Hohe Energieeffizienz dank konsequenter Einhausung von Kalt- und Warmgängen Host Europe erweitert Rechenzentrumskapazitäten in Köln

Redakteur: Florian Karlstetter

Host Europe hat die zweite Ausbaustufe seines „grünen“ Rechenzentrums in Köln in Betrieb genommen. Um die Kosten für Kühlung der Server-Racks möglichst gering zu halten, setzt der IT-Dienstleister auf eine konsequente Einhausung von Warm- und Kaltgängen und erreicht so einen Wirkungsgrad von 75 Prozent. Zusätzlich setzt der Hoster auf Freie Kühlung.

Firmen zum Thema

Durch konsequente Einhausung lassen sich Temperaturschwankungen vor den Server-Racks reduzieren.
Durch konsequente Einhausung lassen sich Temperaturschwankungen vor den Server-Racks reduzieren.
( Archiv: Vogel Business Media )

Host Europe, vom eco Verband der deutschen Internetwirtschaft jüngst mit dem eco Award 2009 in der Kategorie „Datacenter“ ausgezeichnet, zeigt mit der jetzt in Betrieb genommenen zweiten Ausbaustufe seines Kölner Rechenzentrums, welche Vorteile sich aus einer konsequenten Einhausung von Warm- und Kaltgängen ergeben. So wird dank der Ausschöpfung sämtlicher Optimierungspotenziale ein Wirkungsgrad von 75 Prozent (DCiE – Data Center infrastructure Efficiency) erreicht.

Die 2.500 qm Grundfläche bieten Platz für 280 weitere Racks, in denen wiederum 6.000 Server energieeffizient und ressourcenschonend betrieben werden können. Durch die strikte Trennung von Kalt- und Warmgang und eine zusätzliche Verblendung der Racks lässt sich die Ansaugtemperatur bei den Klimaanlagen auf circa 30 bis 32 Grad Celsius erhöhen. Dadurch kommt bis zu einer Außentemperatur von 17 Grad Celsius Freie Kühlung zum Einsatz. Damit kann das Rechenzentrum an rund 250 Tagen im Jahr ohne mechanische Kühlung betrieben werden.

Zusätzlich reduziert die Einhausung die Temperaturschwankungen vor den Server-Racks von 5 bis 6 Grad auf 1 bis 2 Grad. Durch die gleichmäßige Auslastung kann die Drehzahl der Ventilatoren in den Klimaschränken nahezu halbiert und die Effizienz der vorhandenen Klimageräte spürbar gesteigert werden.

Das Kölner Rechenzentrum erreicht nach Angaben von Host Europe einen Energieeffizienzwert von unter 1,35. Dies bedeutet, dass für ein Kilowatt effektiver Rechenleistung insgesamt 1,35 Kilowatt Strom aufgewendet werden müssen. Herkömmliche Rechenzentren müssen für ein Kilowatt Rechenleistung inklusive Stromversorgung und Klimatisierung rund zwei Kilowatt Strom aufwenden.

(ID:2022890)