Software gestützte Innovationen gefragt

Engineering-Dienstleister müssen IT-Können ausbauen

| Redakteur: Ulrike Ostler

Engineering-Dienstleister müssen sowohl ihre IT-Kompetenzen als auch dazugehörige Ressourcen ausbauen.
Engineering-Dienstleister müssen sowohl ihre IT-Kompetenzen als auch dazugehörige Ressourcen ausbauen. (Bild: @ra2studio/Fotolia.com)

Wer unter den Anbietern von Technologie-Beratung und Engineering-Services in Deutschland führend sein will, benötigt künftig mehr IT-Ressourcen und -Kompetenzen. Zu diesem Schluss gelangt eine Lünendonk-Sonderanalyse.

85 Prozent der vom Beratungsunternehmen Lünendonk evaluierten Engineering-Dienstleister stimmen dieser These von einem Mehrbedarf an mehr IT-Ressourcen und -Kompetenzen „sehr stark“ oder „eher stark“ zu. Ursache für die Einschätzung ist eine steigende Nachfrage nach innovativen Lösungen und Produkten im Bereich Elektrik/Elektronik sowie Embedded Systems. Insbesondere die großen Automobilhersteller und -zulieferer sind für die vermehrte Nachfrage nach softwaregestützten Innovationen und Lösungen verantwortlich.

Die Anbieter rechnen zudem mit einem verstärkten Einsatz von Rahmenverträgen, die mit den Kundenunternehmen geschlossen werden. 90 Prozent der befragten Engineering-Unternehmen gehen demnach davon aus, dass die Zusammenarbeit mit dem Kunden auf längerfristiger, also auf mehrjähriger Basis erfolgen wird.

Aus de „Lünendonk-Sonderanalyse 2016, Führenden Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering Services in Deutschland“ vom September 2016.
Aus de „Lünendonk-Sonderanalyse 2016, Führenden Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering Services in Deutschland“ vom September 2016. (Bild: Lünendonk)

„Hintergrund dieser Einschätzung ist der Wunsch der Kunden, größere Auftragspakete und damit verbundene Verantwortung an die Entwicklungsdienstleister zu vergeben“, erläutert Hartmut Lüerßen, Partner bei Lünendonk und Autor der Sonderanalyse. „Da diese Form der Auftragsvergabe ein hohes Know-how über die internen Prozesse des Kunden erfordert, bietet eine mehrjährige Zusammenarbeit und auf Kontinuität ausgerichtete Partnerschaft die notwendige Grundlage dafür.“

Projektgeschäft als Umsatzgarant

Den größten Umsatzanteil erzielten die untersuchten Anbieter von Technologie-Beratung und Engineering Services mithilfe des Projektgeschäftes. 63 Prozent des Umsatzes entfielen auf diese Art der Vertragsform. Das Projektgeschäft umfasst Projekte, die in Form eines Dienst- oder Werkvertrags abgewickelt werden.

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Über die Sonderanalyse

Im Zeitraum des Jahres 2015 wurden innerhalb des Projektgeschäfts Dienstverträge zu 32,5 Prozent eingesetzt und Werkverträge zu 67,5 Prozent. „Bei Werkverträgen schuldet der Auftragnehmer den konkreten Erfolg beziehungsweise eine definierte Leistung, wohingegen beim Dienstvertrag lediglich die Leistung geschuldet wird“, so Lüerßen.

Mithilfe der Abwicklungsform der Arbeitnehmerüberlassung konnten die von Lünendonk analysierten Unternehmen 35 Prozent des Umsatzes generieren. Insbesondere bei Auftragsspitzen greifen Kundenunternehmen gerne auf Ingenieure von Entwicklungsdienstleistern zurück.

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