht auf Redundanz verzichten. Für den Anspruch an Verfügbarkeit zu erfüllen werden N+1-, N+X- oder sogar 2N-Designs für die Stromversorgung und Kühlung von Kerngeräten eingesetzt.

Basierend auf den Konzepten „mehr Silizium, weniger Kupfer" und „mehr Lithiumbatterien, weniger Blei-Säure-Batterien" sowie KI-basierter vorausschauender Wartung verwendet Huawei sehr 'dichte' und effiziente USVs und verwaltet alle Verbindungen des Stromversorgungs- und -verteilungssystems auf visualisierte Weise. Passive Wartung wird in eine proaktive verwandelt, was zu einem kontinuierlichen und stabilen Betrieb von Rechenzentren beiträgt.

Auf der Messe und im Livestream

Auf der MWC 2022 ist Huawei mit dem Rechenzentrumskonzept auf dem Stand 1H50, FIRA GRANT VIA Halle 1 zu finden. Am 1. März veranstaltet der Konzern den „Huawei Digital Power Summit“, der politische Entscheidungsträger, Branchenführer und Experten zusammenbringt, um den Entwicklungstrend grüner und kohlenstoffarmer Netze, innovative Technologien und bewährte Verfahren zu diskutieren. Per Livestream-Link können alle Interessierten folgen.

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