Wasserwerke Düsseldorf setzen Stratus ftServer ein

Hochverfügbarkeit für die Wasserversorgung

| Autor / Redakteur: Rainer Doh / Ulrike Ostler

Filteranlagen im Wasserwerk Am Staad der Stadtwerke Düsseldorf
Filteranlagen im Wasserwerk Am Staad der Stadtwerke Düsseldorf (Bild: Stadtwerke Düsseldorf)

Die Stadtwerke Düsseldorf haben in zwei Leitwarten ihrer drei Wasserwerke die Verfügbarkeit der Datenbanken mit fehlertoleranten Servern von Stratus abgesichert. Die vollständig redundant ausgelegten Server benötigen keine Administration und können damit auch an Standorten ohne IT-Fachpersonal eingesetzt werden.

Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel und als universelle Ressource für das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben unverzichtbar. Entsprechend groß ist die Sorgfalt, die für seine Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung aufgewendet wird.

In Düsseldorf betreibt die Stadtwerke AG drei Wasserwerke, die pro Jahr rund 600.000 Menschen im Stadtgebiet Düsseldorf, Mettmann sowie in Teilen von Neuss und Erkrath mit insgesamt etwa 50 Millionen Kubikmeter Trinkwasser versorgen. Brunnen entlang des Rheinufers fördern Rohwasser, das zu einem kleineren Anteil aus Grundwasser und zu einem größeren Anteil aus Uferfiltrat besteht. Die Aufbereitung zum Trinkwasser erfolgt nach dem hier entwickelten "Düsseldorfer Verfahren".

Um dauerhaft eine hohe Qualität sicherzustellen und die benötigten Mengen entsprechend dem jeweiligen Bedarf zu den Verbrauchern zu bringen, betreiben die Wasserwerke Düsseldorf umfangreiche technische Anlagen. Neben Brunnen und Aufbereitungsanlagen, gehören dazu unter anderem mehrere Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 125.000 Kubikmeter Trinkwasser, Druckerhöhungs- und -minderungs-anlagen.

Die IT-Ausstattung der Wasserwerke

In den 90er Jahren haben die Wasserwerke Düsseldorf ihre Anlagen mit Speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) ausgestattet und so automatisiert. Alle Geräte und Anlagen werden mit einem ausgedehnten Netz von Messeinrichtungen kontrolliert, derzeit etwa 40.000 Datenpunkte. Damit lassen sich dann beispielsweise über Abweichungen des Wasserdrucks vom Sollwert rechtzeitig Leckagen im Verteilungsnetz lokalisieren und entsprechende Gegenmaßnahmen vor-nehmen.

Die Informationen der Mess- und Steuereinrichtungen laufen in den Leitwarten der drei Werke in Düsseldorf Flehe, Am Staad und Holthausen zusammen. In diesen Leitwarten erfolgt die Abstimmung und Koordination der Systeme sowie die zentrale Datensammlung und -archivierung, denn die Daten müssen natürlich auch revisionssicher aufbewahrt werden.

In den Jahren 1997 bis 2006 wurden in den Leitwarten ein IT-gestütztes SCADA-Leitsystem (SCADA = Supervisory Control and Data Acquisition) aufgebaut, das die Informationen aus den Anlagen zusammenführt, in einem grafischen System übersichtlich darstellt und schnelle Eingriffe durch das Bedienungspersonal erlaubt. Da mit diesem System ein automatischer Betrieb möglich ist, beschränken sich dessen Tätigkeiten im Normalfall auf die Überwachung der Prozesse. Realisiert wurde die Leittechnik mit der SCADA-Software von Wonderware, die Rechner laufen unter dem Betriebssystem Windows. Die Prozessdaten werden im Historian von Wonderware erfasst.

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