Nachhaltiger Co-Location-Betrieb in Augsburg Das LEW Green Data Center ist nun offiziell eröffnet

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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LEW Telnet hat am Montag sein „Green Data Center“ in Augsburg offiziell in Betrieb genommen - beim „LEW Digital Summit“, im Beisein von Bayerns Digitalminister Fabian Mehring.

Die Idee des „LEW Green Data Center“ stammt aus der Belegschaft. Das Co-Location-Rechenzentren  bietet Platz für bis zu 600 Racks.(Bild:  Daniel Biskup)
Die Idee des „LEW Green Data Center“ stammt aus der Belegschaft. Das Co-Location-Rechenzentren bietet Platz für bis zu 600 Racks.
(Bild: Daniel Biskup)

Rund 30 Millionen Euro hat die Lechwerke-Gruppe in den Neubau investiert. Auf 1.900 Quadratmetern stehen vier Rechenzentrumsmodule mit Platz für bis zu 600 Racks zur Verfügung. Die IT-Infrastruktur ist hochverfügbar, mehrfach redundant ausgelegt und soll nach DIN EN 50600 und ISO/IEC 27001 zertifiziert werden. LEW Telnet ist das Telekommunikationsunternehmen der LEW und betreibt das Rechenzentrum.

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USV ohne Batteriemüll

Für die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) kommen keine herkömmlichen Batterien, sondern kinetische Energiespeicher zum Einsatz: Schwungräder mit 6 Tonnen Gewicht halten den Betrieb für bis zu 19 Sekunden aufrecht – genug Zeit, bis Dieselgeneratoren übernehmen. Markus Stepper, Projektleitung des LEW Green Data Centers, erläuterte, dass der Vorteil darin bestehe, dass kein regelmäßiger Batterietausch, kein Kühlaufwand und eine bessere Recyclingbilanz dadurch erzielt werde.

100 % Ökostrom im Regelbetrieb

Der Strom kommt im Regelbetrieb vollständig aus erneuerbaren Quellen: Eine Photovoltaik-Freiflächenanlage (2 Megawatt Spitzenleistung) sowie zwei Aufdachanlagen (insgesamt 500 Kilowatt) versorgen das Rechenzentrum mit Solarstrom. Ergänzt wird der Solarstrom durch regionale Wasserkraftwerke.

Die Kühlung erfolgt über Luft-Luft-Wärmetauscher, Abwärme wird zur Gebäudeheizung genutzt. Begrünte Dächer und Fassaden verbessern zusätzlich die Energie-Effizienz. Angestrebt wird ein PUE-Wert von kleiner gleich 1,2.

Flexibles Co-Location für Kommunen und Unternehmen

Das modulare Konzept reicht von einzelnen Racks bis zu vollständig abgeschlossenen Cages (kleinste Einheit: 4 Racks). Auch Kuka zählt zu den ersten Kunden. Über redundante Carrier-Anbindungen mit bis zu mehreren 100 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) lassen sich Systeme hochverfügbar integrieren.

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Digitalminister Mehring spricht von einem „Vorzeigeprojekt für ganz Deutschland“ – das LEW Green Data Center sei ein Beweis dafür, dass Digitalisierung und Klimaschutz kein Widerspruch sein müssten.

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